4.05.2010
Chakra heißt Rad. Ein Chakra ist ein „Tor“ durch das wir die Realität bewusst wahrnehmen können. Der Grad unserer Fähigkeit, die verschiedenen Dimensionen der Realität zu erkennen, spiegelt sich in der energetischen Leichtigkeit, bzw. Schwere, unserer Beziehungen wider. Das Gefühl der Trennung – nicht eins mit uns selbst zu sein und das Gefühl des Getrenntseins von anderen – hat in unserer Zeit ein übergroßes, vorherrschendes Maß erreicht.

LAM VAM RAM YAM HAM OM (kurz) OM (lang)
Yogapraxis klärt unsere Vision und heilt die „Krankheit des Getrenntseins“. Das Ziel ist nicht nur physisches Verständnis zu entwicklen, sondern totales/„reines“ Bewusstsein – einschließlich aller fünf Sinne und darüber hinaus.
Reinigung heißt: falsche Wahrnehmung zu erkennen und zu klären. Ein Yogi bekommt eine klare Vision indem er „Avidya“ (Nichtwissen, Ignoranz, Nicht-Verstehen) überwindet. Avidya liegt vor, wenn falsche Identifikationen vorhanden sind. Wenn die Wahrnehmung geklärt wird, kommt die strahlende Wahrheit des Höheren Selbst zum Vorschein. Das ist Samadhi oder Yoga.
Unsere gegenwärtigen Konditionierungen sind ein Ergebnis von vergangenen Handlungen oder Karma. Um unsere momentanen Konditionierungen aufzulösen, erfordert es die Reinigung unseres Karmas (Gedanken, Worte und Taten). Alles Karma ist Schwingung. Ein Gedanke ist Schwingung. Ein Wort – egal ob leise oder laut gesprochen – ist Schwingung. Eine körperliche Betätigung ist ausgedrückte Schwingung; seine Wirkung dringt in die relative Ebene der Existenz. Ausdruck jeder Aktivität sind erzeugte Manifestationen, die wiederum einen ständigen Wandel des Lebens hervorrufen.
Das Yoga-Reinigungs-System, das aus einer alten Zeit herstammt, umfasst Mantren und Asanas. Das Praktizieren derselben sind Methoden um die Beziehung zu uns selbst und anderen zu klären und zu reinigen. Unsere Köper sind das Ergebnis von vergangenen Handlungen (Karma). Jedes Chakra bezieht sich auf eine spezielle Beziehung, die wir mit anderen hatten. Auch unsere Organe, unser Nervensystem, unsere Sinne und unsere Körperteile haben einen Bezug zu einem entsprechenden Chakra. Jede Asana gibt uns die Gelegenheit, karmische Verbindungen zu lösen. Wenn Mantren beim Üben von Asanas gesungen werden, ist dies ein Mittel um vergangenes Karma zu lösen. Avidya wird aufgedeckt und die Wahrheit über uns selbst und andere kommt zum Vorsein. Die Klärung unserer Beziehungen bringt eine Heilung des Gefühls des Getrenntseins mit sich. Ein gesunder, energievoller Körper – schwingendes Sein – wird wiedererlangt. In solch einem Da-Sein kann Energie und Schwingung verkörpert werden. Ausdruck dieser Energie ist Frieden und Freude für alle.
Jeden Monat wird ein neues Chakra beschrieben und vorgestellt. Im Mai beginnen wir unsere Reise durch die Chakras mit dem Wurzelchakra.
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4.05.2010
Mit der Ausatmung führen sie die Finger hinterm Rücken zusammen. Atmen Sie und heben Sie das Brustbein. In einer langen vollständigen Ausatmung führen Sie die Arme über den Kopf in Richtung vordere Mattenkante. Die Schultern werden nach hinten gezogen; weg von den Ohren. Bleiben Sie in der Position für mindestens acht Atemzüge.
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4.05.2010
Einatmen: Heben Sie das linke Bein vom Boden ab und setzten Sie für die „Halbe Mond Variante“ die rechte Hand ca. 30 cm vor und leicht außen der rechten Zehen ab. Ausatmen: Öffnen Sie die obere (linke) Hüfte.. Stellen Sie sich vor, dass die Rückseite Ihres Körpers gegen eine Wand lehnt– d.h. beide Sitzknochen und beide Schulterblätter lehnen gegen eine imaginäre Wand. Erden Sie sich durch die rechte Fußsohle. Aktivieren sie bewusst die Muskulatur Ihres Standbeines. Die Kniescheibe des rechten Beines zeigt weiterhin gerade nach vorne. Achten sie darauf, dass Sie Ihr Standbein nicht überstrecken. Der linke Fuß ist geflext – d.h. die Zehen ziehen zum Körper und der Fußballen tritt wie gegen ein Gaspedal nach vorne. Ziehen Sie die obere (linke) Schulter zurück. Um die Balance in dieser Position gut halten zu können, empfiehlt es sich den Blick nach unten zu richten. Wer hingegen mit der Balance spielen möchte, richtet den Blick nach oben. Bleiben Sie für 5 gleichmäßig-tiefe Atemzüge in dieser Position.
Modifizierung. Sie können die untere Hand auch auf einem Yogablock absetzen
Schauen sie mit der folgenden Einatmung gezielt zum Boden. Stellen Sie sich den Weg zurück in den Krieger 2 vor, bevor Sie Ihn dann präzise ausgeführt gehen. Achtung: Widmen Sie den Übergängen immer besondere Aufmerksamkeit. Die Übergangsphasen gehören genauso wie die Haltungen selbst zur Übungspraxis. Hier besteht erfahrungsgemäß durch Unachtsamkeit die größte Verletzungsgefahr. Ausatmen: Setzten Sie den linken Fuß für den Krieger 2 wieder am Boden ab. Lösen Sie die Arme. Einatmen: Kommen Sie zurück in den Krieger 2.
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4.05.2010
Mit der Einatmung führen sie den rechten Arm über den Kopf und mit der Ausatmung führen sie den linken Arm von unten hinten Ihren Rücken verschränken die Finger. Ihre Schultern bringen Se zurück. Schicken Sie ihren Atem u den Schultern und zum oberen Rücken. Falls es Ihnen nicht möglich ist, die Finger zu zusammen zu führen, können Sie auch einen Gurt als Hilfsmittel verwenden.
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3.05.2010
Wie bringen wir Stabilität und Leichtigkeit in unser Leben?
Die Antwort auf diese so wichtige Frage ist leicht gefunden. Wir können Yoga üben. In und durch die Praxis können wir diese Qualitäten von Leichtigkeit und Stabilität erfahren. Patanjali beschreibt in seinem Yoga Sutra 2.24 die Körperhaltungen mit Stira Sukham Asanam. „Der Sitz sollte stabil und bequem sein.“ Dieses Prinzip ist nicht nur auf die Yogapraxis bezogen. Wenn wir es schaffen, diese Haltung auch in unser Leben zu integrieren, können wir uns den vielen täglichen Herausforderungen besser stellen und wir bleiben im Gleichgewicht.
Wir haben es selbst in der Hand, wie wir unser Leben gestalten. Wir müssen weder allein alles bewältigen, noch müssen wir Angst vor den Aufgaben in unserem Leben haben. Es liegt an uns selbst, wie wir mit Leistungsdruck und so mancher anspruchsvollen Lebenssituation umgehen. Sind wir hektisch, verkrampft, angespannt oder können wir die dinge mit Abstand betrachten? Die Kunst mit Druck gelassen umzugehen, ist erlernbar.
Oft ist es wichtig, wenn wir eine persönliche Rückzugsmöglichkeit finden. Nach einem Streitgespräch hilft es, einfach eine Nacht drüber zu schlafen und nicht seinen „Gegner“ mit neunen verbalen Aussagen und vielleicht auch Verletzungen „platt“ machen zu wollen. Am nächsten Tag sieht die Lage schon viel entspannter aus. Es kann auch hilfreich sein, einfach fünfmal tief ein und auszuatmen. Probier es aus, wie leicht das sein kann. Wie beim Bogenschießen, können wir in einem persönlichen Rückzug neue Kraft sammeln, um unser Ziel nicht zu verfehlen.
Das Wechselspiel aus Entspannung und Anspannung, aus Anstrengung, Disziplin und Hingabe ist ein spannendes Feld. Yoga ist das Spiel mit den Dualitäten, um immer wieder aufs Neue seine Mitte zu finden. Treffen die beiden Pole aufeinander und verschmelzen, so kann sich ein magischer Zustand ergeben. Patricia Thielemann beschreibt das so: „ Hier, an diesem Schnittpunkt, wird immer wieder neu der Funke des Universellen geboren.“
Im Yoga ist es wichtig, dass wir uns vom Groben zum Feinen hin arbeiten. Durch Disziplin und Durchhaltevermögen bauen wir unser Fundament, um ersten im nächsten Schritt darauf aufbauen zu können und zu wachsen. Dieses Fundament bildet die Stabilität in unserem Leben. Mit dieser Stabilität schaffen wir gleichzeitig auch Beständigkeit in einer so schnelllebigen Zeit. Durch unsere Übungspraxis können dem Hier und Jetzt ins Auge sehen und können die Leichtigkeit des Lebens genießen.
Patricia Thielemann von den Berliner Spirit Yogastudio beschreibt das Herangehen an eine Asanapraxis wie folgt:
„Es ist also sinnvoll eine Yogahaltung erst mal mit Leib und Seele anzunehmen. Dies bedeutet keineswegs die eigenen Grenzen zu missachten oder sich in einer bestimmten Haltung schonungslos zu quälen. Es geht stattdessen, um die bewusste Auseinandersetzung mit sich selbst, darum gezielt Kraft aufzubauen und darüber hinaus eine Reflektionsfläche zu schaffen, anhand derer dann ganz konkret Gelassenheit geübt werden kann. Nicht selten wird der Aspekt der Kraft im Yoga missverstanden – so besteht die Gefahr, die bewusste Yogaübungspraxis zu einem seelenlosen Fitness Programm zu reduzieren oder anders herum im Yoga nichts anderes als Entspannung zu sehen. Wer allerdings achtsam übt, wird die Komplexität des Ganzen mit der Zeit erfassen und mehr und mehr in der Lage sein, die verschiedenen Aspekte bewusst zu integrieren. Durch dieses harmonische Zusammenspiel der Gegensätze enthüllt sich die Fülle des Daseins.“
Eine Sequenz an kraftvollen Kriegerhaltungen mit verschiedenen Variationen bietet der kleine Workshop. Viel Spaß beim Üben.
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3.05.2010
Stehen Sie im Krieger 2.
Was ist in dieser Position zu beachten?
Der vordere Oberschenkel sollte parallel zum Boden ausgerichtet sein. Das Knie vom vorderen Bein befindet sich über dessen Verse. Das Knie wird dabei leicht nach außen gedrückt, um zusätzliche Stabilität zu erfahren. Die gekreuzten Arme in der Adlerhaltung werden dabei sanft nach vorn und oben gezogen, so dass die Ellenbogen näher aneinander kommen können. Wichtig ist, dass sie die Schultern nach hinten unten ziehen. Damit erreichen sie eine maximale Atemfülle. Der Blick ist nach vorn ausgerichtet und die Aufmerksamkeit wird ebenfalls nach Innen ausgerichtet. Stellen sie sich vor, bis in den Schulter- und Nackenbereich atmen zu können. Das Brustbein ist während der Haltung stets angehoben. Sie sind ein stolzer Krieger! Der Nabel geht mit jeder Ausatmung in Richtung Wirbelsäule; das schützt den unteren Rücken und wir schaffen eine Länge im Körper. Leichtigkeit und Kraft werden spürbar. Die Kraft wird nach Außen sichtbar und die Leichtigkeit ist im Inneren zu erleben.
Autor: Silvio Fritzsche · Kommentieren
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