Yogatraumreisen

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24.04.2010

Ein natürliches Herzmittel – frei Haus und in Mengen

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Im Jahre 2005 wurde eine Studie mit 24 Personen durchgeführt, wahllos Männer und Frauen. Bei der Hälfte handelte es sich um professionelle Musiker mit mindestens 7 Jahren Berufserfahrung, die anderen waren musikalische Laien. Jedem Teilnehmer wurden Teile kurzer Musikstücke verschiedener Art und Schnelligkeit (eine Gesamtauswahl mit einer Länge von vier Minuten) vorgespielt, nämlich indische Klassik, Beethovens Neunte, Rap, Vivaldi, Techno und Anton Webern – jedem wurde durch einen Zufallsgenerator eine zweiminütige Pause in sein persönliches Programm eingebaut.

Während des Musikhörens waren die Probanden an Atem- und Pulsmessgeräte angeschlossen, sodass sich nun folgende Ergebnisse ergaben: Schnellere Musik (und komplexere Rhythmen) erhöhen beim Hörer die Atmung und die Herzschlagfrequenz (unabhängig davon, welchem Stil die Hörprobe angehörte: Techno und schnellere Klassik haben denselben Effekt.) Je schneller die Musik, desto höher die körperliche Anteilnahme bzw. Erregung. Entsprechend war es bei langsamen Stücken umgekehrt: Am beruhigendsten war indische Klassik – bei diesem Stil war bei jedem Probanden das langsamste Maß an Herzschlag zu beobachten. Ebenso fiel bei allen der Grad der körperlichen Erregung während der zweiminütigen Pause jeweils viel schwächer aus, als er zu Anfang gemessen wurde; bei den professionellen Musikern war dieser Effekt regelmäßig deutlicher (sie sind ja darauf eingespielt, ihren Atem mit musikalischen Hörsequenzen zu synchronisieren).

Die Anzahl der Gesamtteilnehmer einer Studie sind nicht für die grundsätzliche Bedeutung einer solchen bedeutsam. Sondern der Ausgang zeigt, dass es die Naturgesetze selbst sind, die den Menschen, der ebenfalls diesen Gesetzen zugeordnet ist, heilen oder schaden, fördern oder hindern können. Es sind dies musikalische Ton- und Melodienverläufe, die Herzmittel unnötig machen – zumindest sollte Musik als Therapie immer zunächst in praktische Erwägung gezogen werden. Akustische Wellen können in der Tat auch tatsächlich heilen.

Deshalb gilt: Alles, was im Alltag “aufregt”, erregt, ärgerlich macht (oder auch aggressive) hat es weniger verdient, “rausgelassen (was neuen Stress verursachen würde)”, oder gar mit einer “chemischen Keule” bearbeitet zu werden, sondern langsame Musik beruhigt – daraus folgt: Für die Gesundheit ist es nicht wichtig, “worüber” man sich aufregt, sondern nur “dass”. Und das kann man natürlich klingend besiegen.


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Autor: Silvio Fritzsche   ·   Kommentieren   ·   Trackback

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