1.09.2010
M wie Meditation
Meditation oder die Kunst des Nichtstuns
Seit tausenden von Jahren nutzen Menschen die heilende Wirkung der Meditation. Sie alle wollen sich dem gegenwärtigen Moment bewusst werden, Kraft tanken und Ruhe genießen.

Warum meditieren wir?
Einige beginnen, weil sie einer Empfehlung des Arztes folgen. Andere suchen die gesundheitlichen Vorteile wie Blutdrucksenkung, Stressabbau und erholsamen Schlaf. Wieder andere kommen zur Meditation weil sie sich von Angst oder schmerzlichen Gedanken befreien möchten. Ich selbst meditiere, um mehr Klarheit in meinen Geist zu bekommen, meine Intuition zu schärfen und um mich besser konzentrieren zu können.
Für Außenstehende sieht es aus wie Faulenzen oder Nichtstun. Es ist allerdings eine Kunst, um den Geisteszustand zwischen Wachen und Schlafen zu erreichen, zu der weitaus mehr gehört als nur Sitzfleisch und geschlossene Augen.
Was passiert während der Meditation?
Wenn wir meditieren erweitern wir unser Bewusstsein. Wir lernen wer wir wirklich sind und erleben unsere grundlegende spirituelle Natur. Unser Herz öffnet sich. Wir empfinden mehr Glück, Mitgefühl und Weisheit, das jeden Aspekt unseres Lebens beeinflusst.
Wenn Sie mit dem Meditieren beginnen, ist das Ziel der ersten Male nur einen bequemen und stabilen Sitz für sich zu finden und Ihre Empfindungen, Gedanken, Gefühle die passieren zu realisieren.
Wie werde ich meine Gedanken los?
Wussten Sie, dass wir ca. 70.000 Gedanken pro Tag haben? Das sind ungefähr 1,2 Gedanken pro Sekunde. Sie kommen und gehen und lassen sich nicht auf Knopfdruck stoppen.
Denken ist menschlich, und ein zentraler Bestandteil des Menschseins, dass ein Gehirn eingehende Eindrücke empfängt. Deshalb sollten Sie nie mit sich schimpfen, wenn Sie einen Gedanken während der Meditation haben. Sie sind ein Zeichen dafür, dass Sie lebendig sind.
Versuchen Sie daher Ihre Gedanken nicht krampfhaft zu stoppen. Registrieren Sie sie und lassen Sie dann wie auf einer Wolke von Ihnen weg treiben.
Lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit weg von Ihren Gedanken hin zu einem Mantra (Einatmen „lass“, Ausatmen „los“) oder einem Mudra oder ganz simpel zu Ihrem Atem als Anker. Sie nehmen so die Komplexität aus Ihren Gedanken hin zu etwas „Bedeutungslosem“. Das durchbricht Ihre Gedankenkreise.
Geben Sie nicht gleich nach dem ersten Versuch auf. Es ist jedes Mal etwas anders. Freuen Sie sich auf die neuen Erfahrungen, die Sie machen werden. Wenn Sie regelmäßig meditieren, werden Sie feststellen, dass es einen Raum zwischen dem Ende eines Gedankens und dem Beginn des nächsten gibt. Dieser wird sich immer mehr vergrößern und Sie werden die Meditation als Ihre Entspannungsinsel und Kraftquelle zu schätzen lernen, die Sie nicht mehr vermissen möchten.

Und wo geht die nächste Yogareise hin?
Hier gibt es alle Termine im Überblick.
Omm & weg!
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Autor: Diana · 1 Kommentar · Trackback







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Es ist durchaus möglich die Anzahl Gedanken drastisch zu reduzieren. Mir persönlich sind durchaus gedankfreie Minuten möglich. Wie lange Pause herrscht, ist letztendlich jedoch nicht wichtig. Entscheidend ist der Zusammenhang zwischen der Gedankenflut und der inneren Verspannung. Gedanken sind meiner Erfahrung nach nicht Ausdruck des Lebens, sondern eher das Gegenteil davon. Je mehr man im Augenblick lebt und je weniger man sein wahres Selbst unterdrückt, desto weniger Gedanken geistern im Kopf umher.
Ein Gedanke ist ein Hinweis des Unterbewusstseins. Es will Aufmerksamkeit auf ein Thema lenken. Die Flut von Gedanken ergibt sich, da wir uns leider angewöhnt haben, viele Themen zu ignorieren, zu verdrängen oder sogar zu tabuisieren. Wer meditiert wird sich so seiner Gedanken bewusst. Das bietet die Möglichkeit, die persönlichen Themen zu identifizieren. Oft drehen sich viele verschiedene Gedanken um ein einziges Thema. Da wir allerdings zu sehr in uns gefangen sind, können wir im Normalzustand keine Zusammenhänge erkennen. Während der Meditation nehmen wir irgendwann eine passive Haltung ein, die Beobachterrolle. Damit ist es möglich, die Gedanken mit gewissem Abstand wahrzunehmen und die Themen dahinter zu erkennen.
Ist ein Thema erkannt, sollte man sich damit konfrontieren, um es aufzulösen. Darüber reden ist äußerst hilfreich, genauso wie entsprechende Erfahrungen sammeln. Wie immer ist genau das unsere Rettung, was wir nicht mögen. Der philosophische Hintergrund ist die Integration dessen, was wir ablehnen, also unserer Schattenseiten, um Blockaden aufzulösen.
Nun fällt mir immer wieder ein Satz von Osho ein, der sinngemäß sagte: “Eine Meditation, die irgendwann zu Ende ist, ist es nicht Wert, Meditation genannt zu werden.”
Unser Ziel ist es also, den Zustand der Meditation ins Alltagsbewusstsein auszuweiten. Das bedeutet, innere Ruhe jederzeit wahrnehmen und die Beobachterrolle jederzeit einnehmen zu können.
Gutes gelingen…
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