Yogatraumreisen

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18.02.2010

Das Prinzip Vinyasa Krama in der Yogapraxis

»Wenn wir es schaffen eine Absicht zu schaffen, bei Bewegung und Atmung zu bleiben, werden wir heute aus dieser Vinyasa-Krama Praxis mit einem veränderten Bewusstsein herausgehen.« David Live

Vinyasa Krama. Das System stammt von einem der Urväter des Westlichen Yogas, Krishnamacharya. Krishnamacharya unterrichtete in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts am Hof des Maharadschas von Mysore in Indien.

Sanskrit: vinyasa: Anordnung, krama: Gang, Reihenfolge

Um seine am Hof lebenden jungen Novizen körperlich und geistig so fordern zu können, dass diese für andere Aktivitäten ( Dummheiten ) keine Energien mehr hatten, entwickelte Krishnamacharya das Vinyasa-Krama, das verbinden der Stellungen durch Elemente des Sonnengrußes und das schnelle wechseln der Stellungen mit jedem Atemzug.

Milena Moser beschreibt die Grundzüge sehr schön in Ihrem Buch »Schlampenyoga« , wo sie von einem Yoga-Workshop Erlebnis mit indischen Yogalehrer Kausthub (Sohn von T.K.V. Desikachar, der wiederum Sohn von Krishnamacharya ist) berichtet:

»IBM-Yoga (Intention-Breath-Movement)«, erklärt er. »Zuerst ist die Absicht, die bewusste Entscheidung, einzuatmen, die Arme und den Kopf zu heben. Dann setzt der Atem ein und dann erst die Bewegung. Die Bewegung ist beendet, dann der Atemzug, dann konzentriert sich die Absicht auf die nächste Aufgabe: ausatmen, Arme senken, nach vorn beugen und den Boden berühren. Nach der Absicht setzt der Atem ein, die Bewegung folgt dem Atem. Die Bewegung endet zuerst, dann der Atem, dann die Absicht. Und so weiter. Das ist Vinyasa: Die Bewegung mit dem Atem, den Atem mit der Absicht zu verbinden.«

An dieser Schilderung wird sehr schön deutlich, dass es nicht nur eine körperliche Bewegung ist. Vielmehr hat alles seinen Ursprung in einem bewussten Entschluss. Ein fester Wille, etwas zu tun, etwas zu verändern. Auch wenn es anfangs eher körperlich wirkt, so ist der Sinn doch ein tieferer: Wir übernehmen die Verantwortung für unsere Handlungen, in dem wie wir etwas tun, wann, in welchen Umständen, mit welchem Erfolg,…

Es mag etwas theoretisch klingen, aber das Prinzip ist simpel. Es geht darum, fließende Bewegungen auszuführen. Fließend so wie das Leben sein sollte. Natürliche Bewegungen, nicht rückartig, nicht zwanghaft. In der Natur sind alle Bewegungen fließend.

Die Sonne geht langsam auf, erreicht ihren Zenit und taucht wieder ein, die Wellen des Meeres bauen sich langsam auf, überschlagen sich und gleiten langsam aus. Im Vergleich dazu, stell Dir einen Soldaten bei einer Zeremonie vor, der in abgehackten Bewegungen Arme und Beine nach oben reist und wieder fallen lässt. Stocksteif und völlig unnatürlich. Das ist das Gegenteil vom Vinyasa-Prinzip.

Fließende Bewegungen entstehen, wenn wir bei einer Einatmung in Positionen hineingehen, die Weite schaffen. Das sind zum Beispiel alle Rückbeugen. Körperlich gesehen geht hierbei darum, den Brustraum auszudehnen und die oberen Atemräume zu nutzen. Wobei bei einer Ausatmung es darum geht, die Lunge maximal zu leeren, den Bauch nach innen zu ziehen. Wenn wir also in eine Vorbeuge gehen, atmen wir aus. Eine Einatmung schafft Weite und wir empfangen, wobei wir bei einer Ausatmung etwas abgeben und loslassen.

(c) Silvio Fritzsche. Den vollständigen Artikel “Vinyasa Krama” findest Du in meinem kostenlosen eBook YOGABASICS, welches Du hier als PDF downloaden kannst.

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