25.02.2010
Die unbändige Kraft des menschlichen Inneren
Hätten Sie das Verlangen, Ihr Energiepotenzial zu steigern? Ihr Immunsystem zu stärken? Die Kraft der zwei Herzen ständig im eigenen Körper zu spüren? Lunge und Verdauung zu einem stetigen Optimum an Leistung zu führen? Das, was Sie im Alltag erwartet, mit ruhigem Geist angehen zu können? Termingerecht und mit einer seltsam inneren Zufriedenheit Ihrem Alltag nachzugehen können, ohne Stress zu empfinden? Was Sie nicht dafür brauchen, sind die mit genau diesen Versprechen gekennzeichneten Packungen aus Drogerien und Apotheken. Auch nicht, an entsprechend angekündigten Seminaren von weither angereisten Gastdozenten teilzunehmen.
Denn die Lösung für die Steigerung Ihrer Gedächtnisleistung, Ihrer Ausdauer und die Energie dafür, sich nicht wegen unbedeutender Kleinigkeiten aus der Ruhe bringen zu lassen, liegt im menschlichen Atem und darin, wie dieser genutzt werden könnte. Pranayama, so heißt die einfachste – aber auch grundsätzlichste – der Yoga-Atemtechniken, die es lehrt, tiefe Zwerchfellatmung zu pflegen. Auch die kennen wir: So atmen wir ein, wenn wir nach einem Duft forschen. Aber dies, zugegebenermaßen, geschieht selten. Kulturen, die Krankheit und Tod aus dem alltäglichen Gespräch ausgrenzen – wie sollen sie gelernt haben, sich des eigenen Körpers bewusst zu sein?
Doch ausnahmslos jeder menschliche Körper ist dazu fähig, sich in einen Zustand zu versetzen, nur ungefähr viermal in der Minute sehr tief ein- und wieder über das Zwerchfell auszuatmen. Das bringt viel Ruhe, macht emotional stabil und physisch gesund. Umgekehrt, und das heißt frei übersetzt: “Feueratem”, können es auch 120 Atemzüge in der Minute sein. Überstresste Nerven werden ruhig, Spannung richtet sich dorthin, wohin sie wirklich gebraucht wird: In der Konzentration auf die Aufgaben, die gegeben sind. Seit dem 12. Jahrhundert wird auch die körperorientierte Form des Yogas gepflegt: der “Hatha”-Yoga, dessen Teil die oben beschriebene Atemtechnik ist. Yoga hatte immer das Ziel, interkulturell zu sein. Und interreligiös. Weil dieselben Energien in jedem Menschen sich befinden, in den meisten jedoch nie erweckt werden.
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Autor: Silvio Fritzsche · Kommentieren · Trackback



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