15.04.2010
Autor: Silvio Fritzsche ·
6.04.2010
Meditation ist Tradition seit Jahrhunderten – mit dem Anspruch, die Seele zu beruhigen und inneren Frieden zu erlangen. Die Zeitschrift “Psychological Science” nun dokumentierte im Jahre 2009 die Beweisführung, dass eine bestimmte Form der Meditation vorübergehend die menschliche Fähigkeit schärft, Eindrücke des räumlichen Sehens quasi als bewusste Langzeiterinnerung zu speichern.
Es hatte immer schon Beispiele von buddhistischen Mönchen gegeben, die sich nahezu fotografisch eine visuelle Wahrnehmung stundenlang einzuprägen vermochten. Es ist hingegen normal, dass man eigentlich bereits nach wenigen Sekunden nicht mehr in der Lage wäre, jedes Detail eines Sichteindrucks zu erinnern. Nun hatte man an der George Mason University (Washington, D. C.) den folgenden Versuch durchgeführt:
Drei Gruppen Probanden bekamen die Aufgabe, sich in aller Deutlichkeit ein dreidimensionales Bild einzuprägen. Dann folgte die eine der göttlichen Yoga-Meditation, die andere einer beliebigen, nicht auf ein bestimmtes Bild fixierte Meditation und die dritte gar keiner Meditationstechnik. Danach wurden Aufgaben gestellt, die sich auf das Erinnern des dreidimensionalen Bildes bezogen (z. B. im Detail beschreiben oder es aus einer Anzahl anderer sehr ähnlicher Bilder herauszusuchen).
Die göttliche Yoga-Meditation beinhaltet, ein jeder möge sich auf ein Bild konzentrieren, was ihm am meisten bedeutet (normalerweise ein religiöses Bild des individuellen Glaubens), die andere Meditationsstrategie beinhaltet, sich gar kein Bild anzusehen, sondern seinen Gedanken zu folgen.
Bei diesem Versuch nun waren es die Yoga-Teilnehmer, die die Erinnerungsaufgaben am besten lösten; d. h., unabgeschlagen prägte sich bei ihnen am besten, sichersten und längsten das ursprüngliche Merk-Bild ein. Der Versuch ergab – wie so oft – nur eine Korrelation (eine zufällige Gleichzeitigkeit) und erklärte überhaupt nichts.
Aber die Hoffnung besteht, dass jahrtausendealtes Yoga doch einen bestimmten Sinn beinhaltet; insbesondere, wenn es hierbei darum geht, den menschlichen Körper als das zu sehen, was er ist, nämlich als einen Organismus, der nach außen und innen abgegrenzt ist und so den Auftrag der Stimmigkeit hat.
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8.03.2010
Fühlen Sie sich gestresst? Wodurch? Der menschliche Körper definiert sich aus einer Vielzahl von Wahrnehmungsprozessen, von denen nicht alle per se unbewusst bleiben müssen. Der Weg: Das Bewusstsein erhöhen. Genauer: Das Bewusstsein für den Moment des Erlebens erhöhen, in welchem sich eine Person gerade jetzt befindet. Das ist der erste Schritt für das Yoga.
Zwei Fragen haben dieselbe Antwort, nämlich: “Wo fühlen Sie sich am meisten gestresst?” und “Wo ist es möglich, in meinem Alltag Yogaübungen zu vollziehen?”. Die Antwort lautet in beiden Fällen: “Am Arbeitsplatz”. Probanden in den USA wurden im Spätsommer letzten Jahres darum gebeten, acht Wochen lang täglich 20 Minuten ihrer Mittagspause für Yoga und Meditation zu verwenden. Ein Fragebogen, den sie vorher und nachher ausfüllten, enthielt die Informationen, dass sich vorher sehr gestresste Menschen (bei gleichen beruflichen Anforderungen) innerhalb der zwei Monate in ruhigere, ausgeglichenere Gemüter “verwandelt” hatten. Auch fiel es ihnen leichter, abends einzuschlafen. weiterlesen »
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2.03.2010
Das Deutsche hat mit allen anderen germanischen Sprachen eine Herkunft gemeinsam: nämlich das Indogermanische. Somit lässt sich heute noch so manches indisches Wort nahezu verstehen: zum Beispiel das Wort Yoga. Das entspricht dem deutschen Wort Joch: Es geht um etwas, worüber jeder Mensch ergebnisorientiert und ohne Abweichung Kontrolle ausüben kann. Bei Yoga ist es unweigerlich das eigene Selbst. Das ist unabhängig von Herkunft, Körpergröße, Gesundheit, Alter, Geschlecht und Alltagszusammenhang möglich – es geht um das Bewusstsein des Menschen, dass er sich als organische Einheit nach außen hin abgrenzt und nach innen hin nur noch dem eigenen Willen unterjocht. weiterlesen »
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24.02.2010
Das menschliche Bewusstsein ist anfällig für Experimente der Sprachlogik, die sich beinahe ideologisch jahrzehntelang hielten, vielleicht noch halten. “Anfällig” meint hier: Die Mauern, die zunächst nur in Gedanken formieren, werden zu Worten und gehen dann in die Stimmung und das Gesamtverhalten ein. Die Rede soll hier von der sprachlichen Einengungsstrategie sein, die besagt, dass es im Alter nicht mehr alles so einfach gehe. Verschiedene Generationen sagen dies vor sich hin, einzelne Personen setzen diese Formulierung zu jedem beliebigen Alter ein: Manche mit 40, manche mit 60, manche warten mit 70 auf den, der sie heimholt.
Was für eine Verschwendung menschlichen Geistes und energetischer Kreativität! Nicht nur, dass das menschliche Gehirn bis in die letzte Minute fähig bleibt, mit derselben Effizienz neuronale Aktivitäten zu bewahren, zu üben und zu steigern – ganz wie es die Struktur eines Gehirns, solange es da ist, dringend einfordert. Einzig und allein stimmt es, ließe man seine Muskeln in Ruhe, würden diese an Behändigkeit verlieren. Jedoch beginnt man damit, Sport zu seinem Freund zu machen – und seien es nur 30 min innerhalb von 24 Stunden, so kann, wie es auch Professor Banzer (Sportinstitut Universität Frankfurt) zu Protokoll gibt, ein 65-Jähriger den 25-Jährigen weitläufig überholen. Man hört auch von Bergbauern, die noch mit über 80 Jahren rustikal ihre Tiere im Griff haben. Das Klima dort? Zu einem Bruchteil kann dies mit der Grund sein, vielleicht. Doch viel wichtiger: Sie sind jeden Tag draußen – jeden Tag Ritual, Muskeltraining, Kondition – jeden Tag, genau hiermit, eine Aktivierung des Verdauungstrakts, besser als es asiatische Joghurtkulturen vermögen. Anderes Beispiel: Bei im Alter von 90 verstorbenen Ordensschwestern fand man Alzheimer-Strukturen im Gehirn. Doch sie waren, so wusste jeder, mit der größten Bewusstseinsklarheit eingeschlafen.
Des Menschen Auftrag lautet: Nach vorne sehen, nach vorne leben, nach vorne lernen. Die Altersangabe steht im Personalausweis. Dort kann sie in Vergessenheit geraten.
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21.02.2010
Demjenigen, der gewohnt ist, mit gesundem Menschenverstand und einem Rest Verantwortungsbewusstsein sich selbst und seiner Umwelt zu begegnen, hat sich nicht feiernd in das neue Jahrtausend und durch dessen erstes Jahrzehnt bewegt. Gewahr wird man sich der Paradoxie, der menschliche Geist sei zu Höchstleistungen fähig, jedoch gleichzeitig aktiv damit beschäftigt, sich selbst die Lebensgrundlage zu entziehen. Kanada baut Wald ab, um Öl auszugraben – in Mengen, die es vorher nicht gab. Atomkraftwerke wird es weiterhin geben, auch Braunkohlekraftwerke. Womit das eine Land die Umwelt schont, davon hat ein anderes noch nie gehört. Kurzum: Was kann das Individuum tun? Die Antwort ist einfach: Den eigenen Blick beizubehalten, zum Missionar des Pantheismus werden. Und nicht mehr in den Urlaub reisen, um selbst nicht den Flugverkehr zu unterstützen.
Oder doch zum Urlaub? Die C-B-R Freizeitmesse in München, die vom 18. bis 22. Februar 2010 veranstaltet wird, überlässt das umweltbewusste Denken nicht nur mehr dem Privatraum. Zum Beispiel besuche man Stand 318 bzw. 325. weiterlesen »
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