28.06.2010
Die Rolle des Atem im Yoga
Für die meisten ist die Atmung eine Selbstverständlichkeit. Sie kommt und geht ganz automatisch, 24 Stunden am Tag und unser Leben lang, ohne dass wir uns darüber Gedanken machen müssen. Erst wenn sie nicht so passiert, wie wir das erwarten, registrieren wir ihre lebenswichtige Funktion. Z. B. wenn wir schlecht Luft bekommen während einer dicken Erkältung.

Ujjayi-Pranayama in Kärnten; Juni 2010. Das Hören des Tons bei der Ausatmung
© Foto: Yogatraumreise
Im Alltag schöpfen wir meist unser mögliches Atempotenzial (Lungenvolumen) gar nicht aus. Das bedeutet, dass wir nicht den vollen Umfang nutzen, um unseren Körper mit Sauerstoff zu versorgen.
Atmung bedeutet Leben – und das nicht nur im Yoga!
Im Yoga verbindet die Atmung unseren Körper mit dem Geist. Man sagt, sie sei die Brücke zwischen der inneren Einstellung und Entschlossenheit. Sobald die Atmung schneller und flacher wird, signalisiert uns unser Körper, dass wir unsere „Grenze“ überschritten haben. Die Atmung hilft uns also zwischen einem „noch ein bisschen mehr“ und „zu viel“ zu unterscheiden – ziemlich praktisch. Schwierige oder neue Yoga-Haltungen stellen uns Yogis vor besondere Herausforderungen. Es entsteht ein Spiel mit der eigenen, individuellen Grenze. Mit Hilfe einer konzentrierten Atmung beeinflusst man das Durchhaltevermögen auf positive Art und Weise und kann seine Grenze evtl. weiter verschieben.
Unser Atem ist also der Stoff, der uns Kraft gibt eine Asana zu halten und noch weiter zu vertiefen. Er verhilft uns zu besserer Konzentration und verschärft unsere innere Wahrnehmung. Wenn wir während der Asana-Praxis den Atem gezielt in einzelne Stellen des Körpers lenken, werden diese Bereiche gedehnt und es können sich sogar kleinere Blockaden lösen. Allein durch die Kraft unserer Atmung.
Unsere Yoga-Praxis lehrt uns also, tiefer und bewusster zu atmen. Durch regelmäßiges Üben lernen wir ein Atembewusstsein zu entwickeln und irgendwann können wir dieses Bewusstsein auch außerhalb des Yoga-Kurses für uns nutzen.
So nutzt man die positiven Eigenschaften des Atems im Alltag:
Wenn es mal wieder stressig wird, setzen Sie sich aufrecht hin, schließen die Augen und konzentrieren Sie sich nur auf Ihre Atmung. Atmen Sie so ruhig und tief wie sie können. Füllen Sie Ihre Lungen maximal und zählen Sie dabei langsam bis 4, 5 oder weiter. So bringen Sie die Luft bis in den unteren Teil Ihrer Lunge, wo der Sauerstoff-Austausch am wirksamsten ist. Behalten Sie diese Zahl auch bei der Ausatmung bei. Versuchen Sie so, die Ein- und Ausatmung immer weiter zu verlängern.
Eine ruhige und tiefe Atmung hat eine Vielzahl von positiven Wirkungen auf Körper und Geist. Die Herzfrequenz verlangsamt sich, Ihre Muskeln entspannen, Ihr Blutdruck sinkt, Sie lindern Angst und Ihr Geist beruhigt sich. Sie werden schnell spüren, dass Sie sich anschließend viel fitter fühlen und effizienter arbeiten können.
Also, öfter mal Pause machen und bewusst Atmen!
Gastbeitrag vom Blog www.Diana-Yoga.de

Und wo geht die nächste Yogareise hin?
Hier gibt es alle Termine im Überblick.
Omm & weg!
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Autor: Diana · Kommentieren · Trackback







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