17.04.2010
Im Jahre 2009 wurde eine Studie der Öffentlichkeit aus Illinois, USA, präsentiert, die Meditation als wirksame Strategie gegen Einschlafstörungen bzw. chronische Schlaflosigkeit nahelegt. Die Ergebnisse zeigen, dass die Schlaftiefe, die absolute Schlafzeit, auch die Wachzeit, auch die Wachphasen nach Schlafbeginn eine höhere Qualität nach der meditativen Behandlung einnehmen. Gleiches gilt auch für die damit kombinierte – erfolgreiche – Behandlung von Depressionen. Der Versuchsleiter konnte – im Rahmen seines Versuches – feststellen, dass es nicht “die Schlaflosigkeit” als solche gibt, sondern es handelt sich sozusagen um ein 24 Stunden gleichermaßen andauerndes Hyperaktivitätsproblem, welches sich sowohl bei alltäglichen Verrichtungen oder Leistungsanforderungen zeigt, als auch gleichberechtigt in der Nacht (nur im letzteren Fall fällt genau dasselbe Phänomen eben deutlicher und mehr auf).
Der Versuch verlief wie folgt: 11 Personen zwischen 25 und 45 Jahren, die an chronischer Schlaflosigkeit litten, aber sonst keine körperlichen Beeinträchtigungen aufwiesen, wurden zwei Monate lang in eine Kontroll- und Versuchsgruppe aufgeteilt. Beiden Gruppen wurden tagsüber Informationen über gesundes Schlafverhalten zugeleitet, auch Gesundheitstipps über bessere Ernährung usw. Die Versuchsgruppe jedoch nahm noch täglich an Kriya-Yoga-Einheiten teil (eine Yoga-Methode, deren Erfolg grundsätzlich in der Behandlung von Hyperaktivität bekannt ist). Mitglieder dieser Gruppe empfanden nach den zwei Monaten, dass sie tiefer schliefen und im Gegensatz zu ihrer vorherigen Depressionsneigung viel bereiter dazu waren, Glück zu empfinden. Eine ähnliche Entwicklung war in der Kontrollgruppe nicht zu beobachten.
Das Üben von Kriya Yoga entwickelt gleichzeitig Seele, Geist und Körper. Als Technik nutzt Kriya Yoga wissenschaftlich überprüfte Strategien und folgt den Grundsätzen der Atemkontrolle. Dies, so die asiatische Literatur, macht den Menschen zum Herrn vielfältiger Stimmungen, vermittelt tiefe Ruhe und kann zu einem ausgeglichenen Lebensstil führen. Von ihren Inhalten her ist Kriya Yoga auf ein pantheistisches Weltbild orientiert: Der Mensch, so darf empfunden werden, ist ständig Teil des Göttlichen – die Gegenwart jener höheren Energie darf stets für den Einzelnen spürbar sein.
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13.04.2010
Die Kapland-Pelargonie gehört zu den südafrikanischen Heilpflanzen. Tropfen, aus dieser Pflanze hergestellt (nämlich aus der Wurzel), enthalten Flavonoide und Cumarine. Flavonoide sind pflanzliche Wirkstoffe, die gefäßverstärkend wirken, entzündungshemmend, gegen die Wirkung von Histaminen, gegen Viren, gegen Krämpfe – verlieren jedoch ihre Wirkung bei (bei ungefähr gleichzeitigem Milch(speisen)verzehr. Histamine sind eigentlich Neurotransmitter, die Abwehrreaktionen bei Erkältungen und Infektionen erzeugen: Der als unangenehm empfundene Juckreiz gehört dazu. Cumarine sind pflanzliche Wirkstoffe, die die Blutgerinnung hemmen – sie sind nicht nur eigentlich für Herz-/Kreislaufpatienten bestimmt, sondern können in größeren Mengen eher schädlich sein (auch in kleinen Mengen schon dann, wenn sie mit dem Schmerzmittel ASS eingenommen werden).
Warum wird diese Pflanze hier vorgestellt? Sie ist ein Beispiel dafür, was in einer Apothekenzeitschrift gegen Erkältungen empfohlen wird – es ist sogar davon die Rede, dass die Symptome unterdrückt würden. Wie man jedoch sieht, ist dieser “Apothekenrat” – wie viele andere auch – nicht naiv, sondern kritisch zu lesen. Entzündungshemmend, das wäre lediglich interessant bei einer fiebrigen Infektion. Aber eine Virenwaffe bei einer Erkältung? Oder die Histamine zu binden, d. h. die natürliche Arbeitsweise des Immunsystems zu verhindern? Es steht ebenfalls nicht in der Apothekenzeitschrift, dass Milch als Gegenmittel wirkt und warum Blutgerinnung schlecht bei Erkältungen ist.
Ein Beispiel sollte dies sein und Ratschlag an den geneigten Leser, der “Angst” vor einer Erkältung oder einer grippalen Infektion hat – kurieren Sie sich aus! Wenn es Sie “erwischt”, seien Sie Mensch, trinken Sie viel (reines Wasser!), vielleicht auch Kamillentee, sagen Sie alles für drei Tage ab und schlafen Sie (auch tagsüber) in einem dunklen Zimmer (ohne viele anstrengende Sinnesreize, deswegen). Die Antikörper, die Abwehrkräfte, die Ihr Körper dann bildet, sind für das nächste halbe Jahr wertvoller als jede afrikanische Pflanze, die exotisch klingt, aber nicht so viel zu tun hat mit den Selbstheilungskräften des menschlichen Körpers. Und wenn Ihnen doch noch irgendwann Apothekenwerbung zu nahe kommt: Prüfen Sie die Inhaltsstoffe im Internet gegen. Da gibt es zuweilen Überraschendes.
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10.04.2010
Ein Organismus ist ein kompliziertes Zusammenspiel von Funktionen, Zuständigkeiten, zeitlichen Abhängigkeiten. Dass man vom Arzt oder Apotheker geraten bekommt, ein Präparat alle 24 Stunden zu nehmen, hat seinen Sinn: Denn jedes der menschlichen Organe fährt ein- oder höchstens zweimal am Tag Maximalleistung.
Um drei Uhr morgens (bis fünf) beginnt die Lunge, zwischen drei und vier ist die Tiefschlafphase am höchsten, denn Melatonin wird ausgeschüttet. Hier zeigt es sich, warum Nachtarbeiter definitiv niemals wirklich gut schlafen, es sei denn, wenn sie nicht zur Arbeit gehen: Sie verpassen einfach den vom menschlichen Körper angebotenen Sonderservice in Sachen Schlaf. Weiter geht der “Maximalfahrplan”: Von 4 – 5 Uhr morgens läuft einmal der Blutdruck seinen Maximaltest (deshalb frieren die Menschen, die um diese Zeit generell wach sind, normalerweise – es ist völlig gesund!).
Und warum Männer morgens Dinge wollen, mit denen sie nicht immer auf Anerkennung stoßen: von 5 – 6 fährt einmal das Testosteron “hoch”. So geht es den ganzen Tag weiter: 6 Uhr wecken (Kortisol), 7 – 9 Uhr Verdauung, 8 Uhr Hormonproduktion, von 9 – 10 heilt der Körper am besten, das Kurzzeitgedächtnis hat sein Hoch zwischen 10 und 11 (Prüfungen zwischen 9 und 11 am besten), 13 Uhr Mittagsruhe, 14 Uhr geringe Schmerzempfindung, 15 Uhr Mittagsruhe beendet, dann kommt das Langzeitgedächtnis bis 16 Uhr (dann 2. “Testlauf” von Blutdruck/Kreislauf), 17-19 Uhr ist es dann die Niere, bevor der Körper dann Ruhe verlangt. Unter anderem folgt in der Nacht dann das Immunsystem zwischen 22 und 23 Uhr und die maximale Leberentgiftung zwischen 1 und 3 Uhr. Diese Aufzählung (die noch nicht alles nennt) mag als kleine Orientierung dienen, auf den eigenen Körper etwas besser zu achten, besser den Tag zu planen (gerade bei Schülern und Studenten) und (als Beispiel für alles andere) darauf zu beharren, dass, wenn man Leberkrebs hat, die Chemotherapie zur aktivsten Zeit der Leber stattfindet und sonst nicht.
Übrigens: Ab 0 Uhr erzeugt es die Bio-Uhr unter anderem, dass für eine Stunde lang die Schreckhaftigkeit am höchsten ist. Wer hätte das gedacht.
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5.04.2010
Thermalbad-Wasser aus der Vulkaneifel wird direkt aus 2.000 m Tiefe vom Erdinneren aus nach oben geleitet. Seit 25.000 Jahren bilden sich sozusagen täglich neu unterirdische Gewässer, die mit 32 °C Naturwärme seit jeher positiv für physikalische Therapien zur Verfügung stehen und auch angewendet werden. Definiert ist eine Therme als Quelle, die mit mehr als 20 °C austritt und dieser Name trifft dann hier zu. Doch ein weiterer Name herrscht noch als Fachbegriff: Die sogenannte “Glaubersalztherme” – benannt von Johann Rudolf Glauber. Es handelt sich hier um ein bestimmtes Mineralsalz mit den Bestandteilen Natrium, Hydrogencarbonat, Sulfat. Wenn es sich dann hier um einen Mineralwassergehalt über 2,445 Milligramm pro Liter handelt, ist dies als “Heilbad” bezeichnet – angewendet als Kurheilmittel, ist dies zum einen ein vollständiger Schmerzstiller: Bei chronischen Schmerzen nachhaltig und vorbeugend, die Ganzheit des Körpers ordnend und entstressend können sie auch antidepressiv wirken.
Mindestens ein Gramm pro Liter Wasser müssen an Mineralstoffen oder Spurenelementen in Wasser enthalten sein, um es als Heilwasser auszuweisen. Mögliche – wohltuende – Mineralien sind hier: Chlofide, Carbonate, Bromide, Magnesium, Eisen, Mangan, Natrium, Calcium, Cäsium, Rubidium, Aluminium, Barium, Lithium, Zink, Blei, Kupfer – weiterhin noch Borsäure, Salpetersäure.
Medizinische Anwendungsbereiche liegen bei fast allen Organen: Ob es um die Verdauung geht, einzig und allein um die Nieren, um Hautunreinheiten, um die Stärkung des Immunsystems – nicht nur für die innerliche Anwendung, sondern auch eben durch das Baden selbst kann Krankheiten der Weg versperrt werden, die oft mit dem Nachlassen von Kräften oder mit Mangelerscheinungen in der Ernährung zu tun haben. Heilquellen sind nicht nur in ganz Deutschland, sondern in vielen östlichen Ländern sowie auch in amerikanischen Gebieten oder auch in Kanada verbreitet: In Europa ist z. B. Karlsbad eine der wenigen auch staatlich anerkannten Heilquellen. Der Gesundheit den Vorschub leisten durch natürlich vorkommende Mineralverbindungen: ein Beweis, dass oft medizinische Präparate nicht einen Nutzen darstellen.
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