Yogatraumreisen

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8.08.2010

Kumbh Mela oder das größte Badefest der Welt

Der Ursprung der Kumbh Mela ist unglaublich alt und stammt, wie sollte es auch anders sein, aus der indischen Mythologie. Die erste schriftliche Erwähnung ist um ca. 700. Alle 3 Jahre lockt dieses Fest mehrere Millionen Yogis, Pilger und Asketen aus ganz Indien und dem Rest der Welt an.

Was ist der Ursprung der Kumbh Mela?

Aufgrund eines Fluches hatten die Götter (Devtas) ihre Macht verloren, den sie nur durch den Nektar der Unsterblichkeit wieder erlangen konnten. Leider war ihnen das alleine nicht möglich. Die Dämonen (Asuras) kamen ihnen zu Hilfe, wenn auch sie etwas von dem kostbaren Nektar abbekommen würden. Um den Nektar zu filtern, quirlten Sie den Milchozean (Samudra Manthana).

Als sich der Heiler Dhan Vantari mit einem gefüllten Topf Nektar aus dem Ozean erhob, wollten die Dämonen den Nektar plötzlich für sich alleine und lösten somit einen 12 tägigen Krieg zwischen ihnen und den Göttern aus. Gott Vishnu (der Erhalter) griff sich den Topf und flog davon, wobei er an 4 Orten jeweils einen Tropfen des Nektars verlor.

Was bedeutet Kumbh Mela?

Das „Topf-Fest“ wie die Kumbh (Topf) Mela (Fest) übersetzt heißt, findet abwechselnd alle 3 Jahre in einer der 4 Städte Allahabad, Haridwar, Nasik oder Ujjain statt, dort wo die Tropfen Nektar verloren wurden. Der 12jahres Rhythmus kommt zustande, weil 1 Göttertag einem Menschenjahr entspricht. 12 Tage Kampf, entsprechen 12 Jahren, d.h. alle 3 Jahre in einem der 4 Städte.

Wie wird die Kumbh Mela gefeiert?

Das wirklich spektakuläre an einer Kumbh Mela sind die Menschenmassen. Das eigentliche Fest ist das Bad im Ganges, wo sich die Pilger von der personifizierten Göttin Ganga (Ganges) die Sünden nehmen lassen. Der genaue Zeitpunkt wird von Astrologen auf die Minute genau errechnet und so ist der Badespaß zeitlich begrenzt, wenn alle in die heiligen Fluten tauchen möchten. Am Abend findet eine Art Gottesdienst statt. Unzählige mit Süßigkeiten und Lichtern gefüllte Schiffchen aus Blättern werden durch einen gewaltigen Chor begleitet in den Fluss gesetzt und von der Strömung davon getragen.

Welche Menschen trifft man dort?

  • Luftgekleidete, Naga Sadhus, die lediglich mit Asche eingerieben sind. Man sagt, sie spüren weder Hitze noch Kälte.
  • Schweigende, Parivajakas, die ein Schweigegelübde abgelegt haben und nun mit kleinen Glöckchen Aufmerksamkeit erregen.
  • Stehende, Shirshasins, sie sitzen nie (!) und schlafen selbst im stehen, oft meditieren sie stundenlang im Kopfstand.
  • Körperliche Asketen, Urdhwavahurs, die z.B. nur auf einem Bein stehen oder dauerhaft einen Arm in die Höhe strecken, um so innere Befreiung zu erlangen.
  • Nicht zu vergessen die Kalpvasis, sie verbringen den ganzen Monat meditierend oder badend am Fluss.
  • Und natürlich jede Menge andere Yogis, Schaulustige und Erfürchtige, die die sogenannten „Heiligen“ berühren wollen und sich das größte spirituellste Fest der Welt nicht entgehen lassen möchten.

Wenn Sie sich jetzt fragen, was diese Askese bringt, dann beweist sie vor allem eine für uns Westeuropäer unfassbare Willenskraft auf dem Weg der Erleuchtung.

Ich könnte noch viele Worte über das weltgrößte Badefest verlieren und doch muss man sich diesen Trubel besser auf Bildern ansehen oder vielleicht sogar live erleben, um es voll erfassen zu können.

Und wo geht die nächste Yogareise hin?
Hier gibt es alle Termine im Überblick.

Omm & weg!


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Autor: Diana   ·   Kommentieren   ·   Trackback

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