18.02.2010
Die Hatha-Pradipika ist einer der bedeutendsten Grundlagentexte des Hatha-Yoga. Sie wurde zwischen 1360 bis 1650 nach Christus von Svatmarama verfasst, der vorallem Körperhaltungen, Atemschulung und Mudras in den Mittelpunkt seines Werkes stellt. Es werden aber auch verschiedene Reinigungstechniken, übernatürliche Kräfte und der viergliedrige Yogaweg beschrieben.
Der Begriff Hatha bedeutet kraftvoll, gewaltsam, intensiv, geschickt. Auf mystische, geheime Weise soll Ha für Sonne und Tha für Mond stehen. Hatha-Yoga ist ein körperlicher Yoga, bei dem es in erster Linie um den energetischen Aspekt geht. Er entwickelte sich in der Zeit des Tantrismus. Der Autor „beleuchtet“ in seinem Buch, wie man Sonne und Mond verbindet. Oder anders gesagt: Harmonie der zwei Energien; Ha und tha. Ha und Tha stehen für die Dualitäten, die immer bestehen. Tha (Mond) das weibliche Element ist Shakti und wird lokalisiert am Beginn der unteren Wirbelsäule. Shakti ist der kühlende Fluss der durch Ida Nadi (Energiebahn) fließt. Ha (Sonne) ist das männliche Element, repräsentiert durch Shiva, mit Sitz am Scheitel des Kopfes. Shiva ist der wärmende Fluss der durch Pingala Nadi fließt. Vereinigen sich die Elemente Ha und Tha im Hauptenergiekanal (sushumnanadi) fällt der Schleier. Ein neues Bewusstsein entsteht. Du lässt Traum-, Wachbewusstsein sowie den unbewussten Tiefschlaf hinter dir. weiterlesen »
Autor: Silvio Fritzsche · Kommentieren
18.02.2010
Die Wechselatmung (nadhii = Energiekanal, shodhana = Reinigung) gehört zu den einfachsten – aber auch zu den wirkungsvollsten Atemtechniken im Yoga. Wie der Name bereits sagt, bewirkt diese Atmung die Reinigung der Nadhis. In den traditionellen Yogatexten wird von 72.000 Nadhis ausgegangen, die ähnlich wie unsere Blutgefässe den Körper durchziehen. Nur sind sie subitil, das heißt, nicht sichtbar. Sie befinden sich im Pranamaya Kosha, unserem Energiekörper.
Wie ein kleines Hindernis in einer Wasserpfeife den Rauch völlig abschneiden kann, so können „verstopfte“ Nadhis körperliche und geistige Schwere hervorrufen. Es geht also darum, Blockaden zu beseitigen und durchlässig zu werden. Die Energie soll frei fließen.
Oft wird auch ein zweiter Begriff verwendet: Anuloma Viloma, was mit Wechselatmung bzw. „gegen den Strich atmen “ übersetzt wird. Es sind zwei Begriffe, für eine Technik. weiterlesen »
Autor: Silvio Fritzsche · Kommentieren
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