3.05.2010
Yoga-Workshop “Kraft & Leichtigkeit” (Teil 2)
Krieger 2 (Viabhadrasana 2) mit integrierten Adler-Armen
Stehen Sie im Krieger 2.
Was ist in dieser Position zu beachten?
Der vordere Oberschenkel sollte parallel zum Boden ausgerichtet sein. Das Knie vom vorderen Bein befindet sich über dessen Verse. Das Knie wird dabei leicht nach außen gedrückt, um zusätzliche Stabilität zu erfahren. Die gekreuzten Arme in der Adlerhaltung werden dabei sanft nach vorn und oben gezogen, so dass die Ellenbogen näher aneinander kommen können. Wichtig ist, dass sie die Schultern nach hinten unten ziehen. Damit erreichen sie eine maximale Atemfülle. Der Blick ist nach vorn ausgerichtet und die Aufmerksamkeit wird ebenfalls nach Innen ausgerichtet. Stellen sie sich vor, bis in den Schulter- und Nackenbereich atmen zu können. Das Brustbein ist während der Haltung stets angehoben. Sie sind ein stolzer Krieger! Der Nabel geht mit jeder Ausatmung in Richtung Wirbelsäule; das schützt den unteren Rücken und wir schaffen eine Länge im Körper. Leichtigkeit und Kraft werden spürbar. Die Kraft wird nach Außen sichtbar und die Leichtigkeit ist im Inneren zu erleben.
© Fotos mit freundlicher Genehmigung von Spirit Yoga Berlin.
Fotos: Melissa Hostetler & Model: Nina Tenge
Autor: Silvio Fritzsche · Kommentieren
1.05.2010
Yogatraumreise gibt es jetzt auch bei Facebook!
Früher, im alten Indien, kamen die Schüler zum Yogalehrer (Guru) und lernten und lebten mit ihm zusammen; meist viele Jahre. Heute gibt es Facebook, Blogs und Co. und Yoga kommt zum “Yoga”-Suchenden, der über’s Internet kommt. Auch uns mit der Yogatraumreise gibt es jetzt bei Facebook. Viele Bilder und Infos über unserer Yogaplätze erwarten Dich. Lass Dich überraschen und sei dabei!
Yogatraumreise: Gefällt mir!
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1.05.2010
Die Ruhe vor und in der Prüfung
Prüfungsangst ergibt sich aus zwei Ursachen: Erstens ist es die Sorge vor einem Ereignis, bei welchem man versagt und zweitens ist es die Reaktion des Körpers auf diese Sorge: Aufregung, Schwitzen, Unruhe. Oder schlimmer: Konzentration und Erinnerungsvermögen werden gelähmt für die Prüfung und für den Lernprozess. Genau hier können Atemübungen des Yogas helfen: Man versetze sich in der Prüfungszeit schon jeden Tag nur 30 Minuten in die Einheit eines Atemtrainings und versuche, während dieser Zeit den Atem auf sechs Mal in der Minute zu senken. Der Körper empfindet sich als Einheit und als Ganzes (welches auch nicht durch zu erwartende oder auch verfehlte Prüfungstermine aller Art gestört werden kann), das Gehirn wird optimal mit Sauerstoff durchblutet und – vor allem: Man kommt zur Ruhe (zu einer so vollständigen Ruhe, wie es möglicherweise vergleichbar ist mit gregorianischem Stundengebet).
Die Wahrheit nämlich ist: Es handelt sich bei der so bezeichneten “Prüfungsangst” genau genommen um zwei Phänomene. Das gute Phänomen (eine gewisse Hyperaktivität, ein gewisses “Aufgedrehtsein”) schürt geradezu die Konzentration und lässt gezielt das im Gehirn ablaufen, worauf es ankommt – dies ist auch unter “Lampenfieber” bekannt. Man ist gespannt, agiert gezielt und konzentriert und macht keine Fehler. Das “schlechte Phänomen” wird jemandem durch die Außenwelt vermittelt und definiert Versagen an einem ganz bestimmten Tag als etwas, vor dem man Angst haben sollte. Doch wenn es wirklich um eine Prüfung im Bereich Schule/Studium geht, ist hier nichts von einem ganz bestimmten Tag abhängig: Jede Prüfung lässt sich wiederholen – und die Zeit für die erste Prüfung ist nicht verloren, sondern man konnte sogar (bei einer zweiten Prüfung) die Chance nutzen, sich doppelt so lange, auf geforderten Stoff vorzubereiten. Und das Wort “Versagen” dürfte es eigentlich nicht geben: Denn die menschliche Natur trägt es in sich, dass sie nicht wie eine sauber programmierte Maschine agieren kann. Somit ist es völlig natürlich, sich als Mensch zuweilen in Abweichung von Erwartungen zu verhalten. Das darf man jedem antworten, der versucht, hier Angst zu erzeugen. Bei beiden dieser Phänomene hilft nun der Weg, gemäß Yoga zu atmen, ausgleichend und kräftebündelnd.
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29.04.2010
Geologie, Geister und Greifvögel – die Faszination geschützter Naturweite
Der “Forest of Bowland” befindet sich nordöstlich Lancashire in England und besticht durch seine tiefen, grünen Täler und sein Vorkommen von Torfheide und weite Moorflächen. Er wird landläufig als “Schweiz Englands” bezeichnet und ist bereits seit 1964 zur “Area of Outstanding Natural Beauty” erklärt worden, dem auf den Britischen Inseln üblichen Begriff für “Naturschutzpark”. Für Wanderer und Radfahrer ergeben sich malerische, weitläufige und lohnende Strecken, Moor und Heideland gelten in ihrer Einzigartigkeit und ihrem ursprünglichen Reichtum als “Gebiete speziellen wissenschaftlichen Interesses” (“Site of Special Scientific Interest”). Dies betont nicht nur die Wichtigkeit, Proben aus diesen Gebieten zu konservieren und zu analysieren, sondern klassifiziert den Grad des Naturschutzes hier als einen sehr hohen. An Tierarten ist die übliche Vielfalt für fruchtbare Sumpfgegenden zu betrachten, hervorzuheben ist jedoch hier das Schottische Moorschneehuhn als Symbol genau dieses Gebietes und die Kornweihe, eine habichtartige Greifvogelart, die für Deutschland auf der Roten Liste steht, hier jedoch nicht nur allerorten beobachtet, aber auch anhand ihrer fröhlich und idyllisch anmutenden Rufe geortet werden kann.
Zwar etwas isoliert gelegen, dennoch aber gleichberechtigt zum Teil jenes natürlich-ruhigen und typisch englischen Landschaftsjuwels zählend, erhebt sich mit 557 m über dem Meeresspiegel der torfbedeckte, bereits spätestens seit der letzten Eiszeit vor 20.000 Jahren existierende “Pendle Hill” – wobei beide Namensteile gleichermaßen “Hügel” bedeuten, jedoch teilweise aus dem Kumbrischen und aus dem Altenglischen stammen. Historisch sind hier aus dem Jahre 1612 Hexenprozesse bezeugt, aus dem Jahre 1661 naturwissenschaftliche Experimente, die der modernen Astronomie entscheidend den Weg bahnten und aus dem Jahr 1652 die Gründung der religiösen Gemeinschaft der Quäker. Ebenso ist bereits auf dem Gipfel eine Begräbnisstätte aus dem Bronzezeitalter (3000 v. Chr.) dokumentiert.
“Pendle Hill” wird innerhalb der Britischen Inseln eine mystische Symbolkraft zugewiesen: Spuk, Hexenkraft oder als hautnah erlebt geschilderte Begegnungen mit Geistwesen werden traditionell mit dieser Erhebung in Verbindung gebracht; jährliche Gruppenwanderungen auf den Gipfel werden regelmäßig zu Halloween (31. Oktober) durchgeführt.
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