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4.09.2009

Surya Namaskaram. Das Sonnengebet

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Das Sonnengebet oder der Sonnengruß entstammt dem Indischen Yogavendata, welches dem großen Wissensschatz der Inder, den Veden zugehörig ist.

Die Verehrung der Sonne geht zurück bis zu den Anfängen der bekannten Menschheitsgeschichte. Das Sonnengebet der indischen Yogis wir seit Jahrtausenden in Ashrams, welche den westlichen Klöstern ähnlich sind, ausgeführt. Es wird morgens kurz vor Sonnenaufgang, nach Osten ausgerichtet ausgeführt.

Die Übungsfolge besteht aus 12 ineinander übergehenden Körperstellungen. (DEN NAMASKARAS ) Jeder dieser Übungen streckt oder beugt den Rücken, und somit die Wirbelsäule, von deren Elastizität es abhängt ob wir uns jung fühlen oder nicht…Den leidigen Wirbelverschiebungen wird Vorgebeugt. Was die Übungsfolge nun zur spirituellen Praxis werden läst, ist das richtige einbeziehen des Atems und auf das geistige Fokussieren auf die Symbolik die hinter den jeweiligen Stellungen zu finden ist. Dazu Später…

Am Anfang einer Übungspraxis sind viele Menschen steif und können die Übungen nur bedingt ausführen. Doch in dem er die Übungen täglich – und auf das Tägliche kommt es an – ausführt erreicht er langsam und ohne zu große Anstrengung den “millimeterweisen” harmonischen Fortschritt. Die Übungen akupressieren den ganzen Körper und lassen nichts Unberührt. Man beachte, das dass Üben nie zu körperlicher Erschöpfung führt, sondern immer erfrischend ist. Das Sonnengebet ist im Yoga eine Sonderklasse, es ist das Schnellyoga gegenüber dem auf minutiöser Langsamkeit beruhendem Hatha Yoga.

Zur Atmung

Die Atmung beim Sonnengebet ist essentiell Wichtig um den Körper, vor allem den unteren Rücken zu Schützen. Man merkt allerdings sehr schnell, das ein “falsches” Atmen wieder der jeweiligen Bewegung währe. Im Gegensatz zum, im Hatha Yoga üblichen bestreben, den Atem zu regulieren, wird beim Sonnengruß so geatmet, wie die Natur es uns eingibt. Also kürzer, trotzdem aber jedes Mal voll ein und voll aus.

Hinsichtlich der Namaskars ist zu sagen: Das regelmäßige tägliche Üben erhält den Körper in allen Teilen jung und geschmeidig, lässt kein Ansetzten von Schlacken zu, erhellt den Geist und die Stimmung, schärft die Denkfähigkeit, stärkt das Gedächtnis und wirkt wunderbar heilsam auf den ganzen Körper, auf die Wirbelsäule, auf alle Organe und Drüsen, auf den Kreislauf, Muskeln, Sehnen Bänder und Gelenke.

Diese Verheißung ist keine Großsprecherei zwecks Werbung, sondern tausendfach erlebte Erfahrung derer, die gewissenhaft übten…

Namaste’ Mudra

“Namaste” ist die wohl bekannteste und am häufigsten gebrauchte Grußform im hinduistischen Kulturkreis. Hierbei werden beide Handflächen in Herznähe aneinander gelegt und der Kopf wird leicht nach vorne gebeugt. Hinter dieser Geste der Sammlung und Ruhe, die auch “anjali mudra” heißt, liegt eine tiefe symbolische Bedeutung. Die beiden Hände sollen gegensätzliche Prinzipien wie die positiven und negativen Kräfte, das Männliche und das Weibliche oder Geist und Materie ähnlich dem chinesischen Jing und Yang sowie die Einheit dieser scheinbaren Dualitäten darstellen.

Die Dualität in zusammengebrachter Form hebt sich in allen Fällen auf und symbolisiert den Ausgleich oder die Einheit der Gegenpole. Namaste kommt aus dem Sanskrit, “nam” für “sich verneigen” und ist ein Zeichen höchsten Respekts. Der Gruß Namaste hat die ungefähre Bedeutung: “Ich beuge mich vor dem Göttlichen in dir. “oder” Du und ich, wir sind eins. Ich grüße, ehre und verehre den Gott in dir.”

Mahatma Ghandi soll die Bedeutung des Namaste-Grußes folgendermaßen erläutert haben: “Ich ehre den Platz in dir, in dem das gesamte Universum residiert. Ich ehre den Platz in dir, wo, wenn du dort bist und auch ich dort bin, wir beide nur noch eins sind.”

Die Bedeutung des Namaste-Grußes beinhaltet also die Überzeugung, dass sich hinter der äußeren Erscheinung des begrüßten Menschen ein höherer, göttlicher Kern, ein verwirklichtes Selbst versteckt. Diese Überzeugung ist offensichtlich im hinduistischen Kulturkreis so stark verankert, dass sie sich wie selbstverständlich im allgemein üblichen und weit verbreiteten Begrüßungsritual manifestiert.


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Autor: Silvio Fritzsche   ·   Kommentieren   ·   Trackback

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