18.02.2010
Yoga für die Seele
Es geht um den Sinn und die Bedeutung der Asanas. Es geht auch darum, zu verstehen, was die Asanas uns mitteilen oder wie sie mit unserem Körper kommunizieren. Es geht also darum, sein Bewusstsein für die Asanas zu erweitern, damit unsere Yogapraxis auch intensiver werden kann.
Das Wort Yoga stamm aus dem Sanskrit der altindischen Hochsprache und geht aus der sprachlichen Wurzel Yai her. Yai deutet auf Verbinden, Vereinen oder Verschmelzen hin. Yoga verbindet uns daher mit dem Innersten in uns. Yoga bietet uns die Möglichkeit, das Absolute in uns zu erfahren. Aber das ist gar nicht einfach und die ersten Schritte sind schwer. Yoga ist nicht nur eine Beschäftigungsform wie viele andere, vielmehr ist es eine praktische Lebensweise, die wir durch viel Üben verwirklichen können. Hierbei ist es jedoch wichtig, dass wir unsere Grenzen erkennen und respektieren und jeden Schritt mit Bewusstsein gehen, denn schließlich wird im Yoga alles ganz bewusst vollzogen. Im Laufe der Zeit treten auf ganz natürliche Weise Veränderungen in unserem Leben auf, da wir allmählich feststellen, dass es nicht ausreicht, bloß Ort und Zeit für die Yogapraxis zu reservieren.
Die Yogapraxis vermittelt uns die Einheit zwischen Körper, Seele und Geist. Hierbei spielt der Körper natürlich eine wesentliche Rolle, zumal Geist und Seele im Körper wohnen. Wenn der Körper krank ist, fühlen wir uns unwohl und diese Gefühle beherrschen unser Bewusstsein. Die Gesunderhaltungen unseres Körpers ist daher das primäre Ziel der Yoga, damit wir uns eine bewusste Verbindung zur Seele und zum Geist aufbauen und sie auch gut entfalten können. Demgegenüber soll der Körper ein nützliches Instrument fungieren, der von den Energien des Geistes und der Seele getragen wird. Yoga kann uns helfen, das Problem zu erkennen und hilfreiche Lösungswege aufzeigen. Dabei können Asanas viele Ängste auflösen und uns mit unserem Urvertrauen in uns verbinden und auch einen Gesundungsprozess vorantreiben.
Die regelmäßige Ausübung von Asanas oder Körperübungen macht den Körper stärker und schöner. Aus dieser äußeren körperlichen Entwicklung entsteht eine innere Ausgeglichenheit, die unseren Körper bewusst mit dem Geist verbindet sowie die Atmung mit den Gedanken. Dadurch wenden wir uns ganz nach innen und beobachten, was in uns geschieht.
Die Schau nach innen stärkt ebenfalls das Interesse, für das innere und äußere Wohlbefinden zu sorgen, und später empfinden wir auch ein Verantwortungsgefühl für das Wohlergehen der Umwelt.
Ähnliche Artikel:
- Die wahre Seele von Power Yoga
- Mit Leib und Seele Mensch
- Die Hatha-Pradipika (Leuchte des Yoga)
- Die Rolle des Atem im Yoga
Autor: Silvio Fritzsche · Kommentieren · Trackback



Kommentieren