10.04.2010
So pünktlich, wie ein menschlicher Körper
Ein Organismus ist ein kompliziertes Zusammenspiel von Funktionen, Zuständigkeiten, zeitlichen Abhängigkeiten. Dass man vom Arzt oder Apotheker geraten bekommt, ein Präparat alle 24 Stunden zu nehmen, hat seinen Sinn: Denn jedes der menschlichen Organe fährt ein- oder höchstens zweimal am Tag Maximalleistung.
Um drei Uhr morgens (bis fünf) beginnt die Lunge, zwischen drei und vier ist die Tiefschlafphase am höchsten, denn Melatonin wird ausgeschüttet. Hier zeigt es sich, warum Nachtarbeiter definitiv niemals wirklich gut schlafen, es sei denn, wenn sie nicht zur Arbeit gehen: Sie verpassen einfach den vom menschlichen Körper angebotenen Sonderservice in Sachen Schlaf. Weiter geht der “Maximalfahrplan”: Von 4 – 5 Uhr morgens läuft einmal der Blutdruck seinen Maximaltest (deshalb frieren die Menschen, die um diese Zeit generell wach sind, normalerweise – es ist völlig gesund!).
Und warum Männer morgens Dinge wollen, mit denen sie nicht immer auf Anerkennung stoßen: von 5 – 6 fährt einmal das Testosteron “hoch”. So geht es den ganzen Tag weiter: 6 Uhr wecken (Kortisol), 7 – 9 Uhr Verdauung, 8 Uhr Hormonproduktion, von 9 – 10 heilt der Körper am besten, das Kurzzeitgedächtnis hat sein Hoch zwischen 10 und 11 (Prüfungen zwischen 9 und 11 am besten), 13 Uhr Mittagsruhe, 14 Uhr geringe Schmerzempfindung, 15 Uhr Mittagsruhe beendet, dann kommt das Langzeitgedächtnis bis 16 Uhr (dann 2. “Testlauf” von Blutdruck/Kreislauf), 17-19 Uhr ist es dann die Niere, bevor der Körper dann Ruhe verlangt. Unter anderem folgt in der Nacht dann das Immunsystem zwischen 22 und 23 Uhr und die maximale Leberentgiftung zwischen 1 und 3 Uhr. Diese Aufzählung (die noch nicht alles nennt) mag als kleine Orientierung dienen, auf den eigenen Körper etwas besser zu achten, besser den Tag zu planen (gerade bei Schülern und Studenten) und (als Beispiel für alles andere) darauf zu beharren, dass, wenn man Leberkrebs hat, die Chemotherapie zur aktivsten Zeit der Leber stattfindet und sonst nicht.
Übrigens: Ab 0 Uhr erzeugt es die Bio-Uhr unter anderem, dass für eine Stunde lang die Schreckhaftigkeit am höchsten ist. Wer hätte das gedacht.
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8.04.2010
Kulturstädte 2011 – Reisen, staunen und erleben
Die finnische Stadt Turku bereitet sich auf ihren Auftritt als europäische Kulturhauptstadt (“Turku in Flammen”) im Jahre 2011 vor und bittet ihre Bürger, Ideen für eine diesbezügliche Gestaltung und Ausstattung einzureichen – nicht nur Turku, sondern auch Tallinn, die Hauptstadt von Estland ist im nächsten Jahr Kulturhauptstadt. In diesem Zusammenhang werden die beiden Städte miteinander zusammenarbeiten und es eben gerade nicht als das verbriefte Recht von bereits etablierten Sängern z. B. betrachten, hier “mitzumachen”.
An der Open-Air-Show am 15. Januar 2011 wirken z. B. 2.000 Stadtbewohner mit – alle 177.000 Einwohner haben das gleiche Recht, mitzuwirken und ließen bis jetzt ein Musical entstehen namens “1827 – Infernal Music” oder eine Fabrikhalle wurde zur 11.000-Quadratmeter-Fläche Ausstellungszentrum umgebaut – mit 1.200 Plätzen. Eine Reise wird dies wert sein – gerade auch wenn Künstler 876 Farbtöne in die Polarnacht projizieren wollen. Es handelt sich darum, darauf hinzuweisen, dass Turku bereits viermal nahezu durch einen Brand ausgelöscht wurde, sich dennoch immer wieder neu zu einer Art Kulturmetropole etablieren konnte.
Turku ist im 13. Jahrhundert gegründet worden und bildet gegenwärtig den drittgrößten Ballungsraum Finnlands, evangelischer Bischofssitz und Universitätsstadt. Die Stadt ist zweisprachig, nämlich auch schwedisch. Die Burg Turku liegt in der Nähe des Hafens – und ist das größte erhaltene mittelalterliche Gebäude im Land. Nach mehrfachen Umbauten ist sie nun in der derzeitigen Form seit dem 16. Jahrhundert so erhalten geblieben, wie es dem Renaissance-Stil entspricht. Im 2. Weltkrieg erlitt die Burg Beschädigungen, die nicht ohne Weiteres behoben werden konnten. So dauerte es nahezu 20 Jahre, nämlich bis 1961, bis Renovierungen sorgfältig historischen Grundlagen angepasst werden konnten und seither wieder, auch im Rahmen des nun bestehenden “Historischen Museums der Stadt Turku”, Besuchern Burggeschichte präsentieren. So wird Turku eine Reise wert sein im nächsten Jahr: Mut, Engagement und Bürgerinitiativen formen eine Ausstellung – dieselben Tugenden, die nur eine Geschichte des ständigen Wiederaufbaus möglich machen konnten und können.
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7.04.2010
K wie Kinder
Kinder sind unsere Zukunft. Kinder sind die Helden von Morgen und sie haben Yoga bereits im Blut. Auf allen unseren Yogareisen sind Kinder willkommen und erwünscht. Sie (die Eltern natürlich) bezahlen einen ermäßigten Betrag für Essen und Unterkunft und die Teilnahme am Yoga ist freigestellt. In der Toskana gibt es für Kinder viel zu entdecken und auszuprobieren. Es gibt einen Trampolin, Tischtennis und was absolut super ist: die Kinder können Zelten oder in einer der mongolischen Jurten übernachten.
Impressionen Kinder zum Yoga in Italien
(Bitte auf das jeweilige Bild klicken)
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6.04.2010
Ein Versuch, Yoga und eine Korrelation
Meditation ist Tradition seit Jahrhunderten – mit dem Anspruch, die Seele zu beruhigen und inneren Frieden zu erlangen. Die Zeitschrift “Psychological Science” nun dokumentierte im Jahre 2009 die Beweisführung, dass eine bestimmte Form der Meditation vorübergehend die menschliche Fähigkeit schärft, Eindrücke des räumlichen Sehens quasi als bewusste Langzeiterinnerung zu speichern.
Es hatte immer schon Beispiele von buddhistischen Mönchen gegeben, die sich nahezu fotografisch eine visuelle Wahrnehmung stundenlang einzuprägen vermochten. Es ist hingegen normal, dass man eigentlich bereits nach wenigen Sekunden nicht mehr in der Lage wäre, jedes Detail eines Sichteindrucks zu erinnern. Nun hatte man an der George Mason University (Washington, D. C.) den folgenden Versuch durchgeführt:
Drei Gruppen Probanden bekamen die Aufgabe, sich in aller Deutlichkeit ein dreidimensionales Bild einzuprägen. Dann folgte die eine der göttlichen Yoga-Meditation, die andere einer beliebigen, nicht auf ein bestimmtes Bild fixierte Meditation und die dritte gar keiner Meditationstechnik. Danach wurden Aufgaben gestellt, die sich auf das Erinnern des dreidimensionalen Bildes bezogen (z. B. im Detail beschreiben oder es aus einer Anzahl anderer sehr ähnlicher Bilder herauszusuchen).
Die göttliche Yoga-Meditation beinhaltet, ein jeder möge sich auf ein Bild konzentrieren, was ihm am meisten bedeutet (normalerweise ein religiöses Bild des individuellen Glaubens), die andere Meditationsstrategie beinhaltet, sich gar kein Bild anzusehen, sondern seinen Gedanken zu folgen.
Bei diesem Versuch nun waren es die Yoga-Teilnehmer, die die Erinnerungsaufgaben am besten lösten; d. h., unabgeschlagen prägte sich bei ihnen am besten, sichersten und längsten das ursprüngliche Merk-Bild ein. Der Versuch ergab – wie so oft – nur eine Korrelation (eine zufällige Gleichzeitigkeit) und erklärte überhaupt nichts.
Aber die Hoffnung besteht, dass jahrtausendealtes Yoga doch einen bestimmten Sinn beinhaltet; insbesondere, wenn es hierbei darum geht, den menschlichen Körper als das zu sehen, was er ist, nämlich als einen Organismus, der nach außen und innen abgegrenzt ist und so den Auftrag der Stimmigkeit hat.
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5.04.2010
Heilquellen helfen: Über das Vorhandensein der Naturapotheke
Thermalbad-Wasser aus der Vulkaneifel wird direkt aus 2.000 m Tiefe vom Erdinneren aus nach oben geleitet. Seit 25.000 Jahren bilden sich sozusagen täglich neu unterirdische Gewässer, die mit 32 °C Naturwärme seit jeher positiv für physikalische Therapien zur Verfügung stehen und auch angewendet werden. Definiert ist eine Therme als Quelle, die mit mehr als 20 °C austritt und dieser Name trifft dann hier zu. Doch ein weiterer Name herrscht noch als Fachbegriff: Die sogenannte “Glaubersalztherme” – benannt von Johann Rudolf Glauber. Es handelt sich hier um ein bestimmtes Mineralsalz mit den Bestandteilen Natrium, Hydrogencarbonat, Sulfat. Wenn es sich dann hier um einen Mineralwassergehalt über 2,445 Milligramm pro Liter handelt, ist dies als “Heilbad” bezeichnet – angewendet als Kurheilmittel, ist dies zum einen ein vollständiger Schmerzstiller: Bei chronischen Schmerzen nachhaltig und vorbeugend, die Ganzheit des Körpers ordnend und entstressend können sie auch antidepressiv wirken.
Mindestens ein Gramm pro Liter Wasser müssen an Mineralstoffen oder Spurenelementen in Wasser enthalten sein, um es als Heilwasser auszuweisen. Mögliche – wohltuende – Mineralien sind hier: Chlofide, Carbonate, Bromide, Magnesium, Eisen, Mangan, Natrium, Calcium, Cäsium, Rubidium, Aluminium, Barium, Lithium, Zink, Blei, Kupfer – weiterhin noch Borsäure, Salpetersäure.
Medizinische Anwendungsbereiche liegen bei fast allen Organen: Ob es um die Verdauung geht, einzig und allein um die Nieren, um Hautunreinheiten, um die Stärkung des Immunsystems – nicht nur für die innerliche Anwendung, sondern auch eben durch das Baden selbst kann Krankheiten der Weg versperrt werden, die oft mit dem Nachlassen von Kräften oder mit Mangelerscheinungen in der Ernährung zu tun haben. Heilquellen sind nicht nur in ganz Deutschland, sondern in vielen östlichen Ländern sowie auch in amerikanischen Gebieten oder auch in Kanada verbreitet: In Europa ist z. B. Karlsbad eine der wenigen auch staatlich anerkannten Heilquellen. Der Gesundheit den Vorschub leisten durch natürlich vorkommende Mineralverbindungen: ein Beweis, dass oft medizinische Präparate nicht einen Nutzen darstellen.
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