30.03.2010
2010: Eröffnung des Tiroler Gletscherparks
Auf über 3.000 m Höhe: Der Tiroler Gletscherpark, erstmals eröffnet 2010, liegt zwischen Pitztal und Kaunertal. Wasserfälle, Wald, Felswüsten, zumindest noch für einige Jahre ewiges Eis erweisen sich dem Wanderer und Reisenden als ein äußerst überwältigendes und beeindruckendes Landschaftsbild – Edelweiß, Silberwurz sind tatsächlich beobachtbar, genauso wie auch Murmeltiere und Steinböcke. Geografisch werden im Tiroler Gletscherpark genau fünf Elemente in eine zugängliche Erlebnisregion, aber gleichzeitig als unveränderbar erklärtes Naturschutzgebiet vereinigt: Der Pitztaler Gletscher, der Kaunertaler Gletscher, das Gebiet um den Rifflsee, den Fendels sowie die Kaunertaler Gletscherstraße; infrastrukturell erschlossen durch die Imster- und Hochzeiger Bergbahnen und anschaulich erklärt durch das Naturparkhaus. Dieses enthält eine Ausstellung, die mittels verschiedener Medien den Besucher auf die verschiedenen Lebensräume des Naturparks hinweist, ohne dass Bergsteiger dort Zutritt hätten – auch wird aus geologischer Sicht über frühere Zustände der umgebenden Bergformationen anschaulich informiert. Führungen durch erfahrene Experten in die Kaunertaler Gletscherspalte werden in regelmäßigen Abständen für gut ausgestattete Gruppen veranstaltet, einerseits um die Ehrfurcht vor Eis, Natur und Schönheit zu intensivieren, und andererseits, um dem professionellen, wie auch dem Hobbyfotografen Bilder einzigartiger Schnee- und Naturschönheit und Schluchtensichten zugänglich macht.
Mit 3.440 Metern ist es tatsächlich der höchste Seilbahn-Punkt in ganz Österreich, auf den die Pitztaler Gletscherbahn trägt – eine leichte Tagestour bringt den Wanderer auf den Gipfel der Wildspitze mit 3.774 Metern. Der Blick von dort oben sieht in etwa so aus (abhängig von der jeweiligen Position des Schauenden): http://www.alpen-panoramen.de/panorama.php?pid=2946. Es sind die Berner Alpen (westlich) sowie die Schobergruppe (östlich), die das Sichtfeld abgrenzen: Ohne Erdkrümmung würde man noch weiter sehen. Die Erstbesteigung des Südgipfels (damals noch gänzlich ohne den Gedanken an eine Seilbahn) erfolgte im Jahre 1848 (Leander Klotz und Begleitung) – mittlerweile ist bereits der Nordgipfel abgeschmolzen, sodass derzeit der Südgipfel tatsächlich als Hauptgipfel gilt (wie lange, kann selbstverständlich nicht abgeschätzt werden).
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Autor: Silvio Fritzsche · Kommentieren · Trackback









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