Yogatraumreisen

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7.06.2011

Yoga in Kalifornien – Teil 2

Wie sind denn nun die Yoga-Stunden in Amerika?

Guru Kult - Yoga in Kalifornien

Wer schon mal von Bryan Kest gehört hat der weiß, dass er nicht zu den Stars und Sternchen fährt und Privatunterricht gibt, sondern dass sie zu ihm ins Yoga-Studio kommen müssen, wenn sie von ihm unterrichtet werden wollen. Ein bisschen aufgeregt war ich dann schon, wen ich dort treffe.


Die Realität ist dann doch meist anders als man es sich vorstellt. Promis waren keine da, zumindest habe ich keine erkannt ;-) Lag vielleicht daran, dass Bryan zu der Zeit in Europa unterwegs war. Und das Publikum an sich versprühte auch kein Film-Glamour oder Schauspiel-Gehabe – einfach normal. Und doch unterschieden sich die Yogis im Vergleich zu Deutschland. Ca. 70% der Teilnehmerinnen hatten einen asiatischen Einfluss und waren weder groß, vollbusig noch blond ;-) . Die Männer waren meist von dunkler Hautfarbe, drahtig aber muskulös und unglaublich flexibel.

Die Yoga-Lehrerin, die dort unterrichtete war im fortgeschrittenen Stadium schwanger. Sie unterrichtete eine Power-Yoga-Klasse indem sie durch die Reihen ging, ihre Ansagen machte und hier und da ein paar verbale Adjustments gab, dort wo es angebracht war. Bezahlt wurde dann am Ende auf Basis freiwilliger Spenden.

In der Power-Hour, in Arizona-Phoenix erlebte ich genau das Gegenteil. Hier nutzte der Yoga-Lehrer die Zeit, um seine eigene Praxis inmitten der Schüler zu absolvieren. Er platzierte seine Yogamatte in die Mitte des vollverspiegelten Raumes und machte alles mit. Adjustments fielen somit zwar komplett aus, doch es war erstaunlich wie flüssig er den Unterricht selbst aus Handstand, Kopfstand und verschiedenen fortgeschrittenen Balancehaltungen am laufen hielt. Was mir sehr gut gefiel waren seine Talks, die es mir erleichterten ganz bei mir zu bleiben.

Wie bereits erwähnt ist Hot-Yoga in fast jedem Yoga-Studio anzutreffen und so hab ich es dann auch mal ausprobiert. Draußen waren es 38°C und innen wurde diese Temperatur über 4 Heizlüfter und 3 Ventilatoren auf 40°C erwärmt und gleichmäßig im Raum verteilt. Was das bedeutet? Mein T-Shirt war bereits durchgeschwitzt, bevor ich auch nur eine Yoga-Übung gemacht hatte.  Dafür entspannten sich meine Muskeln und wurden weich. Promi-Damen à la Jennifer Aniston und Jessica Biel schwören auf Hot-Yoga. Warum? In einer Session Hot Yoga werden bis zu 700 Kalorien verbrannt. Eine schöne Schwitzkur.

Hot-Yoga/Bikram-Yoga Top oder Flop?

Wer Probleme mit dem Blutdruck/Kreislauf hat, sollte das Experiment Bikram-Yoga /Hot-Yoga lieber auslassen. Denn bei der einen oder anderen Vorbeuge (Prasarita Padottanasana) oder auch Rückbeuge (Kamel) wurde mir schon etwas schwindelig. Der herabschauende Hund wird zur Rutschpartie und die Fußsohle an die Oberschenkelinnenseite für den Baum zu pressen ist bei den vielen Schweißperle, die mir das Bein herunter laufen,  fast unmöglich. Da fällt mir der Aufsteller ein, den ich schon so oft gesehen habe, wenn frisch gewischt wurde: “Slippery when wet”  – welch wahren Worte ;-) Ohh, wie sehr erinnere ich an mein Scheitern beim Hot Yoga auf Ibiza. Angst vor seinem eigenen Schweiß dearf man definitiv nicht haben, denn Hose und Shirt sind hinterher so nass gewesen als hätte ich im Pool gebadet – kein Witz! Es war eine tolle Erfahrung, die ich sicherlich bei passender Gelegenheit noch einmal wiederhole, doch generell bevorzuge ich die „normale“ Raumtemperatur ;-)

Auch bei uns in Deutschland ist der Promi-Guru-Kult längst angekommen. Gern werden die “Vorzeige Yogis” aus Amerika mit einer ausgefeilten Marketingstrategie eingeladen. Und irgenwie ist das auch immer wieder schön ;-)

Wir fahren zum Yoga nicht nach Kalifornien
Unsere Yoga Reiseziele sind die Toskana, Ibiza, Goa, Kärnetn u.a. schöne Plätze

Omm & weg!


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Autor: Diana   ·   Kommentieren   ·   Trackback

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