Yogatraumreisen

14.07.2009

Die wahre Seele von Power Yoga

»Im Power Yoga gibt es nur eine Regel. Es gibt keine! « Bryan Kest

Fitness, die auf Ästhetik basiert, nährt lediglich das Ego, nicht den Geist. Sobald man sein Ego steigert, wird man verletzlicher und empfindlicher gegenüber den Vorkommnissen des Alltags, die sich unserer Kontrolle entziehen. Indem man sein Ego nährt, ignoriert man, was man tatsächlich braucht, um seinem Ego gerecht zu werden. Als Konsequenz beginnt man gegen sich selbst und sein Gesundheitsziel zu arbeiten und kreiert so noch mehr Unausgewogenheit.

Power Yoga zielt darauf ab, den höchsten Grad an Energie, Vitalität und Freiheit zu erreichen. Die einzige Art und Weise dies zu ermöglichen, ist, mit sich selbst und nicht gegen sich selbst zu arbeiten. Während wir sehr empfindsam arbeiten, erschaffen wir eine Umgebung, die heilend wirkt und die jeden Einzelnen würdigt – eine Umgebung, die unsere natürlichen Grenzen respektiert und mit ihnen arbeitet.

Auf diese Art kreieren wir eine Atmosphäre, die auf natürliche Ausdehnung und Wachstum zuträglich reagiert. Wir sind nicht daran interessiert, unsere Grenzen blind zu überschreiten, um an einen Ort zu gelangen, von dem wir – nach einer Art Gehirnwäsche – denken, nur dort glücklich zu werden.

bryan

Bryan zum Workshop in Italien.

Tatsache ist: wir sind alle grundverschieden: haben verschiedene Gesichter, Figuren, Größen und Persönlichkeiten. Wir sollten und können auch nicht alle den gleichen Körper haben. Unsere Lebenserfahrungen und genetischen Veranlagungen machen uns alle verschieden. Wahre Gesundheit und Vitalität entsteht, wenn man aufhört sich mit anderen zu vergleichen und mit anderen im Wettbewerb zu stehen und stattdessen beginnt auf die innere Stimme zu hören, die uns sagt, was wir brauchen. Wir müssen nicht den „perfekten Körper“ haben, wir müssen lediglich „unseren Körper“ haben. Indem wir das Kontroll-Ich ausschalten, können wir endlich unserer angeborenen Weisheit folgen, die darauf wartet, weiterlesen »

Autor: Silvio Fritzsche   ·   Kommentieren