8.03.2010
Fühlen Sie sich gestresst? Wodurch? Der menschliche Körper definiert sich aus einer Vielzahl von Wahrnehmungsprozessen, von denen nicht alle per se unbewusst bleiben müssen. Der Weg: Das Bewusstsein erhöhen. Genauer: Das Bewusstsein für den Moment des Erlebens erhöhen, in welchem sich eine Person gerade jetzt befindet. Das ist der erste Schritt für das Yoga.
Zwei Fragen haben dieselbe Antwort, nämlich: “Wo fühlen Sie sich am meisten gestresst?” und “Wo ist es möglich, in meinem Alltag Yogaübungen zu vollziehen?”. Die Antwort lautet in beiden Fällen: “Am Arbeitsplatz”. Probanden in den USA wurden im Spätsommer letzten Jahres darum gebeten, acht Wochen lang täglich 20 Minuten ihrer Mittagspause für Yoga und Meditation zu verwenden. Ein Fragebogen, den sie vorher und nachher ausfüllten, enthielt die Informationen, dass sich vorher sehr gestresste Menschen (bei gleichen beruflichen Anforderungen) innerhalb der zwei Monate in ruhigere, ausgeglichenere Gemüter “verwandelt” hatten. Auch fiel es ihnen leichter, abends einzuschlafen. weiterlesen »
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6.03.2010
Psychologen haben im Auftrag der Roehampton University (London), des Uniklinikums Hamburg-Eppendorf sowie auch der Techniker Krankenkasse (TK) Ende Februar 2010 einen Versuch durchgeführt – Probanden waren Studenten, die sich zeitlich einer Prüfung näherten. Es nahmen teil: 43 Frauen, 37 Männer im Durchschnittsalter von 23 Jahren.
Zunächst wurden Fragebögen dahin gehend ausgefüllt, um die Studenten zwischen Optimisten und Pessimisten zu unterscheiden: ob sie denn guten Mutes vorangingen oder aufgeben, wenn auch schon der geringste Zweifel bestünde. Weiterhin wurden die Probanden einmal vor und einmal nach ihrer Prüfung ärztlich untersucht.
Das Ergebnis: Der Einstellung der optimistischeren Personen in dieser Versuchsgruppe zufolge sind Prüfungsvorbereitungen generell eine positive Herausforderung und nicht im geringsten als eine psychische Belastung anzusehen – in dieser Gruppe hatte praktisch niemand auch nur eine Erkältung – weder vor der Prüfung noch nachher. Währenddessen tendierten hier die “Pessimisten” dazu, die nahende Prüfung als “Stress” oder “Belastung” zu bewerten – und genau in dieser Gruppe war eine weit höhere Infektionsanfälligkeit zu beobachten.
Bei Versuchen bzw. Forschungsergebnissen in Abhängigkeit einer so geringen Teilnehmergröße besteht stets noch Wiederholungs- und Reproduzierbarkeitsbedarf, das ist unstrittig. Dennoch hat dieses Ergebnis Aussagekraft: Es geht um die individuelle Perspektive auf das Leben, die überhaupt erst Wellness im weitergehenden Sinne ermöglicht. Hier, so mag man interpretieren, hatten es die “Optimisten” bereits als Glück bewertet, sich einer Prüfung stellen zu dürfen. Gemäß etwa dem Leitsatz: “Auch wenn ich diesmal nicht bestehe, bin ich für das nächste Mal umso besser vorbereitet.”
Die ein gutes Immunsystem haben, verfügen somit über eine niedrigere Reizschwelle, Glück zu empfinden. Ursache und Wirkung ist hier umkehrbar, d. h. auch “angelernte” Optimisten können ihr Immunsystem dazu bringen, stärker zu agieren. Sogenannter “Prüfungsstress” ist hingegen nicht nur das Phänomen einer bestimmten zeitlichen Phase (es ist ja offensichtlich, dass niemals Bewährungen nur auf einen einzigen Tag im Leben zentriert sind), sondern Personen, die eben auch öfter und schneller zur Mutlosigkeit tendieren, haben stets die Chance, das Glücklichsein zu erlernen (wenn auch zuweilen mit fachlicher Hilfe).
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2.03.2010
Das Deutsche hat mit allen anderen germanischen Sprachen eine Herkunft gemeinsam: nämlich das Indogermanische. Somit lässt sich heute noch so manches indisches Wort nahezu verstehen: zum Beispiel das Wort Yoga. Das entspricht dem deutschen Wort Joch: Es geht um etwas, worüber jeder Mensch ergebnisorientiert und ohne Abweichung Kontrolle ausüben kann. Bei Yoga ist es unweigerlich das eigene Selbst. Das ist unabhängig von Herkunft, Körpergröße, Gesundheit, Alter, Geschlecht und Alltagszusammenhang möglich – es geht um das Bewusstsein des Menschen, dass er sich als organische Einheit nach außen hin abgrenzt und nach innen hin nur noch dem eigenen Willen unterjocht. weiterlesen »
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20.02.2010
Wellness ist das Gegenteil von Illness (Krankheit) – klingt sprachlich logisch. Und vermutlich ist es auch so einfach. 1654 wurde das Wort bereits als “gute Gesundheit” definiert. Geht man jedoch der Frage nach, in welchen Zusammenhängen dieser Begriff im deutschen Sprachraum vorkommt, scheint diese Eindeutigkeit keinesfalls gegeben zu sein: Ob es um Mineral-, Salz-, Schwimmtherapie oder so vieles andere geht – ob Produkte und Dienstleistungen, die mit dem Wort “Wellness” markiert werden, bleiben die folgenden Fragen dem Grunde nach offen: Hat jeder Wellness nötig? Sind es nur Zielgruppen? Oder geht es nur um Kurpatienten? Ist in Wirklichkeit jeder krank? Oder nur dann gesund, wenn man einmal im Monat etwas “genommen” hat, das mit “Wellness” gekennzeichnet war?
Alles, was in der menschlichen Sprache mit dem Begriff “Ideal” gekennzeichnet wird, hat keine Entsprechung in der Wirklichkeit. Das heißt: Es gibt keinen Menschen (auch keinen Wellness-Kunden), der den idealen Gesundheitszustand erreicht – nicht nach den Kriterien auch nur irgendeiner medizinalen Wissenschaft. Anders gesagt: Die ideale Wellness gibt es nicht. Keiner macht sicherlich etwas falsch, wenn er sich nicht bewusst vergiftet, wenn er in Zufriedenheit seine körperlichen (und auch seelischen) Grenzen akzeptiert und wenn er sich schadhaften Impulsen aus seinem direkten Umfeld (Lärm-/Luftverschmutzung) abwendet. weiterlesen »
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14.07.2009
»Im Power Yoga gibt es nur eine Regel. Es gibt keine! « Bryan Kest
Fitness, die auf Ästhetik basiert, nährt lediglich das Ego, nicht den Geist. Sobald man sein Ego steigert, wird man verletzlicher und empfindlicher gegenüber den Vorkommnissen des Alltags, die sich unserer Kontrolle entziehen. Indem man sein Ego nährt, ignoriert man, was man tatsächlich braucht, um seinem Ego gerecht zu werden. Als Konsequenz beginnt man gegen sich selbst und sein Gesundheitsziel zu arbeiten und kreiert so noch mehr Unausgewogenheit.
Power Yoga zielt darauf ab, den höchsten Grad an Energie, Vitalität und Freiheit zu erreichen. Die einzige Art und Weise dies zu ermöglichen, ist, mit sich selbst und nicht gegen sich selbst zu arbeiten. Während wir sehr empfindsam arbeiten, erschaffen wir eine Umgebung, die heilend wirkt und die jeden Einzelnen würdigt – eine Umgebung, die unsere natürlichen Grenzen respektiert und mit ihnen arbeitet.
Auf diese Art kreieren wir eine Atmosphäre, die auf natürliche Ausdehnung und Wachstum zuträglich reagiert. Wir sind nicht daran interessiert, unsere Grenzen blind zu überschreiten, um an einen Ort zu gelangen, von dem wir – nach einer Art Gehirnwäsche – denken, nur dort glücklich zu werden.

Bryan zum Workshop in Italien.
Tatsache ist: wir sind alle grundverschieden: haben verschiedene Gesichter, Figuren, Größen und Persönlichkeiten. Wir sollten und können auch nicht alle den gleichen Körper haben. Unsere Lebenserfahrungen und genetischen Veranlagungen machen uns alle verschieden. Wahre Gesundheit und Vitalität entsteht, wenn man aufhört sich mit anderen zu vergleichen und mit anderen im Wettbewerb zu stehen und stattdessen beginnt auf die innere Stimme zu hören, die uns sagt, was wir brauchen. Wir müssen nicht den „perfekten Körper“ haben, wir müssen lediglich „unseren Körper“ haben. Indem wir das Kontroll-Ich ausschalten, können wir endlich unserer angeborenen Weisheit folgen, die darauf wartet, weiterlesen »
Autor: Silvio Fritzsche · Kommentieren
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