24.03.2010
Der Brocken erreicht eine Höhe von 1.141 Meter über Normal Null. Granit ist sein hauptsächlicher Bestandteil – Verwitterungserscheinungen lassen dort Formen entstehen, die die menschliche Fantasie in einer zauberhaften Art und Weise beflügeln; viele Bergzüge, Klippen, Schluchten sind Teil hier nur eines einzigen Bergs, nicht etwa eines Bergzugs. Heute liegt er im Nationalpark Harz – erreicht der Besucher des 21. Jahrhunderts die Pforten, begibt er sich plötzlich und unerwartet in eine Zeitreise von 70 Millionen Jahren – allein die Dinosaurier sind gerade nicht zu sehen. Meteorologisch befindet man sich in Island, 300 Schnee- und Regentage sind Alltag. Die natürliche Baumgrenze liegt bei 1.100 Metern über Normal Null. Die Artenvielfalt des zu 96 Prozent bewaldeten Parks ist ein Zauber – das hat die EU für den größten Waldnationalpark Deutschlands mit 24.700 Quadratkilometer anerkannt:
Denn hier steht alles, was der Wanderer sieht, erahnt, hört, vermutet unter Naturschutz. “Natura 2000″, so heißt es offiziell – gemeint ist ein zusammenhängendes Gebiet verschiedener Umweltschutzzonen. Allein der Brocken, der den Beobachter “nur” auf das “Erlebnis Wald” vorzubereiten scheint, beherbergt jedoch sechs höherstufende Grade der Vegetation – dies ergibt sich durch den gleitenden Höhenschutz von 900 Metern. Es sind, genau genommen, zwei erklärte Nationalparks, die auch als komplettes Vogelschutzgebiet dort gekennzeichnet sind: der Naturpark Hochharz und der Naturpark Harz. 2005 noch hat Europa dies als nachhaltigen Tourismus anerkannt.
Was aber heißt “nachhaltig”? Kurz: wenn ein Gebiet vor und “nach” der örtlichen Anwesenheit eines oder mehrerer Menschen sich in seinem Erscheinungsbild in gleicher Weise “hält”. Das ist erst einmal trügerisch, natürlich kann nicht “das Gebiet” “sich” halten, sondern der Mensch wird von seiner Willensfreiheit Gebrauch machen, diese nämlich mit Verantwortung paaren und Dinge, die er selbst nicht erschaffen hat, auch nicht zerstören. Sagt der Buddhismus, der keine Religion ist, sondern eine Geisteshaltung, schon seit 2.500 Jahren. Und in Europa muss dies erst “anerkannt” werden.
Autor: Silvio Fritzsche · Kommentieren
18.03.2010
Anusara Yoga ist ein in Deutschland (noch) nicht so bekannter Yogastil. Was ist das besondere an dieser Yogarichtung? Der tantrische Aspekt ist in der Praxis überall erkennbar. Lebensbejahend, öffnend und viel Freiraum für kreative Freiheit und Individualität machen für mich das Anusara Yoga aus. Es ist das Streben, sein eigenes Potenzial voll auszuschöpfen und das Gute in allen Menschen und Dinge zu sehen. „Sich mit dem Göttlichen verbinden“, so kann man Anusara übersetzen. Wir sind nicht nur ein kleines unbedeutendes Licht, sondern der göttliche Funken wohnt in jedem von uns.
Die Yogapraxis bezieht alle Elemente des Hatha-Yogas mit ein. Neben Asana werden auch Pranayama- und Meditationstechniken geübt. In der Asanapraxis wird viel Wert auf eine präzise Körperausrichtung gelegt, die sich an den modernen Erkenntnissen der Biomechanik des Menschen orientiert. Der Amerikaner John Friend hat Anusara Yoga Ende der 90’er Jahre „begründet“. Seither ist der Stil eine wahre Quelle der Inspiration für Yogaübende aus der ganzen Welt.
Ein Prinzip des Anusara Yoga ist „Kula“ (übersetzt mit: Herzensgemeinschaft). Kula ist das Zelebrieren einer gemeinsamen Vision, mit dem großen Ziel, dass auf unserer Yogamatte praktizierte Yoga in unser Leben integrieren.
Weitere Informationen zu Anusara Yoga gibt es hier:
Autor: Silvio Fritzsche · Kommentieren
14.03.2010
3.200 Tierarten leben im einzigen deutschen Walschutzgebiet, welches etwas größer ist als der Inselstaat Hawaii und in der Größe Schleswig-Holstein ungefähr abdeckt. Der niederländische, schleswig-holsteinische und niedersächsische Anteil am Wattenmeer (dem Größten der Welt) zwischen den Niederlanden und Dänemark wurde bereits 2009 UNESCO-Welterbe, voraussichtlich 2011 folgt auch dessen dänischer und hamburgischer Anteil. “Nationalpark” heißt es nur im deutschen Bereich (genauer gesagt: Es sind drei Nationalparks – schleswig-holsteinisch, hamburgisch, niedersächsisch), der Gezeitenrhythmus beträgt 6 Stunden und 20 Minuten. weiterlesen »
Autor: Silvio Fritzsche · Kommentieren
12.03.2010
Alle 92 Minuten kommt er wieder. 41 Meter hoch. Er heißt: “Old Faithful”. Die Rede ist vom treuen, zuverlässigen Geysir im Yellowstone Nationalpark – dem ältesten als solchen eingerichteten Gebietes in den USA, nämlich seit 1872. Geysire sind sicher überall auf der Welt zu finden, bekannte gibt es in Island, manche in der Eifel, aber das größte Geysir-Feld der Welt (mit 10.000 und mehr) befinden sich im Naturreservat der Rocky Mountains, welches sich 8.987 Quadratkilometer im US-Bundesstaat Wyoming durchschnittlich 2.440 m über dem Meeresspiegel befindet.
Geysir – das Grundwort ist ein isländisches, nämlich “Geysa” mit der deutschen Bedeutung “wirbeln” oder auch “strömen”. Was genau hier strömt, ist kochendes Grundwasser. Wie in einem Kessel wird dieses beständig erhitzt und, in regelmäßigen Intervallen schießt es, überkochend, durch einen engen Kanal als Fontäne hinaus. Im Yellowstone Nationalpark bestehen auch Schlammvulkane, die durch Mikroorganismen eigene Biotope bilden und Schwefel als Gas an ihr Umfeld abgeben.
“Old Faithful” befindet sich dort auf dem sogenannten “Upper Geyser Basin”. Auf 1,5 Quadratkilometern reihen sich hier 150 Geysire aneinander – auch hier wieder ein Superlativ: So hoch ist die Konzentration dieser kochenden Quellen nicht einmal an irgendeiner Stelle in Island oder andernorts auf der Welt.
Geysire strömen nicht nur, sie können auch nachdampfen. Beispiel: der “Castle Geysir” dort. Alle 12 Stunden bricht dieser aus (25 m hoch), hat aber nach einem Ausbruch noch eine Dampfphase. Ein anderer, der “Riverside Geysir”, bricht über einem Fluss aus – alle sechs Stunden: Ein einzelner Ausbruch dauert ganze 20 Minuten.
Geologisch sind Geysire sicherlich zu erklären, wie oben angedeutet. Jedoch auch der Yellowstone Park ist eine Aufforderung an den menschlichen Geist, sich seines tatsächlichen Auftrages gewahr zu werden: Während es ihm es sicherlich gegeben ist, möglicherweise mathematische Formeln zu nutzen, um das Internet zu erfinden und die weltweit zeitechte Kreditkartenabrechnung – so darf er ebenso das tun, ohne dass es niemals geht: die Natur als übermächtig, als schon vorher da gewesen zu erkennen – letztlich als eine Aufforderung zum Staunen.
Autor: Silvio Fritzsche · Kommentieren
26.02.2010
Reisen, Urlaub, Urlaubsziele, sich verwöhnen lassen. Ganz einmal abgesehen davon, dass es durch regelmäßige Zeiten der Stille, selbstbewusstes Handeln oder ein ganzheitliches Gespür für Gesundheit in Körper und Geist ein Einfaches sein kann, sich in wiederkehrender Häufigkeit selbst zu verwöhnen – der Drang, neues zu entdecken, der Ehrgeiz, überall einmal gewesen sein zu wollen, macht den Menschen regelmäßig wieder zum Touristen, rechtfertigt die Flugindustrie, unterhält die Reisebranche und auch diejenigen, die verzweifelt versuchen, in den ärmeren Touristenzielen der Welt ganze Stadtteile nahezu steril (in einer Weise) herzurichten für die Geld gebenden Herrschaften von irgendwo anders, damit diesen durch den Blick auf Armut und Elend nicht die Ferienfreude genommen würde.
Doch Armut und Elend sind keine anonymen Ideenworte, sondern es handelt sich um Mitmenschen – nur eine Laune der Natur hat entschieden, von welcher Seite man den anderen Menschen zeit seines Lebens betrachten würde. Anders gesagt: Es ist purer Zufall, weiterlesen »
Autor: Silvio Fritzsche · Kommentieren
8.09.2009
Toskana – keine andere Region Italiens scheint uns so vertraut und nirgendwo anders erwarten uns so viele Überraschungen. Die Toskana gehört zu den waldreichsten regionen Italiens. Von Kastanienwäldern bis zu Pinienwäldern an den Küsten finden wir alles hier. Die Toskana hat eine Traumlandschaft zu bieten. Berge, Meer, Strände… ein Triumph der Farben und des Lichts. Wie wäre es mit einem Spaziergang am Meer oder einem Ausflug in die Berge? Vielleicht auch etwas moderner mit Nordic Walking? Oder möchten Sie lieber bei der Wein- und Olivenernte dabei sein?
In der Abgeschiedenheit, umgeben von unberührter Natur, Kastanienwäldern, frischem Quellwasser liegt unser Domizil für die nächsten Tage. Füher ein Convento, erbaut im 16. Jahrhundert. Heute weiterlesen »
Autor: Silvio Fritzsche · Kommentieren
2.09.2009
Unsere Yoga- und Wanderreise fand in diesem Jahr erst Anfang Oktoberstatt. Der Herbst hatte bereits Einzug gehalten. Die Fahrt von München in die Toskana war wie im Bilderbuch, bunte Wälder und die Morgentemperatur lag bei nur 2 Grad über Null. Bald lichtete sich der Nebel und die Sonne brach durch die Wolkendecke. Die Nacht vorher hat es auf dem Brenner bereits geschneit und so fuhren wir kurz durch den Winter. Doch je näher wir dem Gardasee kamen, desto rasanter stellten sich die spätsommerlichen Temperaturen von über 20 Grad ein. Die Vorfreude auf Italien stieg und wie in den letzten Jahren auch, erreichten wir nachmittags das Convento und eine inspirierente Yoga-Woche konnte beginnen.
Dieses Mal war zeitgleich eine Wandergruppe zu Gast, die Marcell – weiterlesen »
Autor: Silvio Fritzsche · 1 Kommentar
14.07.2009
»Im Power Yoga gibt es nur eine Regel. Es gibt keine! « Bryan Kest
Fitness, die auf Ästhetik basiert, nährt lediglich das Ego, nicht den Geist. Sobald man sein Ego steigert, wird man verletzlicher und empfindlicher gegenüber den Vorkommnissen des Alltags, die sich unserer Kontrolle entziehen. Indem man sein Ego nährt, ignoriert man, was man tatsächlich braucht, um seinem Ego gerecht zu werden. Als Konsequenz beginnt man gegen sich selbst und sein Gesundheitsziel zu arbeiten und kreiert so noch mehr Unausgewogenheit.
Power Yoga zielt darauf ab, den höchsten Grad an Energie, Vitalität und Freiheit zu erreichen. Die einzige Art und Weise dies zu ermöglichen, ist, mit sich selbst und nicht gegen sich selbst zu arbeiten. Während wir sehr empfindsam arbeiten, erschaffen wir eine Umgebung, die heilend wirkt und die jeden Einzelnen würdigt – eine Umgebung, die unsere natürlichen Grenzen respektiert und mit ihnen arbeitet.
Auf diese Art kreieren wir eine Atmosphäre, die auf natürliche Ausdehnung und Wachstum zuträglich reagiert. Wir sind nicht daran interessiert, unsere Grenzen blind zu überschreiten, um an einen Ort zu gelangen, von dem wir – nach einer Art Gehirnwäsche – denken, nur dort glücklich zu werden.

Bryan zum Workshop in Italien.
Tatsache ist: wir sind alle grundverschieden: haben verschiedene Gesichter, Figuren, Größen und Persönlichkeiten. Wir sollten und können auch nicht alle den gleichen Körper haben. Unsere Lebenserfahrungen und genetischen Veranlagungen machen uns alle verschieden. Wahre Gesundheit und Vitalität entsteht, wenn man aufhört sich mit anderen zu vergleichen und mit anderen im Wettbewerb zu stehen und stattdessen beginnt auf die innere Stimme zu hören, die uns sagt, was wir brauchen. Wir müssen nicht den „perfekten Körper“ haben, wir müssen lediglich „unseren Körper“ haben. Indem wir das Kontroll-Ich ausschalten, können wir endlich unserer angeborenen Weisheit folgen, die darauf wartet, weiterlesen »
Autor: Silvio Fritzsche · Kommentieren
übung anreise asana atem atlantis bambuddha bar Cala Benirras essen Es Vedrá facebook fragen Gesundheit goa ibiza indien italien jivamukti katzen kinder krieger kumbhaka liechtenstein lucca mantra Meditation musik nadi pkw pranayama praxis Reise reisen santorini schwangerschaft sonnengruss strand toskan toskana urlaub vaduz wandern Wellness winter yoga