Yogatraumreisen

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4.03.2010

Geschützte Natur – Orte zum Innehalten

Riomaggiore, Corniglia, Manarola, Vernazza, Monterosso – das sind fünf Orte, fünf Weinbauerndörfer, fünf Flecken. Auf Italienisch heißt dies: “Cinque Terre”. Für den Weltbürger ist dies Welterbe, festgeschrieben von der UNESCO im Jahre 1997. Nichts darf mehr verbaut, verändert werden – nur per Bahn oder Wanderweg, zuweilen auch per Boot sind sie erreichbar (die Straße führt nur zu Riomaggiore und Manarola) und bestehen in ihrer urtümlichen Bauart so, wie sie sich seit ca. 1.000 Jahren entwickelt haben.

12 km lang ist der klimabegünstigte Küstenstreifen an der italienischen Riviera, der sich zwischen Punta Meso und dem Ort Punta di Montenegro erstreckt – es ist die Region Ligurien, der die ca. 7.000 Einwohner angehören. Der jahrhundertelang gewachsene Weinbau ist wie ein Kunstwerk zu betrachten – jedenfalls haben hier Generationen um Generationen “an einem Strang” gezogen, um im Bewusstsein ihrer Lebensbedingungen daran zu arbeiten, diese nicht nur zu erhalten, sondern auch an Nachkommen weiter zu geben. Gemeint sind hier insbesondere die Terrassenmauern, die jahrhundertelang von den Einwohnern gepflegt, weiterhin jedoch auch von einem Studienprojekt der Universität Genua (Abteilung Polis, Architekturfakultät) sorgfältig stabilisiert und bewahrt werden.

Es herrscht ein mildes Klima hier, die Bergkette hält Winterwinde ab und sommers hält es sich bei 30 °C. Besucher zählen nicht zu herkömmlichen Touristen, denn es sind grundsätzlich Naturliebhaber und Wanderfreunde, die sich auf die Fußwege zwischen den Orten sowie die Achtsamkeit und die Ehrfurcht vor dem Gegebenen einlassen.

Auch sind die Cinque Terre Meeresschutzgebiet – seit 1997 ebenfalls. Felswände, Untiefen, Klippen rahmen sehr seltene Gorgonienarten und Korallen: Hier ist vor allem die schwarze Koralle hervorzuheben, die kaum andernorts besteht. Gerade dieser Meeresabschnitt ist überdies für Wale geschützt. Er gehört zu einer internationalen Schutzzone.

Die Hauptstadt Liguriens ist Genua – dort merkt man eher die internationale Ausrichtung, insbesondere die Hafengegend: Das Aquarium ist das größte Europas – und als zusätzliche Ausrichtung auf das erforderliche Bewusstsein der Weltbevölkerung existiert hier eine Biosphärenkuppel, die reproduziert, wie der Regenwald “funktioniert”.

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Autor: Silvio Fritzsche   ·   Kommentieren   ·   Trackback

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