12.10.2010
Tadasana, die Berghaltung ist die wichtigste Haltung im Yoga. Sie bildet die Basis für alle weiteren Standhaltungen, daher ist es wichtig, ihr eine besondere Aufmerksamkeit zu schenken.

Tada bedeutet aus dem Sanskrit übersetzt Berg und steht für Stabilität und Standfestigkeit. Wenn Sie Tadasana richtig ausführen und regelmäßig üben, können Sie damit nicht nur Ihre Körperhaltung verbessern, sondern auch Ihr Gleichgewicht trainieren. Durch das gleichmäßig verteilte Körpergewicht entlasten Sie Hüftgelenke und Beine und Ihrer Wirbelsäule fällt es leichter Sie aufzurichten.
Je länger Sie in dieser Haltung stehen, desto intensiver sind Sie mit dem Boden verbunden. Was sagte Patanjali in Yoga Sutra II.46 „Die Verbindung zur Erde sollte stets stabil und glücklich sein.“
Diese Verbindung erfolgt in erster Linie über unsere Füße, doch leider sind wir uns dieser Tatsache kaum mehr bewusst. Denn statt so oft wie möglich barfuß zu gehen, zwängen Frauen Ihre Füße oft in zu enge und zu hohe Schuhe und Männer tragen viel zu oft „ausgetretene“ Turnschuhe. Die Folge: Hühneraugen, Blasen, Plattfüße, um nur einige Beispiele zu nennen. weiterlesen »
Autor: Silvio Fritzsche · 1 Kommentar
4.05.2010
Mit der Einatmung führen sie den rechten Arm über den Kopf und mit der Ausatmung führen sie den linken Arm von unten hinten Ihren Rücken verschränken die Finger. Ihre Schultern bringen Se zurück. Schicken Sie ihren Atem u den Schultern und zum oberen Rücken. Falls es Ihnen nicht möglich ist, die Finger zu zusammen zu führen, können Sie auch einen Gurt als Hilfsmittel verwenden.
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3.05.2010
Wie bringen wir Stabilität und Leichtigkeit in unser Leben?
Die Antwort auf diese so wichtige Frage ist leicht gefunden. Wir können Yoga üben. In und durch die Praxis können wir diese Qualitäten von Leichtigkeit und Stabilität erfahren. Patanjali beschreibt in seinem Yoga Sutra 2.24 die Körperhaltungen mit Stira Sukham Asanam. „Der Sitz sollte stabil und bequem sein.“ Dieses Prinzip ist nicht nur auf die Yogapraxis bezogen. Wenn wir es schaffen, diese Haltung auch in unser Leben zu integrieren, können wir uns den vielen täglichen Herausforderungen besser stellen und wir bleiben im Gleichgewicht.
Wir haben es selbst in der Hand, wie wir unser Leben gestalten. Wir müssen weder allein alles bewältigen, noch müssen wir Angst vor den Aufgaben in unserem Leben haben. Es liegt an uns selbst, wie wir mit Leistungsdruck und so mancher anspruchsvollen Lebenssituation umgehen. Sind wir hektisch, verkrampft, angespannt oder können wir die dinge mit Abstand betrachten? Die Kunst mit Druck gelassen umzugehen, ist erlernbar.
Oft ist es wichtig, wenn wir eine persönliche Rückzugsmöglichkeit finden. Nach einem Streitgespräch hilft es, einfach eine Nacht drüber zu schlafen und nicht seinen „Gegner“ mit neunen verbalen Aussagen und vielleicht auch Verletzungen „platt“ machen zu wollen. Am nächsten Tag sieht die Lage schon viel entspannter aus. Es kann auch hilfreich sein, einfach fünfmal tief ein und auszuatmen. Probier es aus, wie leicht das sein kann. Wie beim Bogenschießen, können wir in einem persönlichen Rückzug neue Kraft sammeln, um unser Ziel nicht zu verfehlen.
Das Wechselspiel aus Entspannung und Anspannung, aus Anstrengung, Disziplin und Hingabe ist ein spannendes Feld. Yoga ist das Spiel mit den Dualitäten, um immer wieder aufs Neue seine Mitte zu finden. Treffen die beiden Pole aufeinander und verschmelzen, so kann sich ein magischer Zustand ergeben. Patricia Thielemann beschreibt das so: „ Hier, an diesem Schnittpunkt, wird immer wieder neu der Funke des Universellen geboren.“
Im Yoga ist es wichtig, dass wir uns vom Groben zum Feinen hin arbeiten. Durch Disziplin und Durchhaltevermögen bauen wir unser Fundament, um ersten im nächsten Schritt darauf aufbauen zu können und zu wachsen. Dieses Fundament bildet die Stabilität in unserem Leben. Mit dieser Stabilität schaffen wir gleichzeitig auch Beständigkeit in einer so schnelllebigen Zeit. Durch unsere Übungspraxis können dem Hier und Jetzt ins Auge sehen und können die Leichtigkeit des Lebens genießen.
Patricia Thielemann von den Berliner Spirit Yogastudio beschreibt das Herangehen an eine Asanapraxis wie folgt:
„Es ist also sinnvoll eine Yogahaltung erst mal mit Leib und Seele anzunehmen. Dies bedeutet keineswegs die eigenen Grenzen zu missachten oder sich in einer bestimmten Haltung schonungslos zu quälen. Es geht stattdessen, um die bewusste Auseinandersetzung mit sich selbst, darum gezielt Kraft aufzubauen und darüber hinaus eine Reflektionsfläche zu schaffen, anhand derer dann ganz konkret Gelassenheit geübt werden kann. Nicht selten wird der Aspekt der Kraft im Yoga missverstanden – so besteht die Gefahr, die bewusste Yogaübungspraxis zu einem seelenlosen Fitness Programm zu reduzieren oder anders herum im Yoga nichts anderes als Entspannung zu sehen. Wer allerdings achtsam übt, wird die Komplexität des Ganzen mit der Zeit erfassen und mehr und mehr in der Lage sein, die verschiedenen Aspekte bewusst zu integrieren. Durch dieses harmonische Zusammenspiel der Gegensätze enthüllt sich die Fülle des Daseins.“
Eine Sequenz an kraftvollen Kriegerhaltungen mit verschiedenen Variationen bietet der kleine Workshop. Viel Spaß beim Üben.
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18.02.2010
Die Hatha-Pradipika ist einer der bedeutendsten Grundlagentexte des Hatha-Yoga. Sie wurde zwischen 1360 bis 1650 nach Christus von Svatmarama verfasst, der vorallem Körperhaltungen, Atemschulung und Mudras in den Mittelpunkt seines Werkes stellt. Es werden aber auch verschiedene Reinigungstechniken, übernatürliche Kräfte und der viergliedrige Yogaweg beschrieben.
Der Begriff Hatha bedeutet kraftvoll, gewaltsam, intensiv, geschickt. Auf mystische, geheime Weise soll Ha für Sonne und Tha für Mond stehen. Hatha-Yoga ist ein körperlicher Yoga, bei dem es in erster Linie um den energetischen Aspekt geht. Er entwickelte sich in der Zeit des Tantrismus. Der Autor „beleuchtet“ in seinem Buch, wie man Sonne und Mond verbindet. Oder anders gesagt: Harmonie der zwei Energien; Ha und tha. Ha und Tha stehen für die Dualitäten, die immer bestehen. Tha (Mond) das weibliche Element ist Shakti und wird lokalisiert am Beginn der unteren Wirbelsäule. Shakti ist der kühlende Fluss der durch Ida Nadi (Energiebahn) fließt. Ha (Sonne) ist das männliche Element, repräsentiert durch Shiva, mit Sitz am Scheitel des Kopfes. Shiva ist der wärmende Fluss der durch Pingala Nadi fließt. Vereinigen sich die Elemente Ha und Tha im Hauptenergiekanal (sushumnanadi) fällt der Schleier. Ein neues Bewusstsein entsteht. Du lässt Traum-, Wachbewusstsein sowie den unbewussten Tiefschlaf hinter dir. weiterlesen »
Autor: Silvio Fritzsche · Kommentieren
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