Yogatraumreisen

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4.04.2010

Katalanien, Vulkane und fruchtbare Vegetation

Der Naturschutzpark “Vulkane der Garrotxa” ist im Jahre 1982 von der Regierung Katalaniens als solcher ausgewiesen worden. Seine Ausdehnung ist 120 Quadratkilometer und in ihm befinden sich elf Gemeinden (mit insgesamt 40.000 Einwohnern), mehr als vierzig Vulkane, mehr als zwanzig Lavaflüsse und sogar noch zwanzig unterschiedliche Naturschutzgebiete – die Vulkane sind nicht erloschen, wenn sie auch zuletzt nicht später als vor 10.000 Jahren ausgebrochen waren.

Innerhalb dieses Naturparks besteht die Landschaft namens “Vora Tosca” – wie eine Mondlandschaft zieht sie sich dahin, nachdem sie vor 11.000 Jahren durch den bisher letzten Ausbruch des Vulkans namens “Croscat” geformt wurde. Zweihundert Vulkansteinfelder und -gärten befinden sich in dieser Landschaft; die Felder zeichnen sich durch die Umrandung aus vulkanischen Steinen aus, die durch Torbögen unterbrochen werden. Charakteristisch für diese geheimnisvoll anmutende, aber als Naturgebiet attraktive Gegend, sind auch Vulkansteinhöhlen – die meisten davon natürlich entstanden, einige jedoch auch künstlich eingefügt. Vorwiegend werden Getreide, Bohnen und Kartoffeln angebaut, jedoch seit den 1960er Jahren kein Wein mehr. Die dreißig erloschenen Vulkane sind für den Betrachter ein Sinnbild von Naturgewalt und ästhetischem Schönheitsempfinden – grauer Granit herrscht als Gesteinsart hier vor, welcher auch in den Bauernhäusern verarbeitet wurde. An Regen fällt hier doppelt so viel wie in der Umgegend – aber genau dies verhilft der Vulkanerde zu einer üppigen Vegetation und guter Fruchtbarkeit. Für Sommerbesuche ist diese Region ein guter Reisetipp – denn stets sind hier kühle Brisen zu verspüren, die zwischen hohen Bäumen, die die Hitze abhalten, eine Wohltat darstellen können. Auch Stürme gehören hier zur Jahresordnung – wie in anderen Vulkangegenden auch, sind plötzliche Wetterwechsel durchaus möglich und überraschend.

Dieses Gebiet hat einen besonderen Reiz: Naturschutz und Wirtschaft dürfen miteinander vorsichtig kombiniert werden. Geschützt werden in jedem Fall das Vulkangestein, welches nur begrenzt abgebaut wird. Jedoch ebenso die 1.200 Pflanzenarten und 237 Tierarten sollen bewahrt werden, die beide endemisch, d. h., eigentlich nur hier vorkommen.

Autor: Silvio Fritzsche   ·   Kommentieren

1.04.2010

Akupunktur schaltet Schmerz aus

Neue Forschungen im Jahre 2010 über die Wirksamkeit der Akupunktur auf das Gehirn scheinen ein erster Schritt dazu sein, die komplexen Wirkungswege der Akupunktur besser zu verstehen und diese Behandlungswege in einem breiteren Maße anwenden zu können. Denn: Die neueste Ausgabe der Zeitschrift Brain Research enthält Forschungsergebnisse, die kurz zuvor in den universitätsmedizinischen Abteilungen von York und Hull erworben wurden. Akupunktur hat demnach einen entscheidenden Effekt auf bestimmte neuronale Strukturen; nämlich Schmerzempfindungsbereiche im Gehirn werden völlig ausgeschaltet. Es ist nahezu das erste Mal, so ließen die beteiligten Neurowissenschaftler verlauten, dass man die Wirksamkeit von Akupunktur in einer beschreibbaren, intersubjektiv nachvollziehbaren und besser verstehbaren Weise feststellen konnte – bisher jedoch handelt es sich um eine Korrelationswahrnehmung. Das heißt: Ursache und Wirkung lassen sich noch nicht chemisch erklären.

In England wurde 2009 erstmals Akupunktur in den Katalog staatlich gedeckter Behandlungsmethoden aufgenommen. Als Indikationen gelten hier bereits leichte Rückenschmerzen, die dann entsprechend über drei Monate bei maximal 10 Sitzungen so behandelt werden. Weitere Forschungen in York sind damit befasst, die Wirtschaftlichkeit von Akupunktur ebenfalls für das Reizdarmsyndrom und Depressionen so abzuwägen, dass sie nicht privat, von Patientenseite aus, bezahlt werden müssen – so wie es bisher dort üblich war. Bisherige Studien haben bereits gute Behandlungsergebnisse bei Migräne oder auch Arthritis gezeigt. Würde nun Akupunktur tatsächlich vollständig für das Register der staatlich bezahlten Grundsicherung zugelassen, könnte eine beachtliche Palette an medizinischen Problemen ohne Nebenwirkungen, ohne Zusatzkosten und völlig chemiefrei behandelt werden. In Deutschland ist in Einzelfällen die Zahlung über die Gesetzliche KV bereits zugelassen, aber z. B. nicht bei Migräne.

Am frühesten in der Menschheitsgeschichte wird Akupunktur im 2. Jahrhundert vor Christus in China dokumentiert; in den darauf folgenden vier Jahrhunderten wurden im Lande dann von verschieden Ärzten ausführliche Beschreibungen bzw. Zeichnungen über insgesamt 160 Körperpunkte gesammelt, die per Nadel dann behandelt werden.

Autor: Silvio Fritzsche   ·   Kommentieren

30.03.2010

2010: Eröffnung des Tiroler Gletscherparks

Auf über 3.000 m Höhe: Der Tiroler Gletscherpark, erstmals eröffnet 2010, liegt zwischen Pitztal und Kaunertal. Wasserfälle, Wald, Felswüsten, zumindest noch für einige Jahre ewiges Eis erweisen sich dem Wanderer und Reisenden als ein äußerst überwältigendes und beeindruckendes Landschaftsbild – Edelweiß, Silberwurz sind tatsächlich beobachtbar, genauso wie auch Murmeltiere und Steinböcke. Geografisch werden im Tiroler Gletscherpark genau fünf Elemente in eine zugängliche Erlebnisregion, aber gleichzeitig als unveränderbar erklärtes Naturschutzgebiet vereinigt: Der Pitztaler Gletscher, der Kaunertaler Gletscher, das Gebiet um den Rifflsee, den Fendels sowie die Kaunertaler Gletscherstraße; infrastrukturell erschlossen durch die Imster- und Hochzeiger Bergbahnen und anschaulich erklärt durch das Naturparkhaus. Dieses enthält eine Ausstellung, die mittels verschiedener Medien den Besucher auf die verschiedenen Lebensräume des Naturparks hinweist, ohne dass Bergsteiger dort Zutritt hätten – auch wird aus geologischer Sicht über frühere Zustände der umgebenden Bergformationen anschaulich informiert. Führungen durch erfahrene Experten in die Kaunertaler Gletscherspalte werden in regelmäßigen Abständen für gut ausgestattete Gruppen veranstaltet, einerseits um die Ehrfurcht vor Eis, Natur und Schönheit zu intensivieren, und andererseits, um dem professionellen, wie auch dem Hobbyfotografen Bilder einzigartiger Schnee- und Naturschönheit und Schluchtensichten zugänglich macht.

Mit 3.440 Metern ist es tatsächlich der höchste Seilbahn-Punkt in ganz Österreich, auf den die Pitztaler Gletscherbahn trägt – eine leichte Tagestour bringt den Wanderer auf den Gipfel der Wildspitze mit 3.774 Metern. Der Blick von dort oben sieht in etwa so aus (abhängig von der jeweiligen Position des Schauenden): http://www.alpen-panoramen.de/panorama.php?pid=2946. Es sind die Berner Alpen (westlich) sowie die Schobergruppe (östlich), die das Sichtfeld abgrenzen: Ohne Erdkrümmung würde man noch weiter sehen. Die Erstbesteigung des Südgipfels (damals noch gänzlich ohne den Gedanken an eine Seilbahn) erfolgte im Jahre 1848 (Leander Klotz und Begleitung) – mittlerweile ist bereits der Nordgipfel abgeschmolzen, sodass derzeit der Südgipfel tatsächlich als Hauptgipfel gilt (wie lange, kann selbstverständlich nicht abgeschätzt werden).

Autor: Silvio Fritzsche   ·   Kommentieren

28.03.2010

Yoga, Schwangerschaft und Loslassen

Den Körper zur Ruhe bringen

Yoga – wie allgemein bekannt – ist nichts anderes als eine vielfältige Sammlung von Strategien, um den eigenen Körper als Bewusstseins-Einheit zu erfahren. Das sagt sich jetzt sicher viel zu knapp und jeder, der für sich Yoga lernt, herleitet und praktisch erfährt, wird seine eigenen Worte finden. Insbesondere Schwangere: Einmal in eine solche Lage versetzt, erfährt sich jede Frau in einer Phase von vielen Verwandlungen, die ungewohnt sind, die zuweilen unbewusst abgelehnt werden und gerade dann Verspannung und Schmerzen erzeugen.

Den Beschwerden einen Riegel vorschieben

Yoga hilft auch hier. Der mental-bewusstseinsorientierte Ansatz ist – wie gewohnt – dass die Frau ihren Körper auch weiterhin als gesunde Einheit akzeptieren und erfahren darf – ungeachtet von Veränderungen und auch ungeachtet, dass es sich um ein weiteres Menschenleben handelt. Die medizinischen Auswirkungen jedoch sind klar beobachtbar: Klassische Schwangerschaftsbeschwerden können durch Yoga strikt vermieden werden.

Dem Loslassen Stabilität bahnen

Denn: Pranayama, die yogische Atemmethode versorgt nicht nur Mutter und Kind für die Dauer einer Übung mit einem ausgedehnten Maß an Sauerstoff, sondern stillt auch die sonst üblichen Schmerzen und ist in der Lage, die Beckenmuskulatur zu kräftigen – und straffen auch die Bauchdecke “danach”. Auch auf den Hormonhaushalt kann Yoga einwirken. Bei Frauen, die zu schnell nach der Schwangerschaft “so tun, als ob nichts gewesen sei”, ist mit höherer Wahrscheinlichkeit mit länger anhaltenden Entbindungsproblemen zu rechnen. Aus diesem Grund und der Tendenz von vielen Müttern, sich durch ihre gewachsenen Aufgaben wieder recht schnell zu belasten. Diesem wird durch spezielle Anleitung bei yogageführten “Rückbildungskursen” für neue Mütter entgegengekommen. Sich auf das, was geschieht, geistig und körperlich vollständig einzulassen, meint nämlich auch, dem Verhältnis zwischen Mutter und Neugeborenen durch bestimmte Anreize nach der Entbindung zwei Chancen zu geben: Auf der einen Seite “begreift” die Frau mental sich selbst einerseits als auch weiterhin verantwortliche Mutter, andererseits hat sie etwas losgelassen, das einmal Teil von ihr gewesen war.

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27.03.2010

J wie Jivamuktiyoga

„Jiva“kommt aus dem Sanskrit und wird übersetzt mit: Seele. „Mukti“ heißt „Befreiung“. Jivamukti – Befreite Seelen.

Jivamuktiyoga ist für uns pure Inspiration. Hier haben wir unsere Wurzeln und hier fühlen wir uns immer wieder zu Hause. Diese moderne Yogamethode wurde in den 80’er Jahren von den Künstlern David Life und Sharon Gannon entwickelt. Jivamukti Yoga ist auch eine Hatha Yoga Methode und beruht auf fünf Säulen, die keiner Yogastunde fehlen dürfen:

  • Schriften
  • Hingabe
  • Gewaltlosigkeit
  • Klang und Meditation

Zu Beginn einer Yogastunde werden gemeinsam indische Mantras rezitiert und jeder Teilnehmer schwingt sich auf die Yogastunde ein. Raus aus dem Alltag und rein in den Körper! Weiter geht es mit klassischen Pranayama Techniken, die die Energie in uns freisetzen. Ja, und dann kommt das was, ich so liebe. Die Sonnengrüße werden mit peppiger Musik eingeläutet und man schwebt von einer Position in die andere. Kraft, Hitze, Leichtigkeit und viel Freude kommen auf. Der Köper wird heiß und der Atem wird länger, feiner und tiefer. Neben dem dynamischen Üben kommen auch exakte Körperarbeit mit Unterstützung von Decken, Blöcken und Gurten nicht zu kurz. Jivamuktiyoga ist vielseitig und bezieht alle Aspekte des Lebens mit ein. Die Stunde endet mit einer Tiefenentspannung. Wer Glück hat, bekommt eine wohltuende Nackenmassage und man kann noch mehr abschalten und loslassen. Nach ein paar Minuten holen die Klänge des Harmonium die Teilnehmer zurück in eine „aufgerichtete Sitzhaltung“ und die Stunde wird mit „Om, shanti, shanti, shanti“ besiegelt.

Jivamukti Yoga goes Tuscany

Mit Nadine Weerts haben wir eine Jivamuktiyoga-Lehrerin an Bord. Nadine unterrichtet im Münchner Jivamuktiyoga-Studio und ab 2010 gehört sie zum Yogatraumreise-Team.

Jivamukti Yoga Video
 

Autor: Silvio Fritzsche   ·   Kommentieren

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