15.04.2010
England im Kleinen – Natur der besonderen Art
Als ein interessanter Aufenthaltsort auf den Britischen Inseln kann stets die Isle of Wight betrachtet werden – sie gehört zu den natürlichen Schönheiten des Vereinigten Königreiches. Das, was in Deutschland als Naturschutzgebiet (oder mehr noch: erhaltenswertes Naturschutzgebiet) deklariert wird, heißt für die englische Inselgruppe “Area of Outstanding Beauty”, was ungefähr übersetzt werden kann mit “Bereich von herausragender natürlicher Schönheit”.
Die Insel selbst ist 380 Quadratkilometer groß, wovon mehr als die Hälfte mit dem oben genannten Naturschutz-Prädikat versehen ist. Landwirtschaftlich bebaut sind 258 Quadratkilometer, 52 Quadratkilometer bewohnt und 92 Kilometer verläuft die Küste. Die Landschaft der Insel ist bemerkenswert vielfältig, sodass sich eine Art stehender Ausdruck eingebürgert hat, das Gebiet als “England im Kleinen” zu beschreiben. Der westliche Teil, “West Wight” ist vorwiegend ländlich, mit atemberaubenden Küstenschluchten und auch dem Bergrücken der Kreidefelsen, der in der Mitte der Insel endet – dies ist wohl der meistfotografierteste Teil der Insel. Der höchste Punkt der Insel ist ein Hügel von 241 m Höhe ü. NN. In Großbritannien und Irland wird jeder Hügel, der über 150 m hoch ist (und derartige scheinbar plötzliche Erhebungen gibt es 1.555 auf den Inseln) “Marilyn” genannt.
Das Wildleben auf der Insel ist bemerkenswert – es handelt sich um einen der wenigen Plätze, in denen in England das rote Eichhörnchen zu beobachten, dafür aber – im Gegensatz zum Rest Englands – das graue nicht. Es existiert unter der Inselfauna kein Rotwild, dafür jedoch geschützte Arten wie z. B. die Haselmaus – und viele seltene Fledermaus-Arten. Diese Insel ist das Gebiet mit dem höchsten Aufkommen an Dinosaurier-Fossilien in Europa. Immer wieder zeigen sich neue Funde, wenn Sand abgespült wird an den Strandfelsen.
Wer nun ein großartiges, stürmisches, natürliches und beeindruckendes Stück England – Stück Insel erleben möchte, wer es erleben möchte, wie es ist, scheinbar endlos an der Küstenlinie in rauer, aber faszinierender Natur entlangzuwandern, der ist hier genau richtig. Nur eine Stunde Flug, eine weitere Autofahrt und man spürt geheimnisvolle Natur der Fülle – kombiniert mit rauer See.
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Autor: Silvio Fritzsche · Kommentieren · Trackback







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