10.03.2010
Wellness, das “Wohlsein”, kann auf vielerlei Weise herbeigeführt werden – und viele Wellness-Angebote gibt es in der heutigen Zeit, deren einzelne Ursprünge nicht immer zurückverfolgt werden können. Eines ist jedenfalls sicher: Was der Mensch Tausende an Jahren mit sich nahm und weiter nimmt, kann nicht falsch für ihn sein. Warum nicht, das weiß man heute. Seinerzeit ahnte man es höchstens: Bei den Finnen und Römern ohnehin spielt aber auch von alters her die Sauna bei den Esten eine mehr als nur wesentliche Rolle. Dort war für die Vorfahren des heutigen Volkes klar, dass eine Sauna von guten Geistern beseelt ist – für die tägliche Reinigung des Einzelnen, für die zeremonielle Reinigung der Braut vor der Hochzeit, für die des Neugeborenen nach der Geburt, für die des Sterbenden vor seiner letzten Reise und für die desjenigen, der sich vor dem Eintritt in ein neues Jahr innerlich zu erneuern beabsichtigt.
Vieles gäbe es hier – der Vollständigkeit halber – über die Sauna an sich zu sagen, über Nebenwirkungen, über Kontraindikationen. Vieles auch über Möglichkeiten, die dem Menschen des 21. Jahrhunderts zur inneren oder äußeren Erneuerung zur Verfügung stehen. Doch im Folgenden soll allein die Frage kurz behandelt werden: Was hat sich an schulmedizinischer Erklärung bisher ergeben, dass man sich “wie neugeboren” fühlt nach dem Saunagang? weiterlesen »
Autor: Mike Müller · Kommentieren
8.03.2010
Fühlen Sie sich gestresst? Wodurch? Der menschliche Körper definiert sich aus einer Vielzahl von Wahrnehmungsprozessen, von denen nicht alle per se unbewusst bleiben müssen. Der Weg: Das Bewusstsein erhöhen. Genauer: Das Bewusstsein für den Moment des Erlebens erhöhen, in welchem sich eine Person gerade jetzt befindet. Das ist der erste Schritt für das Yoga.
Zwei Fragen haben dieselbe Antwort, nämlich: “Wo fühlen Sie sich am meisten gestresst?” und “Wo ist es möglich, in meinem Alltag Yogaübungen zu vollziehen?”. Die Antwort lautet in beiden Fällen: “Am Arbeitsplatz”. Probanden in den USA wurden im Spätsommer letzten Jahres darum gebeten, acht Wochen lang täglich 20 Minuten ihrer Mittagspause für Yoga und Meditation zu verwenden. Ein Fragebogen, den sie vorher und nachher ausfüllten, enthielt die Informationen, dass sich vorher sehr gestresste Menschen (bei gleichen beruflichen Anforderungen) innerhalb der zwei Monate in ruhigere, ausgeglichenere Gemüter “verwandelt” hatten. Auch fiel es ihnen leichter, abends einzuschlafen. weiterlesen »
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6.03.2010
Psychologen haben im Auftrag der Roehampton University (London), des Uniklinikums Hamburg-Eppendorf sowie auch der Techniker Krankenkasse (TK) Ende Februar 2010 einen Versuch durchgeführt – Probanden waren Studenten, die sich zeitlich einer Prüfung näherten. Es nahmen teil: 43 Frauen, 37 Männer im Durchschnittsalter von 23 Jahren.
Zunächst wurden Fragebögen dahin gehend ausgefüllt, um die Studenten zwischen Optimisten und Pessimisten zu unterscheiden: ob sie denn guten Mutes vorangingen oder aufgeben, wenn auch schon der geringste Zweifel bestünde. Weiterhin wurden die Probanden einmal vor und einmal nach ihrer Prüfung ärztlich untersucht.
Das Ergebnis: Der Einstellung der optimistischeren Personen in dieser Versuchsgruppe zufolge sind Prüfungsvorbereitungen generell eine positive Herausforderung und nicht im geringsten als eine psychische Belastung anzusehen – in dieser Gruppe hatte praktisch niemand auch nur eine Erkältung – weder vor der Prüfung noch nachher. Währenddessen tendierten hier die “Pessimisten” dazu, die nahende Prüfung als “Stress” oder “Belastung” zu bewerten – und genau in dieser Gruppe war eine weit höhere Infektionsanfälligkeit zu beobachten.
Bei Versuchen bzw. Forschungsergebnissen in Abhängigkeit einer so geringen Teilnehmergröße besteht stets noch Wiederholungs- und Reproduzierbarkeitsbedarf, das ist unstrittig. Dennoch hat dieses Ergebnis Aussagekraft: Es geht um die individuelle Perspektive auf das Leben, die überhaupt erst Wellness im weitergehenden Sinne ermöglicht. Hier, so mag man interpretieren, hatten es die “Optimisten” bereits als Glück bewertet, sich einer Prüfung stellen zu dürfen. Gemäß etwa dem Leitsatz: “Auch wenn ich diesmal nicht bestehe, bin ich für das nächste Mal umso besser vorbereitet.”
Die ein gutes Immunsystem haben, verfügen somit über eine niedrigere Reizschwelle, Glück zu empfinden. Ursache und Wirkung ist hier umkehrbar, d. h. auch “angelernte” Optimisten können ihr Immunsystem dazu bringen, stärker zu agieren. Sogenannter “Prüfungsstress” ist hingegen nicht nur das Phänomen einer bestimmten zeitlichen Phase (es ist ja offensichtlich, dass niemals Bewährungen nur auf einen einzigen Tag im Leben zentriert sind), sondern Personen, die eben auch öfter und schneller zur Mutlosigkeit tendieren, haben stets die Chance, das Glücklichsein zu erlernen (wenn auch zuweilen mit fachlicher Hilfe).
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2.03.2010
Das Deutsche hat mit allen anderen germanischen Sprachen eine Herkunft gemeinsam: nämlich das Indogermanische. Somit lässt sich heute noch so manches indisches Wort nahezu verstehen: zum Beispiel das Wort Yoga. Das entspricht dem deutschen Wort Joch: Es geht um etwas, worüber jeder Mensch ergebnisorientiert und ohne Abweichung Kontrolle ausüben kann. Bei Yoga ist es unweigerlich das eigene Selbst. Das ist unabhängig von Herkunft, Körpergröße, Gesundheit, Alter, Geschlecht und Alltagszusammenhang möglich – es geht um das Bewusstsein des Menschen, dass er sich als organische Einheit nach außen hin abgrenzt und nach innen hin nur noch dem eigenen Willen unterjocht. weiterlesen »
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20.02.2010
Wellness ist das Gegenteil von Illness (Krankheit) – klingt sprachlich logisch. Und vermutlich ist es auch so einfach. 1654 wurde das Wort bereits als “gute Gesundheit” definiert. Geht man jedoch der Frage nach, in welchen Zusammenhängen dieser Begriff im deutschen Sprachraum vorkommt, scheint diese Eindeutigkeit keinesfalls gegeben zu sein: Ob es um Mineral-, Salz-, Schwimmtherapie oder so vieles andere geht – ob Produkte und Dienstleistungen, die mit dem Wort “Wellness” markiert werden, bleiben die folgenden Fragen dem Grunde nach offen: Hat jeder Wellness nötig? Sind es nur Zielgruppen? Oder geht es nur um Kurpatienten? Ist in Wirklichkeit jeder krank? Oder nur dann gesund, wenn man einmal im Monat etwas “genommen” hat, das mit “Wellness” gekennzeichnet war?
Alles, was in der menschlichen Sprache mit dem Begriff “Ideal” gekennzeichnet wird, hat keine Entsprechung in der Wirklichkeit. Das heißt: Es gibt keinen Menschen (auch keinen Wellness-Kunden), der den idealen Gesundheitszustand erreicht – nicht nach den Kriterien auch nur irgendeiner medizinalen Wissenschaft. Anders gesagt: Die ideale Wellness gibt es nicht. Keiner macht sicherlich etwas falsch, wenn er sich nicht bewusst vergiftet, wenn er in Zufriedenheit seine körperlichen (und auch seelischen) Grenzen akzeptiert und wenn er sich schadhaften Impulsen aus seinem direkten Umfeld (Lärm-/Luftverschmutzung) abwendet. weiterlesen »
Autor: Mike Müller · Kommentieren
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