15.03.2010
Gesunde vegetarische Ernährung im Yoga
Du bist, was Du isst!
Yoga ist die Lehre über den Einklang von Körper, Geist und Seele. Bereits vor über tausenden von Jahren haben sich die Yogis in Indien mit dem Thema gesunde Ernährung befasst und Tipps für eine ausgewogene und leicht bekömmliche Ernährung niedergeschrieben.
(c) Foto: bYoga
Heute wissen wir, dass unser Essen einen direkten Einfluss auf unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit hat. Beispielsweise regen scharfe Gewürze, wie zum Beispiel Pfeffer oder Chili, unseren Stoffwechsel an, führen zu innerer Hitze bis hin zum Schwitzen. Im Gegensatz dazu wirkt der Verzehr von Zitrusfrüchten kühlend für unseren Organismus. Andere Inhaltsstoffe (Pilze, Fleisch) führen zu Müdigkeit und Trägheit, weil diese schwer verdaulich sind. Und es gibt Nahrungsmittel, die unseren Körper nicht belasten, sozusagen neutral sind. Hierzu zählen insbesondere gedämpftes Gemüse, gekochtes Getreide und auch Milchprodukte. Aus diesem Zusammenhang und Kontext heraus haben die Yogis die Nahrungsmittel nach ihrer Grundeigenschaft (Sanskrit: Guna) eingeteilt:
- rajas – bewegt, aktiv, heiß
- tamas – unbewegt, ruhend, kalt
- sattva – rein, klar, ausgeglichen
Ein Yogi möchte Nahrung aufnehmen, die leicht verdaulich ist, ausgleichend wirkt und einen hohen Nährwert hat, ohne dabei der Welt Schaden zuzufügen. Deshalb wird aus yogischer Sicht die vegetarische Ernährung empfohlen. Wenn wir Lebewesen töten, um diese dann zu Essen, entsteht Leid, welches es zu vermeiden gilt. Aus ethischen Gründen verzichtet ein Yogi daher bewusst auf Fleisch. Darüber hinaus gibt es heutzutage viele ökologische und soziale Gründe, die für eine fleischlose Ernährung sprechen. Unmengen an Energie und wertvollem Wasser sind notwendig, um ein Kilo Fleisch zu „produzieren“. Kühe, die selbst Vegetarier sind, bekommen Tiermehl und Antibiotika verabreicht, um möglichst schnell zu wachsen und viel Milch zu geben.
Alle Techniken im Yoga haben geistige Klarheit und innere Ruhe zum Ziel. Die Ernährung soll dem Übenden auf diesem Weg unterstützen und helfen. Deshalb wird empfohlen, sattvaige Nahrung aufzunehmen. Günstige Nahrungsmittel sind u.a. Weizen, Reis, Gerste, Milch, geklärte Butter (Ghee), Honig, getrockneter Ingwer, Mungbohnen und sauberes Wasser. Zu den ungünstigen Nahrungsmittel zählen u.a. alles Bittere, Fleisch, Quark, aufgewärmte und ausgetrocknete Lebensmittel. Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass die auch Bestandteile von Lavita sattvigen Charkter haben und damit auch aus der Sicht des Yoga zu empfehlen sind. Die Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt bis zu 650 Gramm frisches Obst und Gemüse täglich zu essen. Die Realität sieht leider ganz anders aus. 9 von 10 Deutschen essen weniger als 250 Gramm Obst und Gemüse am Tag. Oft ist unsere Ernährung von Industrieprodukten, Fast Food und haltbar gemachten Lebensmitteln bestimmt, die uns vielleicht satt machen, aber nicht gesund sind. Eine sattvige Nahrungsergänzung (Lavita), die uns alle wichtigen Vitalstoffe biete, ist in unserer heutigen Zeit unverzichtbar.
Eine von Liebe geprägte Beziehung zu unserer Mutter Erde, die auf Stabilität und Harmonie beruht, sollte sich auch in unserer Ernährung wiederspiegeln. Damit haben wir die Chance, uns leicht, klar und stark zu fühlen. Wir sind fit, für die Aufgaben des Alltags.
Ähnliche Artikel:
Autor: Silvio Fritzsche · Kommentieren · Trackback



Kommentieren