23.11.2010
Von den einen gefürchtet und von anderen geliebt – Balance-Haltungen.

Balance bedeutet Gleichgewicht. Aber wann ist man im Gleichgewicht? Von der wissenschaftlichen Seite betrachtet immer dann, wenn die Vektorsumme aller Kräfte, die auf den Körper einwirken, gleich Null ist (siehe Wikipedia). Das heißt aber nicht, dass man dann regungslos wie ein Gardeoffizier auf einem Bein stehen muss.
Betrachtet man das Gleichgewicht, geht es aber nicht nur um unseren Körper, sondern auch um unseren Geist. Das eine bedingt das andere. Wenn unser Geist unruhig ist, dann ist es unser Körper auch und umgekehrt. Mit Balance-Haltungen, können wir unsere Konzentration fördern und finden wieder in unser Zentrum. Dies führt zu mehr Ausgeglichenheit und zu einer bejahenden und entschlossenen Lebenseinstellung. Denken Sie an das Sprichwort: „Mit beiden Beinen fest auf dem Boden stehen“. weiterlesen »
Autor: Diana · Kommentieren
10.11.2010

Genau sechs Monate sind seit meinem ersten Date mit Anusara Yoga auf Kreta vergangen. Es war damals Liebe auf dem ersten Blick und wir wollten uns unbedingt Wiedersehen! Ein halbes Jahr später ist es endlich soweit. Und wie das unter Verliebten so ist, werden weder Mühen und Kosten gescheut und wir treffen uns in Palma de Mallorca wieder. Im Herzen der wunderschönen Altstadt und in unmittelbarer Nähe der Kathedrale gibt es das Yogastudio „City Yoga Palma“. Dieses schicke Studio ist für uns die Spielwiese für die nächsten sechs Tage. Lalla und Vilas, zwei liebenswerte Anusara-Yogalehrer aus Berlin, haben eingeladen für ihr erstes City-Yoga-Retreat. Und ich bin dabei!
Und wenn man Dinge das erste Mal tut, ist das immer etwas besonderes. Im Yoga gibt es den schönen Begriff von „Entdeckergeist“. Sich auf was Neues einzulassen, offen zu sein und sehen, was passiert. Das Yogastudio „City Yoga Palma“ ist das ehemalige Studio von Ursula Karven. Modern und schlicht eingerichtet. Graue Betonwände, rostiger Stahl und immer wieder schöne Farbtupfer prägen das Studio. Drei Terrassen mit riesigen Chill out Sofas laden ein zum Extrem-Relaxen und Sonne genießen. Francesca und Ihr Mann Roland haben das Studio vor wenigen Monaten übernommen und sind unsere Gastgeber. Sie sind zauberhaft. Sie verwöhnen uns mit leckerem Frühstück, Lunch und frisch gepressten Obstsäften.
Erkennen was ist. Yoga hilft uns dabei. In diesen sechs Tagen beschäftigen wir uns mit allgemeinen Prinzipien für die Yogapraxis. Lalla bezeichnet sie als „Regenschirmprinzipien“ die aufgespannt das ganze Hatha-Yoga-System abdecken. weiterlesen »
Autor: Silvio Fritzsche · 1 Kommentar
9.11.2010
Der Coversong „The Twist“ von den Fat Boys war 1988 auf Platz 1 in Deutschland. Ob die Fans dieses Songs wussten, wie gut das „twisten“ im Yoga ist? Die meisten wahrscheinlich nicht aber Twists oder zu Deutsch Drehhaltungen haben eine lange Liste von Vorteilen: Twists neutralisieren die Wirbelsäule nach Vor- und Rückbeuge, sie erfrischen das Blut in den Organen, verbessern Ihre Körperhaltung und stimulieren das Verdauungsfeuer.

Wichtig ist, nicht gleich mit den schwierigsten Twists/Drehhaltungen zu beginnen, da diese zu anspruchsvoll sind und dann nicht mit der richtigen Aufmerksamkeit ausgeführt werden können. Gerade wenn noch eine Balance-Komponente hinzu kommt wie im gedrehten Dreieck (Parivrtta Trikonasana). Bei zu viel Engagement und Willenskraft können so Verletzungen auftreten. weiterlesen »
Autor: Diana · Kommentieren
9.11.2010
Was passiert, wenn ein ein Computerfreak mit Null-Yogaerfahrung mit uns auf eine Yogareise geht? Welche Gedanken gehen einem da vorher durch den Kopf? Wie sind die Erwartungen an die Reise? Ängste, Hoffnung und weit weg vom vertrauten Computer zu Hause. Klick & Om & weg!
War ja klar:
Es ist Freitagabend, 19:00 Uhr durch, und das Chaos tobt.
Wenn ein Selbständiger sein Büro für eine Woche zumacht, gibt’s vorher tausend Sachen zu erledigen.
Der lieben Nachbarin noch schnell den Briefkastenschlüssel in die Hand gedrückt.
“Nein, wird bestimmt nichts so Wichtiges drin sein, dass du mich benachrichtigen müsstest.”
Na, ob ich mir da so sicher sein kann ….
Gedanken, die Gedanken gebären.
Der Tornado in meinem Schädel erreicht mal wieder Kategorie 5.
Wie kriegt man da bloß mal Ruhe rein?
Packen entfällt.
Elektronische Fußfesseln werden stumm geschaltet (Handy) oder bleiben gleich daheim (Laptop).
Sprich Reisetasche und Kofferraum auf und alles rein, was ich glaube, brauchen zu müssen.
Brauch ich das wirklich?
Egal.
Klappe zu und los … weiterlesen »
Autor: Silvio Fritzsche · 5 Kommentare
26.10.2010
Wenn ich Sie jetzt fragen würde, was sie jetzt in diesem Moment am liebsten machen würden, was wäre Ihre Antwort? Entspannen? Entspannung ist das, wonach wir uns nach einem stressigen und hektischen Arbeitstag am meisten sehnen. Einfach mal nichts tun und alles loslassen.

Wir sind tagtäglich einer Reizüberflutung aus Straßenlärm, Leuchtreklamen, blinkende Ampeln, usw. ausgesetzt. Dem können wir uns kaum entziehen. Hinzu kommen noch die freiwillig gewählten Reize wie Fernsehen, Handy, Radio und Internet. Momente der Stille gibt es meist nur im Schlaf. So ist es auch kein Wunder, dass Entspannung für viele Menschen zwar eine Sehnsucht aber gleichzeitig auch „harte“ Arbeit ist, denn das Loslassen haben viele von uns regelrecht verlernt. weiterlesen »
Autor: Diana · Kommentieren
21.10.2010
„In etwa zehn Minuten landen wir planmäßig in Heraklion. Die Ankunftszeit ist 9:00 Uhr Ortszeit. Die Temperatur beträgt 20 Grad und der Himmel ist wolkenlos. Wir wünschen ihnen erholsame Urlaubstage auf Kreta.“ so die Ansage des Flugkapitäns.

Ja, ich bin wieder auf Kreta. Kein typischer Strandurlaub liegt vor mir. Vielmehr erwartet mich eine Woche Yoga-Retreat an der Südküste der Insel. Das Reiseziel heißt Triopetra. Den Namen verdankt dieser Strandabschnitt drei Felsen, die majestätisch aus dem Meer ragen. Ursprünglichkeit ist das Markenzeichen dieser Region. Bis vor 10 Jahren gab es keine asphaltierten Straßen hier. Öffentliche Verkehrsmittel gibt es bis heute nicht. Private Unterkünfte statt Hotels, Individualtourismus statt Pauschaltourismus, gesunde und einfach Kost statt Fastfood. Vielleicht ist gerade deshalb Triopetra bei Yogis aus aller Welt so beliebt. Weil der Platz auch meiner Seele so gut tut, bin ich seit 2004 jedes Jahr hier und genieße die Kombination aus Urlaub und Yoga. In den Vorjahren war ich zum Jivamukti Yoga auf der Insel. Doch dieses Jahr gehe ich „fremd“.
Lalleshvari (Lalla) und Vilas vom Berliner Cityyoga Studio haben zur intensiven Yogapraxis mit Pranayama und Meditation eingeladen, insgesamt sechs Stunden Yoga am Tag. Das sind 36 Stunden Verbiegen, Atmen und Meditieren in der Woche. Genau das habe ich gesucht! Lalla und Vilas unterrichten Anusara-Yoga und haben in Berlin das einzige lizenzierte Anusara-Studio im deutschsprachigen Raum. Anusara bedeutet „sich im Fluss finden“ oder „dem Herzen folgen“. Als Ergebnis seiner 25-jährigen Yogapraxis hat John Friend Ende der 90er Jahre diesen Yogastil gegründet, um seine Ideen über Yoga Philosophie und Ausrichtungsprinzipien neu zu definieren und zur Beschreibung seines Unterrichtstils zu verwenden. Das war die Geburtsstunde von Anusara Yoga, eine moderne Hatha-Yoga Form, die den Weg über Amerika nach Europa gefunden hat. Auf mein Rendez-vous mit Anusara Yoga bin ich gespannt.
Das letztendliche Ziel aller körperlichen Praxis ist für einen Yoga Übenden die Meditation. Lalla und Vilas beginnen den Tag mit zwei Versen aus dem 6. Kapitell der Bhagavad Gita, der großen heiligen Schrift des Hinduismus. In diesem Kapitell wird Arjuna in die Geheimnisse der Meditation eingeweiht. Schlagwörter wie „wertfrei“, „selbstlos“ und „tun im nicht-tun“ sind die Wegweiser zum Raum von innerer Ruhe und Gelassenheit. Von den Versen lassen wir uns inspirieren und richten unsere tägliche Yogapraxis an ihnen aus. Früh am Morgen beginnen wir den Tag mit einer Gehmeditation, um dann an wunderschönen Orten die Meditation zu üben. Wir meditieren direkt am Strand, auf Felsklippen, auf einem Berg. Vor uns liegt das Meer und der Alltag liegt weit hinter uns. Das Rauschen des Meeres führt uns in die Versenkung. Wir sind angekommen im Yogaparadies. weiterlesen »
Autor: Silvio Fritzsche · 7 Kommentare
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