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Reif für die Yoga Insel. Eine Reiserückblick.

So schön kann ein Yoga Urlaub auf  Rügen sein.  September 2012

Yoga Reise Ostsee Meer

Schon im Zug entspanne ich. Klingt toll, nur ich bin ehrlich, erst im letzten Viertel meiner Reise gelingt mir dies. Bis dahin telefoniere ich, bin unheimlich wichtig, weil mein Firmenhandy ständig klingelt. Das Gefühl des Loslassens stellt sich unvermittelt mit Tränen in den Augen ein. Ich freue mich und lasse los, stelle das Handy aus und gähne.

Ein äußerst gut gelaunter Silvio holt mich 21.21 Uhr vom Bahnhof in Samtens ab. Mein Yogalehrer ist voll in Urlaubsstimmung, die sich so gleich auf mich überträgt. In rasanter Fahrt geht es zum Yoga Domizil in den Südosten der Insel Rügen.  Dort erwartet mich eine illustre Runde mit viel Freude im Herzen und ein wenig Wein im Körper ;-) .

Zur Erklärung:
Die Reise zu mir selbst beginnt für mich 4 Tage später als für die anderen Yogatraumreisenden.

Tag #1. Rumliegen am Strand, ganz viel Yoga und eine Zauberköchin…

Entsprechend frisch ist meine Muskulatur, entsprechend zeitig werde ich am nächsten Tag wach und neu ist sowieso alles noch. Vielleicht liegt es am Wesen des Yogis oder einfach an den Menschen… ich werde super aufgenommen, ohne bedrängt zu werden oder viel schlimmer noch „links liegen gelassen“ zu werden. Die erste Yogaeinheit für mich ist dann wohl schon die Achte für den Rest. Ich erreiche trotzdem schnell meine Grenzen – grübeln hilft mich zu erinnern, dass meine letzte Yogastunde auch schon ein Stück zurückliegt, da bekomme ich nun die Strafe. Am Ende der Stunde lasse ich mich mit einem wohlverdienten Seufzer in Shavasana sinken.

10.00 Uhr ist Brunch angesagt – endlich gibt es etwas zu essen. ETWAS ist falsch, denn dies spiegelt nicht das leckere, vollwert, bio, vegetarische, mit viel Liebe zubereitete, mit außergewöhnlichen Gewürzen gespickte, abwechslungsreiche Essen von Anita – unserer Zauberköchin der Herzen – wieder.

Lecker Essen an der Ostsee

Danach erkunde ich die Gegend. Glücklicherweise sind viele Einsamkeitssuchende hier, somit geht jeder seinen Weg. Unterwegs trifft man sich, begrüßt sich und geht dann weiter in seine eigene Richtung – alle mit dem gleichen Ziel – sich selbst zu begegnen. Ich finde mich schließlich am Strand wieder, lege mich schnell in die Sonne, damit ich keinen Sonnenstrahl verpasse. Und während ich so liege und mich frage, ob die Sonne gerade meine Nase kitzelt, überrascht mich eine süße Hundeschnauze. Nach einem entsetzten Blick meinerseits, kann ich in das Gelächter des Hundehalters einstimmen…. Ja, man wird schon ganz schön entspannt auf so einer Reise.

Eine gefühlte halbe Stunde später kreuzt wieder eine Yogareisende meinen Weg. Während unseres kurzen Gespräches stelle ich fest, dass ich nicht eine halbe Stunde dort „rumgelegen“ habe, sondern 4 Stunden. Unglaublich… entspannt… träumend… ich selbst!

Der uhrzeitliche Hinweis hat aber auch noch einen anderen Grund: in einer Stunde beginnt die nächste Yogaeinheit – Thai Yoga Massage mit Daniela. UND ich muss noch ca. 40 min zurücklaufen, umziehen, Chai-Tee trinken… und, und, und. UND was mach ich? Ich drehe mich nochmals rum, sage Sabine, dass ich gleich nachkomme.

Denn es ist Zeit. Es ist Zeit für mein mir im Zug auf der Herfahrt überlegtes Ritual: ich werde meine Erwartungen an mich selbst in einen Papierkahn setzen und auf die See hinausschicken. Aus meinem Zugticket bastle ich ein hochseetaugliches Boot und setze als Symbol für meine Erwartungen einen wirklich klitzekleinen Stein hinein. Dann schicke ich sie auf Reise – mit viel Mühe schafft mein Boot gerade mal einen Meter hinaus aufs Meer, bevor es schmählich im Wasser versinkt. Ohne dies interpretieren zu wollen, beschließe ich: Symbolik ist nix für mich!

Thai Yoga Massage und Acro Yoga an der Ostsee

Ich bin zur rechten Zeit umgezogen im Yogaraum. Silvio will mir etwas gutes Tuen – obwohl er das mit dieser Traumreise schon einfach so getan hat – und schlägt mich Daniela für die Vorführung ihrer Massage vor. Dankend nehme ich an, platziere mich in die Mitte und genieße die Thai Yoga Massage gleich doppelt… auch hier die pure Entspannung, lausche der Stimme von Daniela und versuche meine Yogi-Kollegen ringsherum auszublenden. Spontane entscheide ich diese Massage von Daniela nochmals in einer Einzelstunde einzufordern.

Danach treffen wir uns alle beim Essen, glückselig lächeln… aber das ist scheinbar normal hier. Am späten Abend nutzen wir unsere spirituelle Energie und singen das Gayatri-Mantra und zwar genau 108-mal, dies kenne ich schon aus der Toskana-Reise und freue mich riesig darauf. Und wieder spüre ich die einzigartige Dynamik des Chantens und nehme mir mit, was mir noch fehlt für mein Selbst.

Alle huschen ins Bett, auch ich – mein erster Yogatraumreisetag endet mit viel Selbst und einem kurzen Blick in meine Firmenmails – ich kann es (noch) nicht lassen.

Tag zwei meiner Reise bricht an mit einer Meditation und Silvios spontaner Entscheidung – im Angesichts der allgegenwärtigen Müdigkeit fast aller Teilnehmer – den „Schlaf des Yogis“ in seine Stunde einzubauen. Natürlich nicht, ohne uns vorher nochmals ordentlich zu fordern. Grenzen erreichen, ein Stück weitergehen und freuen, über das Erreichte – wir haben uns diese spezielle Endentspannung redlich verdient.

Heute steht ein fast freier Tag zur Verfügung. Den verbringe ich nicht allein, sondern lasse mich ein auf Gespräche mit Seelenverwandten, mit Menschen, die einen Tag vorher ebenso die Einsamkeit gesucht haben und heute die Geselligkeit suchen – auch dafür ist eine Traumreise gut – nicht nur sich selbst kennenlernen, sondern auch irgendwie immer Menschen, mit denen eine unerklärliche (für manche erklärliche) Verbindung besteht.

Tag #2 Voller Körpereinsatz im Yoga und eine private Thai Yoga Massage als Belohnung

Mein zweiter Traumreisetag findet nach einer weiteren Yogaeinheit und einem geselligen Abschiedsabend – denn es ist auch der letzte Abend für die Gruppe – müde und OHNE einen Blick in meine Firmenmails sein Ende. Mein Vorfreude gilt dem nächsten Vormittag – der Abreisetag hält noch etwas Besonderes für mich bereit: meine private Thai Yoga Massage von Daniela.

Anusara Yoga an der Ostsee

Noch eine letzte Yogastunde, nochmals ein letzter unglaublich leckerer Brunch von Anita und dann ist es soweit: Daniela erklärt mir kurz den Ablauf der Massage, im Hintergrund läuft Musik und Kerzen brennen. Daniela arbeitet wiegend mit ganzem Körpereinsatz meine geplagten Muskeln durch, dehnt diese und füllt mich mit einem Gefühl von Geborgenheit. Auch hier komme ich wieder bei mir selbst an.

Ein letztes gemeinsames Schweigen auf der Fähre prägt sich in mein Gedächtnis ein, liebe Menschen um mich sind versunken in die Wellen, das Rauschen der See, der Wind um die Nase – erwachen aus ihrer Starre als die Fähre am Festland anlegt. Wir wissen nun ist die Reise zu Ende – zu mindestens diese Traumreise. Pläne für die nächste Yogatraumreise schwirren schon länger in jedem Kopf herum – teilweise ausgesprochen oder sogar schon bei Silvio gebucht.

UND: Die Reise zu sich selbst wird wohl nie enden. ;-)

Namasté
Karen aus Chemnitz

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Impressionen von der Yogareise Ostsee

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comments

3 Comments

Bernd Dinter 13. September 2012 at 23:45

Danke, liebe Karen Du hast schöne Worte für unsere gemeinsame Zeit gefunden,
obwohl diese Woche kaum mit Worten zu beschreiben ist.

anita 17. September 2012 at 08:08

Wow, vielen lieben dank karen – bei solch einem kompliment geht mir das herz ganz ganz weit auf. ich umarme dich, anita

Bettina Fröhlich 3. Oktober 2012 at 19:36

Liebe Karen, Du hast die Reise wirklich sehr treffend beschrieben. Mit jedem Wort, das ich gelesen habe, kehrte das entspannte, glückseelige Lächeln der Yoga-Woche in mein Gesicht zurück. ;o)

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