20.07.2010
M wie Mantra
Ein Mantra, ist eine Art von „heiligem Gesang“, das den Geist fokussieren und beruhigen soll. Man findet Mantren in vielen Kulturen und Traditionen, vom Hinduismus, Buddhismus, Christentum bis hin zum Judentum und den Islam. Je nach Tradition werden Sie manchmal auch anders genannt, z.B. Gebete.
Mantren können ganz kurz, aus nur einem Wort oder einer Silbe bestehen. Das kürzeste und bekannteste Mantra ist das OM , das Ursprungsmantra. Ein Mantra kann aber auch aus mehreren Wörtern oder ganzen Sätzen bestehen, wie z.B. mein persönliches Lieblings-Mantra: „lokah samastah sukhino bhavantu“ (Mögen alle Lebewesen überall, glücklich und frei sein) oder auch das Gayatri-Mantra.
Mantren können entweder gesprochen, gechantet oder nur gedanklich rezitiert werden. Während Sie ein Mantra tönen entsteht aus dem Klang der Buchstaben eine Vibration in Ihrem Körper. Das liegt daran, dass unser menschlicher Körper zum größten Teil aus Wasser besteht. Wenn wir chanten oder auch singen, übertragen sich diese Schwingungen auf den Körper – er vibriert.
Man spricht daher Mantren eine magische und/oder spirituelle Kraft zu. In Indien ersetzen Mantren manchmal die herkömmliche Medizin, da die Schwingungen heilend auf den Körper einwirken sollen.
Die heilende oder spirituelle Kraft zu erkennen liegt allerdings im Auge des Betrachters. Ein Mantra das Sie besonders glücklich und froh macht, wird vielleicht von einem anderen Yogi als eher traurig empfunden. Zum Glück gibt es aber eine große Auswahl. So können auch die 195 Sutren aus dem Yoga Sutra gesungen werden, die eine persönlich ansprechen.
Genauso verhält es sich mit den Bedeutungen der einzelnen Mantren. Sie können Ihnen vollkommen verständlich sein oder völlig unklar. Ein kleiner Trost: je öfter Sie ein Mantra mit Hingabe und Leidenschaft chanten, desto schneller finden Sie Ihren ganz individuellen Zugang und die Bedeutung erschließt sich Ihnen nach und nach.
In einigen Yoga-Richtungen, z. B. dem Jivamukti-Yoga [Link] hat das Mantra singen den gleichen wichtigen Stellenwert wie z.B. der Sonnengruß (Surya Namaskar) oder die Entspannung (Savasana). Im Kundalini-Yoga werden Mantren oft bei der Meditation verwendet, um die Gedanken nicht abschweifen zu lassen.
Vielleicht fangen Sie auch erstmal mit den einfachen Mantren an. Denen, die nur aus einer Silbe (Bija-Mantra) bestehen, wie das OM. Bija entstammt dem Sanskrit und bedeutet Samen oder Keimling. „Warum ausgerechnet Samen?“ werden sich jetzt vielleicht Einige fragen. Der Hintergrund ist, dass selbst aus einem winzigen Samenkorn ein großer prächtiger Baum entstehen kann und somit kann auch ein erstes leise gehauchtes OM ganz Großes bewirken.
Gastbeitrag vom Blog www.Diana-Yoga.de
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Omm & weg!
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Autor: Diana Rick · Kommentieren · Trackback



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