Yogatraumreisen

yogafrosch

2.09.2010

Reisetagebuch Yoga Reise Toskana, Sommer 2010

Post to Twitter

Der Sonne entgegen: Casola im Hochsommer…sächsische Mädels auf Südkurs

Große und kleine Yogis aus verschiedenen Teilen Deutschlands, aber auch aus der Schweiz trafen sich mitten im Juli 2010 im Il Convento, einem idyllischen Platz, an dem die Seele baumeln kann, am Rande von Casola, am Rande der Toskana, mitten in Italien . . . und es war wie immer herrlich. Trotz unserer Unterschiede fanden wir zueinander, hörten einander zu, lernten voneinander und genossen die Zeit.

Am Samstag begegneten sich viele von uns das erste Mal nach einer zum Teil von Stau geprägten Fahrt durch die Alpen. Die Crew vor Ort verwöhnte uns mit leckerem vegetarischen Essen und einem traumhaften Flair, so dass wir uns entspannen und unser Leben genießen konnten. Am Abend verfolgten viele von uns das Fußballspiel der deutschen Mannschaft in einer Bar des Nachbarortes. Ein Gläschen Wein gab’s noch für einige zum Abschluss, bevor wir erschöpft ins Land der Träume reisten.

Der Sonntag begann mit Yoga für Fortgeschrittene und nach dem Frühstück auch für Anfänger. Die Sonne meinte es gut mit uns und schenkte uns Wärme und Licht. Später erkundeten wir ein wenig die Umgebung und erfrischten uns – nach einer kleinen Sightseeingtour durch italienische Dörfer – in einem Bergsee unweit von Casola. Die Berge zogen allmählich Regen und Gewitter an, während wir das Wasser genießen konnten und auch noch ein paar Sonnenstrahlen beim Liegen auf der Wiese erhaschten. Doch der Regen trieb uns nicht nach Hause, sondern in eine Bar mit italienischem Eis . . . wer kann da schon widerstehen? Im Convento stand intensives Atmen auf dem Programm. Am Abend sahen einige von uns noch das Endspiel der Fußball-WM. Da half nicht mal ein Gläschen Wein, aber wir ließen uns auf unserem Weg zur totalen Entspannung nicht aus der Ruhe bringen.

Der Süden ohne Meer und Strand . . . kaum vorstellbar, deswegen zogen wir nach Meditation, Yoga und Frühstück am Montag los, den Strand von Lerici zu erobern. Doch bei den Temperaturen waren wir nicht die Einzigen. Die Sonnenschirme waren fast komplett ausgebucht und Handtuch an Handtuch ließ kaum Raum für Privatsphäre. Erste Erfolge unserer Yogapraxis auf dem Weg zur totalen Entspannung wurden sichtbar. Es machte uns nichts aus, wir atmeten alles weg, gingen einfach ins Wasser und schwammen uns frei. Am Abend rief uns die leckere Küche nach Hause ins Convento (auch wenn ich noch ein klitzekleinwenig hätte liegen bleiben können). . . . na ja, wir kommen wieder, versprochen! Später gab es noch eine kleine Führung von Marcel im Convento mit geschichtlichen Basics und mit anschließendem Open Air Kino.

Auch der Dienstag begann mit Meditation und Yoga. Während ein Großteil draußen auf Matten meditierte, genossen wir eine Sonnenmeditation im klaren, kalten Bächlein vor den Toren von Casola. Den Rest des Tages verbrachten wir vor Ort bzw. im näheren Umfeld mit Yoga, Mantra-Singen, Lesen, Sonnen, Baden, Spielen und natürlich Essen ;-) .

Auch am Mittwoch starteten wir mit Meditation und Yoga in den Tag. Dann trennten sich die Wege; manche ließen ihre Seele vor Ort baumeln und praktizierten Yoga, manche machten die Ortschaften im Umfeld unsicher. Wir wollten die Sonne des Südens in vollen Zügen genießen, so dass wir mit dem Auto die eigentliche Toskana verließen, an der Cinque Terre (fünf malerisch, an den Klippen gelegenen Dörfern) vorbeifuhren und in der nicht so überlaufenen Bucht von Bonassola (unmittelbar neben Levanto) ein Plätzchen suchten. Es war einfach schön, komplett abgerundete Steine in allen farblichen Facetten bedeckten den Strand vollkommen. Sie speicherten die Wärme, so dass man mit Schuhen gut beraten war, dafür waren sie aber natürlich auch Garant für glasklares, türkisblaues Wasser . . . Nur schweren Herzens machten wir uns am Spätnachmittag wieder gen Casola auf den Weg. Dafür entschädigte uns im Convento das leckere Abendessen, dass uns Christin extra reservierte, da wir ein wenig verspätet ankamen. Den Abend rundete ein Film über Yogis in Indien ab, deren Praktiken zum Teil schon sehr extrem waren . . . manch männlicher Teilnehmer wurde ganz blass ;-) . Bis zum nächsten Morgen hatten wir uns aber alle erholt.

Um sieben brachen wir im Morgengrauen in die Marmorsteinbrüche von Carrara auf, um den Monte Sagro zu besteigen. Das Wetter war zum Wandern ideal, die Sonne schien, jedoch nicht zu heiß, der Himmel ermöglichte eine klare Sicht über das Land bis zum Meer. Auf dem Gipfel nutzten wir das Ambiente für eine spontane Meditation in der Natur, um zu hören, zu sehen und zu spüren, wie vielfältig alles beschaffen ist. Zurück in Casola genossen die einen beim Yoga die Entspannung und Dehnung mit Nadine, die anderen ließen sich von Silvio noch einmal herausfordern. Nach dem Abendessen konnten wir nicht anders und wollten noch einmal in die Fluten des Meeres springen. Nach gut einer Stunde Autofahrt war die Sonne bereits hinterm Horizont verschwunden, der Mond zeigte sich und wir kosteten das immer noch sehr warme Wasser der Bucht von Bonassola aus. Peggy konnte bei dem Anblick der Steine nicht widerstehen und tauchte ohne Ende. Wenn wir nicht irgendwann aufgebrochen wären, würde sie wahrscheinlich immer noch in den Fluten mit Schnorchel und Brille bewaffnet umherschwimmen ;-) . Der wunderschöne Mond begleitete uns auf dem Weg durch die Nacht nach Casola. Man mag es kaum glauben, die Woche verging wie im Flug und gab uns trotzdem die Möglichkeit, neue Kraft zu tanken und völlig abzutauchen, als wären wir drei Wochen weg gewesen.

Am letzten Tag im Anschluss an unser allmorgendliches Ritual von Meditation und Yoga wollten wir noch für die Daheimgebliebenen ein paar „italienische“ Kleinigkeiten besorgen und suchten den Markt von La Spezia auf. Nicht nur die Stände, sondern auch die Geschäfte zogen uns völlig in ihren Bann. Erst am späten Nachmittag kehrten wir nach Casola zurück, erstanden noch ein paar Mitbringsel, knipsten die letzten Fotos und erfrischten uns ein letztes Mal im Bach vor den Toren des Dörfchens. Es fiel schwer, aber wir mussten Abschied nehmen.

Auch wenn wir diesmal nicht jeder Yogasession beiwohnten und dafür viele andere Dinge unternahmen, war es ein total entspannter Urlaub, der uns noch lange davon zehren lässt und der Seele Gelegenheit zum Baumeln gab. Jedem, der vielleicht noch ein klein wenig mit sich hadert, ob er auch mal mitfahren sollte, sei hier zu sagen: „Wer den Süden mag, für den wird es einfach ein wunderschönes Fleckchen Erde sein, an das man jederzeit gern wieder zurückkehren möchte und von dem man auch im Nachhinein immer mal wieder träumt . . .”

Meine-Yogareise Und es gibt auch das: Yoga für Reiter

Geschrieben von Barbara aus Chemnitz; August 2010

Impressionen unserer Yoga & Wanderwoche

(Bitte auf das jeweilige Bild klicken)

Und wo geht die nächste Yogareise hin?
Hier gibt es alle Termine im Überblick.

Omm & weg!


Ähnliche Artikel:

  1. Reisetagebuch Yoga Reise Toskana, Oktober 2008 ...
  2. Yoga Reise Toskana ...
  3. Soami Kärnten 2010 – ein nicht neutraler Reisebericht einer Teilzeit-Yogini ...
  4. Ganzheitliche Yogawoche in der Toskana ...
  5. Santorini “Reise ins Licht” ...

Autor: Gastbeitrag   ·   Kommentieren   ·   Trackback

Kommentieren

Angabe nötig

wird nicht angezeigt

Berechne die Summe aus 5 + 6 ?