Yogatraumreisen

yogafrosch

28.08.2011

Yogalehrer im Interview. Walter Brummer

Walter Yogalehrer

Walter, wie bis Du zum Yoga gekommen? Bitte beschreibe uns Deinen persönlichen Yogaweg bis HEUTE.

Meine persönliche Yoga Story begann im Jahr 2001 in Tibet, also vor ungefähr zehn Jahren. Nach der Umrundung des heiligen Berg Shivas „Mt. Kailash“ begegnete ich einem alten Yogi in den Straßen von Kathmandu. Damals hatte ich das Buch „Autobiographie eines Yogis“ von Paramahansa Yogananda unterm Arm. Der alte Yogi schaute auf das Buch und anschließend mir tief in die Augen und meinte: You have to make Yoga!! Zu diesem Zeitpunkt war ich Suchender und ich wusste nicht genau, was ich suchen sollte/wollte. Vielleicht lag die Antwort im Yoga und die nächste Reise führte mich ur wenige Monate später wieder nach Indien. Diesmal in den Süden von Tamil Nadu auf eine wirkliche Pilgerreise, wo ich die heiligen Stätten alter Yogis besuchte. Nach dieser Reise wusste ich, Yoga gibt mir die Antworten. Und wieder angekommen in München, besuchte ich die ersten Yogastunden und probierte viel aus.

Was hat sich durch Yoga in Deinem Leben verändert?

Ich bin und war , seit ich denken kann, ein “Suchender” mit dem Hang zum Extremen. Nach was Suchen wir? Yoga hat meinem Leben, meiner Suche, eine neue Richtung gegeben. Mittlerweile bin ich 10 Jahre auf dem Yogischen Weg, bin 10 Kg leichter, habe viele neue liebe Menschen getroffen die mich jetzt begleiten. Mein Leben ist leichter geworden und viele Dinge sind nicht mehr so wichtig.

Yoga. Was bedeutet das Wort “Yoga” für Dich, wie würdest Du es übersetzen?

Yoga übersetzt heißt ja Verbinden mit Etwas. Eine Definition von T.K.V. Desikachar bringt es für mich, bei der Frage nach Yoga, auf den Punkt: “Man hat sich von sich selbst entfernt und Yoga bringt einen zurück zu sich selbst”

Du unterrichtest seit vielen Jahren Yoga. Was möchtest Du Deinen Schülern im Unterricht mit auf dem Weg geben?

Ich versuche in meinem Yogaunterricht die Qualitäten weiterzugeben, die sich in mir manifestiert haben und die ich selbst erfahren habe.Yoga beginnt mit dem Körper. Wichtig ist für mich, dass jeder lernt zuerst seinen eigenen, einzigartigen Körper in seiner Ganz- und Einzigartigkeit zu erleben und neu zu erfahren. Die bewusste Verbindung von Bewegung und Atmung lässt uns dann den “Zustand” Yoga erfahren. Es geht hier nur um Erfahren! Der Geist wird Ruhig und wir fühlen uns nach einer Yogastunde einfach besser und leichter. Mit dem Yogasutra des Patanjali, einer der Philosophischen Grundlagenwerke des Yoga, versuche ich meinen Schülern die ureigene Absicht, die hinter dem yogischen System steht, näher zu bringen. Das zu Ruhe kommen des Geistes, um sich von Leid verursachenden Strukturen zu lösen. Das Wichtigste für mich ist das Ganze in einer kraftvollen, lebensbejahenden und freudvollen Form zu üben (-:

Du bist auch durch Yoga viel auf Reisen. Was war für Dich Deine persönlich wichtigste (Yoga) Reise und warum?

Meine erste Yogareise führte mich 2003 nach Südindien auf eine Pilgerreise zu den heiligen Stätten und Ashrams großer Yogis. Yoga war für mich noch sehr neu und teilweise auch noch ein wenig suspekt… Es wurde meine Pilgerreise. Im Ashram von Sri Aurobindo und der “Mutter” erlebte und durchfuhr mich “Mitgefühl” für die Erde mit Ihren Geschöpfen. Ich musste mich setzen die Tränen kamen nur so aus mir heraus?! Am Heiligen Berg Arunacala der Wirkungstätte von Ramana Maharishi erfuhr ich was Meditation ist und wie unendlich Tief und befreiend Meditation sein kann. Auf dem Weg durch Südindien begleitete mich Silvio aus Chemnitz, der dann über die Jahre zu einem treuen Wegbegleiter und auch Reisegefährte der “Yogatraumreise” wurde.

Welches Land möchtest Du gern bereisen und warum gerade dieses?

Ich werde demnächst Griechenland, Italien und Spanien bereisen. Ich bin mit diesen drei Ländern sehr Verbunden. Fernreisen ziehen mich irgendwie immer weniger in Ihren Bann und ich werde wohl meine Indienreise für nächstes Jahr absagen.

Welche zwei Bücher möchtest Du auf Deine nächste Yogareise mitnehmen?

Der Buddha hatte Zeit (-: von Thomas Hohensee und Upasana, das angenehme Gefühl von Eberhard Bärr

Am Schluss bleibt Raum für Dankbarkeit. Wem möchtest Du DANKE sagen und warum?

Dankbarkeit ist wohl eine der wichtigsten Eigenschaften, die wir wieder entdecken sollten. Beginnend bei unseren Eltern, den Menschen und Freunden gegenüber die es gut mit uns meinen. Dankbarkeit für die Lebensumstände die wir haben… Dankbarkeit für Gesundheit, Essen und Trinken und so vielen kleinen Dingen gegenüber die viele von uns für so selbstverständlich halten. Und nicht zu vergessen, unserem Leben gegenüber….

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Autor: Silvio Fritzsche   ·   Kommentieren   ·   Trackback

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