5.04.2010
Heilquellen helfen: Über das Vorhandensein der Naturapotheke
Thermalbad-Wasser aus der Vulkaneifel wird direkt aus 2.000 m Tiefe vom Erdinneren aus nach oben geleitet. Seit 25.000 Jahren bilden sich sozusagen täglich neu unterirdische Gewässer, die mit 32 °C Naturwärme seit jeher positiv für physikalische Therapien zur Verfügung stehen und auch angewendet werden. Definiert ist eine Therme als Quelle, die mit mehr als 20 °C austritt und dieser Name trifft dann hier zu. Doch ein weiterer Name herrscht noch als Fachbegriff: Die sogenannte “Glaubersalztherme” – benannt von Johann Rudolf Glauber. Es handelt sich hier um ein bestimmtes Mineralsalz mit den Bestandteilen Natrium, Hydrogencarbonat, Sulfat. Wenn es sich dann hier um einen Mineralwassergehalt über 2,445 Milligramm pro Liter handelt, ist dies als “Heilbad” bezeichnet – angewendet als Kurheilmittel, ist dies zum einen ein vollständiger Schmerzstiller: Bei chronischen Schmerzen nachhaltig und vorbeugend, die Ganzheit des Körpers ordnend und entstressend können sie auch antidepressiv wirken.
Mindestens ein Gramm pro Liter Wasser müssen an Mineralstoffen oder Spurenelementen in Wasser enthalten sein, um es als Heilwasser auszuweisen. Mögliche – wohltuende – Mineralien sind hier: Chlofide, Carbonate, Bromide, Magnesium, Eisen, Mangan, Natrium, Calcium, Cäsium, Rubidium, Aluminium, Barium, Lithium, Zink, Blei, Kupfer – weiterhin noch Borsäure, Salpetersäure.
Medizinische Anwendungsbereiche liegen bei fast allen Organen: Ob es um die Verdauung geht, einzig und allein um die Nieren, um Hautunreinheiten, um die Stärkung des Immunsystems – nicht nur für die innerliche Anwendung, sondern auch eben durch das Baden selbst kann Krankheiten der Weg versperrt werden, die oft mit dem Nachlassen von Kräften oder mit Mangelerscheinungen in der Ernährung zu tun haben. Heilquellen sind nicht nur in ganz Deutschland, sondern in vielen östlichen Ländern sowie auch in amerikanischen Gebieten oder auch in Kanada verbreitet: In Europa ist z. B. Karlsbad eine der wenigen auch staatlich anerkannten Heilquellen. Der Gesundheit den Vorschub leisten durch natürlich vorkommende Mineralverbindungen: ein Beweis, dass oft medizinische Präparate nicht einen Nutzen darstellen.
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Autor: Silvio Fritzsche · Kommentieren · Trackback







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