27.09.2009
Das war unsere Yoga und Wanderwoche 2009
Es ist wieder einmal soweit es ist wieder Spätsommer in der Toskana. Die Temperaturen tagsüber erreichen um die 24 Grad, manches Laub färbt sich bereits tief rot, die Kastanien sind reif und es ist Weinernte. Wir verlängern den Sommer und genießen die Sonne im Norden der Toskana.

Dieses Jahr sind wir das erste mal zwei Wochen hintereinander hier und bieten zwei Yoga-Wochen an. In unserer ersten Woche sind wir insgesamt 25 Yogis und für 16 von Ihnen ist es die erste Yogareise mit uns. Die anderen neun Teilnehmer waren mit uns schon auf Reisen und wissen, was sie erwartet. Am ersten Abend haben wir unsere traditionelle Begrüßungsrunde im großen Yogaraum. Der Mix aus „neuen“ Teilnehmer und „Wiederholungstätern“ macht es für uns als Organisatoren besonders interessant. Mit dabei ist zum Beispiel Beate aus dem Hannover. Sie hat Yoga regelmäßig zu Hause an der Volkshochschule geübt und möchte in dieser Woche ihre Praxis vertiefen. Und weil das Teilen dieser Erfahrung viel schöner ist, hat sie auch ihre Freundin Sabine mitgebracht. Andrea
erzählt uns in der Einführungsrunde, dass sie regelmäßig Anusara-Yoga übt, aber bedingt durch ihre Arbeit musste Sie immer wieder längere Pausen einlegen. Um endlich wieder einmal mehr Yoga üben zu können, hat sie uns im Internet gefunden und freut sich nun auf eine Woche mit uns in der Toskana. Auch Andrea hat Ihre Freundin Gitta mitgebracht. Mit dabei ist auch Christina, aus Düsseldorf. Sie bleibt gleich zwei Wochen und auch Anne aus Hamburg bleibt zehn Tage und fährt mit ihren Freund dann weiter nach Florenz. Interessant ist auch die Geschichte von Anna-Lina aus Hamburg. Sie hat über eine längere Zeit unsere Reiseberichte gelesen und unsere Seite untern den Favoriten abgespeichert. Dann hat Sie vor vier Monaten gebucht und um sich als bisheriger Nicht-Yogi auf die Reise vorzubereiten, geht sie seit zwei Monaten regelmäßig zu Hause zum Yoga. Wieder mit im Boot sind auch Ralf und Tanja. Für sie hat der Ort des Conventos eine besondere Bedeutung. Sie haben sich im Juni hier kennen gelernt und haben einander gefunden. Ralf hat diese Yoga-Woche Tanja zum Geburtstag geschenkt und nun teilen sie sich ein schönes Doppelzimmer. Auch so kann’s gehen! Gisela aus München war eine Woche vorher zum Malen in der Toskana und bleibt eine Woche auf dem Rückweg bei uns. Sie liebt einfach den Platz hier und freut sich aufs Yoga und auf das Ausprobieren ihrer neuen digitalen Spiegelreflex-Kamera. Auch einige Männer sind wieder mit dabei. Christian aus Trier liebt das Wandern, die Natur und natürlich das Yoga. All das kann die Toskanas bieten! Augustin hat für sich die Yogareisen entdeckt. Dieses Jahr war er schon mal in Österreich unterwegs und nun mit uns in der Toskana. Uwe übt in München sehr regelmäßig Yoga und freut sich auf eine intensive Übungspraxis.
Das Video zur Yoga-Reise
So gibt es noch viele weitere kleine Geschichten zu erzählen. Jeder hat seinen eigenen Grund, warum er hier ist. Alle freuen sich auf die Verbindung aus Urlaub, regelmäßiger Yogapraxis und leckerem vegetarischen Essen.
Unsere Woche beinhaltet wieder ein buntes abwechslungsreiches Programm. Jeder Morgen gibt es von 6:30 bis 6:50 Uhr morgens eine stille Meditation. Draußen ist es noch dunkel. Die Natur schläft noch und auch wir treffen und so früh – halb verträumt – im großen Yogaraum und genießen einfach nur die innere Einkehr und kommen zur Ruhe. So starten wir den Tag und anschließend gibt es zwei Stunden fordernde Yogapraxis. Pranayama und Asana-Techniken stehen im Fokus. Stehhaltungen, Hüftöffnung, Umkehrhaltungen… eine Woche volles Programm. Um auch den Sinn von Pranayama (Atem-Übung) zu verstehen, widmen wir uns an einem Nachmittag diesem Thema. Wichtig ist uns ein Verständnis für die alten Yogatechniken. Wir zeigen und lernen die wichtigsten Pranayama-Basics: Das sind die Ujjai-Atmung, die Wechselatmung und Kappalabathi. Wir geben Antworten auf verschiedene Fragen: Warum halte ich den Atem an? Wo entsteht der sanfte Reibeton der Ujjai-Atmung? Was bewirken Atemübungen in unserem Körper und Geist? Mit diesen Grundlagen üben wir jeden Morgen Pranayama in unseren Stunden. Und vielleicht geben wir damit Impulse, Pranayama in die eigene Yoga-Praxis zu Hause zu integrieren.
An einem Abend gibt es wieder eine Gayatri-Mantra-Meditation. Das Gayatri Mantra ist die Essenz der Veden und es richtet sich an die Kraft der Sonne. Die Energie der Sonne ist Voraussetzung für all das Leben auf der Welt. Es hat eine universelle Bedeutung. Am Anfang erscheint es für manche doch noch befremdlich und neu. Doch gerade Offenheit und Neugier sind wichtig für die Facetten eines Yoga-Retreats. Wir erklären, welche Bedeutung für uns das Mantra hat und gehen Zeile für Zeile in Sanskrit durch. Das Mantra ist so kraftvoll, erklärt Walter, dass es die Dinge und Herausforderungen die im Leben anstehen, beschleunigen kann. Wir sitzen im Kreis und lassen das Mantra 108 Mal auf uns wirken. Viele Singen mit und andere hören einfach nur zu. Die Schwingung und die Energie im Raum kann man hautnahe spüren. Am Ende der Meditation verlässt jeder still den Raum. Keiner hat mehr Lust zu sprechen, denn alle genießen den sanften Nachklang der meditativen Atmosphäre. Mit diesen Eindrücken geht’s ins Bett und am nächsten Morgen steht nach dem Yoga unsere Wanderung mit Marcel an.
Auf diese Wanderung habe ich mich ganz besonders gefreut. Endlich kann ich mein IPhone nutzen. Vor dem Urlaub habe ich mir das passende App (Application) herunter geladen und kann den Trail (Weg) jetzt aufzeichnen. Dank eingebauten GPS-Empfänger und mehreren Satelliten über mir, zeichnet mein IPhone den Weg genau nach. Ein schönes Spielzeug. Einen ausführlichen Bericht über unsere Wanderung mit GPS Unterstützung habe ich hier geschrieben.
Wie immer vergeht die Zeit wie im Flug. In unserer ersten Wochen fahren wir zweimal an den Strand. Lerici und Bonassola sind unsere Ziele. Das Meer hat 22 Grad und ist bei über 30 Grad im Schatten eine echte Abkühlung. Die Farben des Spätsommers, das leckere Eis und der Capuccino entschädigen für die einstündige Autofahrt und die vielen Kurven. Bonassola ist unser Geheimtipp. Es ist das zweite Dorf nördlich der Cinque Terre und wird überwiegend von Italienern zum Baden gehen genutzt. Nur wenige Touristen verirren sich hier her. Es gibt hier feinen Kiesstrand und das Meerwasser ist so klar das man noch weit draußen den Meeresgrund erkennen kann. Bonassola wirkt auf mich wie ein Dorf auf einer Eisenbahnanlagen. Es ist klein, fein und farbenfroh. Das Dorf ist auch per Zug zu erreichen; verbunden durch zwei lange Tunnel. Die Häuser schimmern in kräftigen Farben in der Abendsonne und die Kirchglocken läuten. Vom Meer aus sehen wir, wie die Häuser wie Schwalbennester am Berg kleben. Wir gehen ausgiebig im Meer baden und zwischendurch genießen wir wieder leckeres Eis und Capuccino in einer Chill-Out Bar direkt am Meer. Das Leben kann so schön sein. Das denkt sich auch Augustin, der endlich mit seinem Cabrio mal offen fahren kann. In Deutschland gab es dieses Jahr wenige Möglichkeiten dafür. In Italien gibt es Cabrio-Feeling pur. Nilu und unseren beiden Silke hat hier am Strand von Bonassola so sehr gefallen, dass sie die Zeit vergessen haben. Sie fahren zum Sonnenuntergang an den Nachbarstrand von Levandro und genießen echtes Sunset-Feeling. Nachdem die Sonne untergegangen ist, genießen sie Pizza und Wein im Strandrestaurant und sind erst um Mitternacht im Convento zurück.
Petra und Wolfgang sind im Convento geblieben. Auch für Petra war die Toskana ein besonderer Höhepunkt. Wir haben hier ihren 40-igsten Geburtstag gefeiert. Abends gab es kleinen Happy-Birthday Ständchen von der Yogi-Gruppe und ein kleines Geschenk. Es war ein lauer Abend mit vielen netten Gesprächen, leckeren Wein und Kerzenschein. Petra und Wolfgang sind nicht nur zum Yoga hier. Beide haben ihre Moutainbikes mitgebracht und radeln bergauf und bergab. Die Nordtoskana eignet sich ausgezeichnet zum Biken. Es gibt zwar wenige Waldwege, weil die Gegend hier touristisch unerschlossen ist. Dafür sind die Straßen gut ausgebaut und wenig befahren. So kann man schnell Kilometer zurücklegen und überwindet so manchen Höhenmeter.
Wir alle genießen die Zeit und für uns ist es wieder eine echte Yogatraumreise. Sonja und Ina erleben die Zeit doppelt intensiv. Beide Frauen sind schwanger und schicken viel Energie an ihr noch ungeborenes Leben. Es ist eine Zeit zum Ankommen und Energie auftanken. Ina spürt in der Meditation das erste Mal das Baby von Innen boxen. Sie ist überglücklich und ich auch. Es ist auch mein Kind und in fünf Monaten gibt es ein neues Yogibaby. Es wird ein Junge. Er heißt „…“ Name wird nicht verraten.
Wie immer gibt es noch viel mehr zu berichten, doch dafür fehlt die Zeit. Yoga kann man nicht erlernen, Yoga kann man nur erfahren. Und das gilt auch für eine Yogareise. Für uns war es wieder eine große Freude, diese Woche anbieten zu können. In einer Woche sind wir wieder zu einer großen Familie zusammengewachsen und wir allen waren ein Teil dieser Reise. Die Email Adressen sind ausgetauscht und für manche ist es wieder nur ein Abschied auf Zeit. Auch 2010 heißt es wieder: „Willkommen in der Toskana“.
Namaste’
Wir haben bereits die Termine für den nächsten Toskana Yoga Urlaub reserviert.
Impressionen unserer Yoga & Wanderwoche
(Bitte auf das jeweilige Bild klicken)
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Autor: Silvio Fritzsche · 7 Kommentare · Trackback













7 Kommentare | Eigenen Kommentar schreiben
Hallo lieber Silvio,
dank Dir noch mal für die wunderschöne Woche. Es war einfach großartig mit Euch. Ich bin immer noch ganz beseelt von dieser traumschönen Landschaft und natürlich auch vom Yoga. Ich bin ganz motiviert und werd mich ab nächste Woche mal umschauen.
Ich wünsche Euch beiden eine ganz wunderschöne Hochzeit und alles alles Gute. Ach ja und auf Deinem Verteiler bleib ich doch, auch wenn ich Dich ab und an – eigentlich ja ganz selten – gefoppt hab;-)???
Es hat mich auf alle Fälle sehr gefreut Dich / Euch kennen gelernt zu haben. Und ich könnte Wiederholungstäterin werden. Mal sehen was die Zeit bringt
Fühlt Euch gedrückt
Sabine Stenschke
[...] zum Reisebericht [...]
Hallo Silvio,
das ist ein wirklich toller Reisebericht.
Viele Dank noch mal für den schönen Urlaub.
Diese ruhige ausgelassene Stimmung hat mich noch die ganze Woche begleitet.
Meine Kollegen waren ganz verwundert.
Alles Gute
Augustin
Lieber Silvio,
vielen Dank für den schönen Bericht und vor allem für die schöne Woche in Casola! War wirklich ne Traumreise- und das liegt nicht zuletzt an Deiner und Walters netter achtsamer und liebevoller und lustiger Anleitung! vielen Dank nochmal dafür und- ein spontanfoto mit meiner Kaugummiautomatenkamera noch von Dir.
Viele liebe Grüße aus München.
Silke
Lieber Silvio, Lieber Walter,
Nochmals vielen Dank für diese wunderbaren Yogaferien, den Geburtstagsapero und das liebevolle Geschenk. Es haben sich so glückliche Gefühle offenbart, die ich schon lange nicht mehr in dieser Art gespürt habe. Es fühlt sich immer noch SUPER an. Pius geht es ähnlich – er kannte das so nicht. Wir sind Euch dankbar, dass Ihr so seid wie Ihr seid.
Alles Liebe und ich hoffe auf ein baldiges Wiedersehen in Vaduz – im Raum für Yoga.
Wir grüssen alle Yogis die uns beiden eine wunderschöne Woche bereitet haben und möchten uns dafür bei allen bedanken. Wir hoffen das wir uns alle bald wieder sehen bzw. spätetstens nächstes Jahr im Il Convento.
Viele liebe Grüsse von Berni und Bettina
Hallo liebe Geri und lieber Pius,
Es freut uns ganz sehr, dass Ihr zwei mitgekommen seid. Zusammen den Spirit des Conventos zu genießen, macht noch mehr Spaß. Oft lässt sich das Feeling nicht in Worten beschreiben und man muß es einfach selbst erleben. Schön das es Euch gefallen hat. Der ungezwungene Charakter dieser Reise hat auch für uns einen besonderen Reiz. Ich wünsche Euch eine schöne Zeit und bis bald mal wieder in Vaduz. Grüße auch an Annemarie und Anita.
Geburtstag in Italien im Convento zu feiern ist immer etwas Besonderes. Ich spreche aus Erfahrung
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